by Ester yusufu | 17 Juli 2018 08:46 p.m.07
(Matthäus 24,34)
„Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschieht.“
Diese Worte Jesu gehören zu seiner großen Endzeitrede, mit der er auf die Frage der Jünger antwortete, wie das Ende der Weltzeit aussehen werde (Matthäus 24,3). Jesus zeichnet dabei ein umfassendes Bild dessen, was vor seiner Wiederkunft geschehen wird. Seine Botschaft richtet sich nicht nur an die damaligen Zuhörer, sondern an alle Gläubigen – besonders an diejenigen, die in den letzten Tagen leben. Sie ist ein Ruf zur Wachsamkeit und erinnert uns daran, dass Gottes Wort niemals unerfüllt bleibt (Jesaja 55,11).
Matthäus 24,6–8:
„Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei … Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben … und es werden Hungersnöte und Erdbeben hier und dort sein. Das alles aber ist der Anfang der Wehen.“
Jesus beschreibt diese weltweiten Ereignisse als „Wehen“, also Geburtswehen. Sie werden zunehmen – an Häufigkeit und Intensität – je näher das Ende rückt. Die Welt bewegt sich auf einen göttlich festgesetzten Höhepunkt zu: die Wiederkunft Christi und die vollkommene Aufrichtung seines Reiches (Daniel 2,44; Offenbarung 11,15).
Matthäus 24,10–12:
„Dann werden viele abfallen und werden sich untereinander verraten … Und es werden viele falsche Propheten auftreten und viele verführen. Und weil die Ungerechtigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in vielen erkalten.“
Diese Verse beschreiben nicht nur moralischen, sondern auch geistlichen Verfall. Der „Abfall“ (griechisch apostasia) entspricht dem, was Paulus in 2. Thessalonicher 2,3 ankündigt. Die Liebe, die hier erkaltet, ist agapē – die göttliche Liebe. Das zeigt: Selbst Christen können geistlich erkalten, wenn sie nicht in Christus bleiben (Johannes 15,5–6).
Lukas 21,20–24:
„Wenn ihr aber sehen werdet Jerusalem von einem Heer belagert, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe herbeigekommen ist …“
Diese Warnung erfüllte sich im Jahr 70 n. Chr., als die Römer Jerusalem zerstörten. Jesus hatte die Stadt zuvor betrauert (Lukas 19,41–44), weil sie den Zeitpunkt ihrer Heimsuchung nicht erkannt hatte. Damit ging auch ein Teil der Prophetie Daniels (Daniel 9,26–27) in Erfüllung.
Matthäus 24,32–33:
„Vom Feigenbaum lernt ein Gleichnis: Wenn seine Zweige weich werden und die Blätter treiben, so wisst ihr, dass der Sommer nahe ist.“
In der Schrift steht der Feigenbaum oft als Bild für Israel (Hosea 9,10; Jeremia 24,5–7). Viele Ausleger sehen im Austreiben des Feigenbaums ein Bild für die Wiederherstellung Israels als Nation. Genau das geschah 1948, als Israel nach fast zwei Jahrtausenden wiedergeboren wurde – eine Erfüllung von Hesekiel 36,24–28 und Jesaja 66,8.
Matthäus 24,34:
„Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschieht.“
Das griechische Wort genea kann mehrere Bedeutungen haben:
Im Zusammenhang mit dem Gleichnis vom Feigenbaum wird deutlich: Es geht um jene Generation, die die Wiedergeburt Israels miterlebt – also Menschen, die ab 1948 leben.
Psalm 90,10:
„Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn’s hochkommt, so sind’s achtzig Jahre …“
Damit zeigt Jesus: Die letzten Ereignisse werden sich innerhalb der Lebensspanne dieser Generation entfalten. Das ist ein starkes Hinweiszeichen dafür, wie nahe seine Wiederkunft ist.
Matthäus 24,35:
„Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.“
Jesus unterstreicht hier die absolute Verlässlichkeit seiner Worte. Das erinnert an Jesaja 40,8:
„Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt; aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich.“
Alles Vergängliche vergeht – Gottes Wort aber bleibt.
Lukas 21,34–36:
„Hütet euch aber, dass eure Herzen nicht beschwert werden … Seid allezeit wach und betet, damit ihr stark werdet, zu entfliehen …“
Jesus ruft uns zu geistlicher Aufmerksamkeit. Das entspricht Paulus’ Mahnung in Römer 13,11–14, jetzt aus dem Schlaf aufzuwachen. Nur wer in Christus bleibt, wird bestehen (1. Johannes 2,28).
Römer 8,9:
„Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.“
Die klugen Jungfrauen in Matthäus 25 hatten Öl – ein Bild für den Heiligen Geist. Nur wer mit dem Geist erfüllt ist, wird bereit sein, wenn der Bräutigam kommt. Der Heilige Geist ist unser Siegel für den Tag der Erlösung (Epheser 4,30).
Jesus kommt nicht für eine Denomination, sondern für seine heilige Braut (Offenbarung 19,7–8).
Erlösung hängt nicht an einem Kirchenlabel, sondern an der Wiedergeburt (Johannes 3,3–6), dem Bleiben in Christus (Johannes 15,4) und einem Leben im Geist (Galater 5,16–25).
Offenbarung 18,4:
„Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet …“
Hier ruft Gott sein Volk auf, sich von geistlichem Babylon – einem Bild für religiöse Verführung, Weltlichkeit und Korruption – zu trennen. Gott ruft uns zu Heiligkeit und Reinheit (2. Korinther 6,17–18).
Alle Zeichen, die Jesus genannt hat, erfüllen sich heute – von der Wiederherstellung Israels bis zu weltweiten Krisen, moralischem Verfall und zunehmender Verführung.
Das sind keine Zufälle. Es sind prophetische Erfüllungen.
Die Zeit ist kurz.
Bist du bereit für seine Wiederkunft?
Jetzt ist die Zeit:
„Amen. Komm, Herr Jesus!“ (Offenbarung 22,20)
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