by Salome Kalitas | 11. September 2018 9:58
Die Bibel vergleicht unser Leben mit einem Gefährt, das gesteuert werden muss, wie zum Beispiel ein Auto, ein Schiff oder ein Flugzeug. All diese Dinge haben große Kraft und Fähigkeiten, aber sie können sich nicht selbst ohne Steuerung (Ruder/Lenkung) bewegen.
Ein starker Wind kann auf dem Meer toben, doch ohne ein Ruder kann ein Schiff nicht sicher an sein Ziel gelangen. Das Ruder selbst ist klein und scheinbar schwach, aber es hat die Macht, ein großes Schiff in die gewünschte Richtung zu lenken.
Genauso ist es auch mit unserem christlichen Leben. Es hat seine eigene „Steuerung“. Doch was ist diese Steuerung?
Wenn wir die Bibel lesen, finden wir die Antwort:
Jakobus 3,2–12 (Auszug):
„Denn wir alle straucheln oft. Wenn jemand im Wort nicht strauchelt, der ist ein vollkommener Mann und kann auch den ganzen Leib im Zaum halten …
Siehe, den Pferden legen wir Zäume ins Maul, damit sie uns gehorchen …
Auch die Schiffe, obwohl sie so groß sind und von starken Winden getrieben werden, werden durch ein kleines Ruder gelenkt, wohin der Steuermann will …
So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich großer Dinge …
Die Zunge ist ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit …
Denn jede Art von Tieren … ist zähmbar …
Aber die Zunge kann kein Mensch zähmen; sie ist ein unstetes Übel, voll tödlichen Giftes …
Aus demselben Mund kommt Segen und Fluch. Das soll nicht so sein …“
Diese Schriftstelle zeigt deutlich, dass die Steuerung unseres Lebens die Zunge ist.
Und die Zunge muss sorgfältig bewacht werden, denn wenn der Teufel sie in Besitz nimmt, kann er großen Schaden anrichten – sogar mehr als äußere Stürme und Versuchungen.
Die Bibel warnt uns, dass jemand vielleicht denkt, er habe einen guten Glauben – indem er Witwen hilft, Waisen besucht, gut gekleidet ist, Gottesdienste besucht oder gibt – aber wenn er seine Zunge nicht zügelt, dann ist sein Glaube vergeblich:
Jakobus 1,26:
„Wenn jemand meint, er diene Gott, und zügelt seine Zunge nicht, sondern betrügt sein Herz, dessen Gottesdienst ist nichtig.“
Du bist ein Christ, aber du redest schlecht über andere, verbreitest Gerüchte, gibst Geheimnisse weiter, benutzt unnütze oder sogar schändliche Worte, machst Witze, die sich für einen Christen nicht gehören, und sprichst Worte der Zwietracht und Beleidigung.
Dann spielt es keine Rolle, wie viel du betest, fastest, gibst oder dienst – dein Glaube ist vor Gott wertlos.
Warum? Weil du die Steuerung deines christlichen Lebens (deine Zunge) nicht beherrscht hast und sie dem Feind überlassen hast.
Oft passieren viele Unfälle nicht wegen äußerer Umstände, sondern wegen menschlicher Fehler in der Steuerung. Ein Fahrzeug kann gut sein, neu und stark – aber ein kleiner Fehler am Steuer kann zu einem großen Unfall führen.
Genau das sucht der Teufel bei Christen: Zugang zur „Steuerung“ ihres Lebens – der Zunge. Wenn er sie bekommt, kann er das Leben zerstören.
Du fragst dich vielleicht:
„Warum bete ich, faste ich, gebe ich Almosen, gehe ich in die Kirche – aber mein Tag ist trotzdem schlecht?“
Vielleicht hast du einen wichtigen Bereich deinem Leben dem Feind überlassen: deine Zunge.
Darum sagt die Bibel:
1. Petrus 3,10–12:
„Denn wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der hüte seine Zunge, dass sie nichts Böses rede, und seine Lippen, dass sie nicht betrügen …
Er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach …“
Auch:
Sprüche 10,19:
„Wo viele Worte sind, da hört man den Frevel; wer aber seine Lippen zügelt, ist klug.“
Und:
Sprüche 21,23:
„Wer seinen Mund und seine Zunge bewahrt, der bewahrt seine Seele vor Not.“
Der Schutz der Zunge kommt nicht nur durch Gebet oder Fasten allein, sondern auch durch bewusste Lebensführung. Wenn du in eine Situation kommst, die dich zum falschen Reden verleiten will, dann vermeide sie.
Wenn dir jemand negative Dinge über andere erzählt, versuche, das Gute an dieser Person zu erinnern und darüber zu sprechen.
So wirst du lernen, zu segnen statt zu verfluchen, zu lieben statt zu hassen, zu loben statt zu klagen.
Sprüche 26,20:
„Wo kein Holz ist, da erlischt das Feuer; und wo kein Verleumder ist, da hört der Streit auf.“
Die Bibel sagt auch:
Sprüche 18,21:
„Tod und Leben stehen in der Macht der Zunge; wer sie liebt, wird ihre Frucht essen.“
Die Frage ist also: Liebst du das Leben und möchtest du gute Tage sehen?
Wenn ja, dann bewahre deine Zunge vor Bösem, und der Herr wird dir helfen.
Psalm 141,3:
„Herr, stelle eine Wache vor meinen Mund, behüte die Tür meiner Lippen!“
Der Herr Jesus segne dich reichlich.
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