Achte darauf, wie du hörst(Lukas 8,18; Markus 4,24)

by Salome Kalitas | 17 Juli 2018 08:46 a.m.07


Der Herr hat jeden von uns auf diese Erde gestellt, damit wir Frucht bringen. Dabei gibt es zwei grundlegende Arten von Frucht, die Gott von jedem Gläubigen erwartet.
1. Die Frucht der Gerechtigkeit
(die Frucht des Geistes)
Die Bibel lehrt, dass Gläubige Frucht hervorbringen sollen, die den Charakter Gottes widerspiegelt – oft bezeichnet als die Frucht des Geistes:


„Erfüllt mit Frucht der Gerechtigkeit durch Jesus Christus zur Ehre und zum Lob Gottes.“
(Philipper 1,11)


„Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.“
(Galater 5,22–23)


Diese Eigenschaften beschreiben gemeinsam ein geheiligtes Leben. Diese Frucht entsteht nicht durch bloße menschliche Anstrengung, sondern ist das Ergebnis einer inneren Verwandlung durch den Heiligen Geist
(vgl. Römer 8,10; Johannes 15,4–5).
2. Die Frucht des Wirkens Gottes
(Auswirkung des Reiches Gottes)
Die zweite Art von Frucht zeigt sich im Dienst für Gott, insbesondere durch:
Menschen zu Christus führen
das Wort Gottes lehren
das Evangelium predigen
andere hüten und ihnen dienen


„Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker …“
(Matthäus 28,19)


Diese Frucht offenbart, wie treu wir mit dem umgehen, was Gott uns anvertraut hat.
Talente als biblisches Bild für Fruchtbarkeit
Die Schrift beschreibt diese Verantwortung häufig mit dem Bild der Talente. Jesus veranschaulicht dies im Gleichnis von den anvertrauten Talenten
(Matthäus 25,14–30 – zusammengefasst):
Ein Herr vertraut seinen Knechten Talente an – jedem nach seinen Fähigkeiten
Zwei Knechte setzen das Anvertraute ein und gewinnen hinzu
Ein Knecht vergräbt sein Talent und bringt keine Frucht
Die treuen Knechte werden gelobt:


„Recht so, du guter und treuer Knecht … geh hinein zu deines Herrn Freude!“
(Matthäus 25,21)


Der untreue Knecht jedoch wird getadelt und gerichtet:


„Denn wer da hat, dem wird gegeben werden … wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden.“
(Matthäus 25,29)


Die tiefere Bedeutung des Begriffs „Talent“
Dieses Gleichnis bezieht sich nicht nur auf geistliche Gaben
(z. B. Lehre, Prophetie, Evangelisation, Hirtendienst – vgl. Römer 12,6–8; Epheser 4,11),
sondern trägt eine noch tiefere Bedeutung:
👉 Auch das, was du hörst, ist ein Talent.
Jedes Mal, wenn du das Wort Gottes hörst, wird ein Talent in dein Herz gesät.


„So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.“
(Römer 10,17)


Gott wird nicht nur Rechenschaft darüber verlangen, was wir empfangen haben, sondern auch darüber, was wir mit dem Gehörten getan haben.
Das Gleichnis vom Sämann
Dieses Prinzip erklärt Jesus ausführlich in Matthäus 13,1–23:
Manche hören das Wort, verstehen es aber nicht – der Feind raubt es
Andere nehmen es mit Freude auf, haben jedoch keine Wurzel – sie fallen ab
Wieder andere hören es, doch Sorgen und Begierden ersticken es
Die Guten hören, verstehen und bringen Frucht – dreißig-, sechzig- oder hundertfach
Jesus fasst zusammen:


„Denn wer da hat, dem wird gegeben werden; wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat.“
(Matthäus 13,12)


Warum Jesus in Gleichnissen lehrte
Jesus sprach bewusst in Gleichnissen. Nicht alle, die ihn hörten, waren bereit, nach Verständnis zu suchen:


„Denn mit sehenden Augen sehen sie nicht, und mit hörenden Ohren hören sie nicht, und sie verstehen es nicht.“
(Matthäus 13,13)


Nur seine Jünger kamen zu ihm und baten um Erklärung. Sie vergruben das Talent des Gehörten nicht, sondern suchten Erkenntnis – und wuchsen geistlich:


„Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden.“
(Matthäus 7,7)


Praktische Anwendung: Wie Talente heute vergraben werden
Viele Menschen hören das Wort Gottes immer wieder, aber sie:
wenden es nicht an
suchen kein Verständnis
ignorieren die Überführung
Das ist nichts anderes, als das Talent zu vergraben.


„Seid aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.“
(Jakobus 1,22)


Wenn Gott über Sünde, Heiligkeit, Gehorsam oder Wahrheit überführt, dann ist diese Überführung ein Talent. Gott erwartet Umkehr, Wachstum und Frucht.


„Gott gebietet nun den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun.“
(Apostelgeschichte 17,30)


Eine ernste Warnung – und eine Verheißung
Jesus spricht sowohl eine Warnung als auch eine Zusage aus:


„Seht zu, was ihr hört! Mit welchem Maß ihr messt, wird euch gemessen werden, und es wird euch noch dazugegeben.“
(Markus 4,24–25)


Wer reagiert, empfängt mehr Licht
Wer ignoriert, verliert sogar das, was er hatte
Doch denen, die von Herzen gehorsam sein wollen, gilt die Verheißung:


„Wenn jemand den Willen Gottes tun will, wird er erkennen, ob diese Lehre von Gott ist.“
(Johannes 7,17)


Abschließende Ermahnung
Achte sorgfältig darauf, was du hörst – und noch mehr darauf, wie du darauf reagierst.
Lass nicht zu, dass der Feind das Wort raubt, das in dein Herz gesät wurde.
Bring Frucht – sowohl durch ein heiliges Leben als auch durch treuen Dienst –, damit der Herr bei seiner Wiederkunft Zeichen geistlichen Wachstums findet.


„Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.“
(Johannes 15,8)


Gebet
Mögest du beginnen, nach allem zu handeln, was du gehört hast, damit der Herr bei seiner Wiederkunft Frucht findet, die seinen Namen verherrlicht.
Gott segne dich. 🙏
Wenn du möchtest, erstelle ich dir daraus gern
eine kompakte Predigt (20–25 Minuten),
eine Andacht für Hauskreis oder persönliche Stille, oder
eine theologisch vertiefte Lehrfassung mit stärkerem Bezug zur Exegese.

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