Die Rolle der Frau in der Kirche

by Ester yusufu | 19 Juli 2018 08:46 p.m.07

Welche Rolle soll eine Frau in der Kirche einnehmen? Kann sie als Pastorin oder Bischöfin dienen?

Der Apostel Paulus gibt der Kirche klare Hinweise dazu, wie Frauen im öffentlichen Gottesdienst und in Leitungsfunktionen agieren sollen:

„Die Frauen sollen in den Gemeinden schweigen. Denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt. Wollen sie aber etwas lernen, so sollen sie daheim ihre Männer fragen. Denn es ist schändlich für eine Frau, in der Gemeinde zu reden.“
(1. Korinther 14,34–35)

Dieser Text zeigt die von Gott geschaffene Ordnung, nach der Frauen keine autoritative Lehr- oder Leitungsrolle über Männer in der versammelten Gemeinde einnehmen sollen. Es handelt sich hierbei nicht um eine kulturelle Vorschrift, sondern um eine göttliche Ordnung, die auf der Schöpfung und Gottes Plan für die Harmonie in der Kirche basiert (vgl. 1. Korinther 11,3).

Paulus veranschaulicht diese Ordnung auch in Epheser:

„Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter wie dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, sein Leib, dessen Heiland er ist. Wie sich nun die Gemeinde Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen in allem ihren Männern unterordnen.“
(Epheser 5,22–24)

Dieses Bild zeigt die geistliche Beziehung zwischen Frau und Kirche: Der Mann führt liebevoll, wie Christus die Kirche führt, und die Frau folgt, wie die Kirche Christus folgt. Die Rollen sind unterschiedlich, aber in gegenseitiger Unterordnung miteinander verbunden.

Autorität und Schöpfung

In 1. Timotheus erklärt Paulus den Grund für diese Ordnung noch deutlicher:

„Eine Frau soll in aller Ruhe lernen und sich unterordnen. Ich erlaube keiner Frau, dass sie lehre oder über einen Mann herrsche, sondern sie soll still sein. Denn Adam wurde zuerst geschaffen, danach Eva. Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber wurde verführt und fiel in die Sünde.“
(1. Timotheus 2,11–14)

Die Schöpfungsgeschichte (Genesis 2–3) bildet die Grundlage für die Leitungsstruktur der Kirche. Gottes Ordnung der Autorität bestand bereits vor dem Sündenfall und ist mit den bei der Schöpfung zugewiesenen Rollen verbunden. Dass Eva verführt wurde, mindert nicht ihren Wert oder ihre Würde, sondern erklärt die Zuweisung von Leitungsverantwortung als Ausdruck von Gottes souveräner Ordnung.

Geistliche Gaben versus Leitungsämter

Es ist wichtig, zwischen geistlichen Gaben und kirchlichen Ämtern zu unterscheiden. Geistliche Gaben (Charismen) sind vielfältig und werden Männern wie Frauen zur Erbauung der Gemeinde gegeben:

„Es gibt verschiedene Gaben, aber es ist derselbe Geist; und es gibt verschiedene Dienste, aber es ist derselbe Herr; und es gibt verschiedene Wirkungen, aber es ist derselbe Gott, der alles in allen wirkt. Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes zum Gemeinwohl gegeben.“
(1. Korinther 12,4–7)

Diese Gaben umfassen zum Beispiel Prophetie, Heilung, Zungenrede oder Lehrfähigkeiten, die den Leib aufbauen, aber nicht automatisch eine autoritative Leitungsposition begründen.

Die in Epheser 4,11 erwähnten Ämter des fünffachen Dienstes –

„Und er hat die einen zu Aposteln gegeben, andere zu Propheten, andere zu Evangelisten, andere zu Hirten und Lehrern…“
(Epheser 4,11)

– sind Führungsaufgaben, die für Aufbau und Lehre der Gemeinde verantwortlich sind. Historisch und biblisch wurden diese Ämter von Männern ausgefüllt, im Einklang mit Gottes Ordnung.

Folgen von Ungehorsam

Jesus warnte davor, sich auf Wunder oder geistliche Leistungen zu verlassen, ohne Gottes Willen zu gehorchen:

„Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr!‘, wird in das Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. An jenem Tag werden viele zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und Dämonen ausgetrieben und viele Machttaten vollbracht?‘ Dann aber werde ich ihnen erklären: ‚Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!‘“
(Matthäus 7,21–23)

Geistliche Gaben oder Wunder allein legitimieren also keinen Dienst außerhalb von Gottes geordneter Ordnung.

Zusammenfassung

Möge Gott dein Verständnis und deinen Dienst gemäß Seinem Wort segnen.

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