Verstehe, was es Gott gekostet hat, uns ein Erbe zu geben

by Janet Mushi | 1 Januar 2019 08:46 p.m.01


Das Wort „Erbe“ wird im Wörterbuch definiert als das Empfangen von Besitz nach dem Tod des Eigentümers. Auch in der Bibel beruht das Konzept des Erbes oft auf dem Prinzip, dass der Besitz erst nach dem Tod übergeht – sei es buchstäblich oder symbolisch (wie im Fall eines Bundes oder Testaments). Ein Erbe kann zwar vorher schon verwaltet werden, aber rechtlich wird es erst wirksam, wenn der „Erblasser“ gestorben ist.

Geistlich gesehen spiegelt dies genau das wider, was die Bibel lehrt: Gott hat mit seinem Volk einen Bund geschlossen und ihnen ein Erbe verheißen – ein Erbe, das ihnen durch den Tod und die Auferstehung Christi zuteilwird.


Biblische Grundlage: Tod, Bund und das endgültige Erbe

Hebräer 9,16–17 (LUT 2017) sagt:

„Denn wo ein Testament ist, da muss der Tod dessen geschehen sein, der das Testament gemacht hat. Denn ein Testament tritt erst mit dem Tod in Kraft; es gilt nicht, solange der lebt, der es gemacht hat.“

Der Hebräerbrief macht deutlich: Der Neue Bund – also das von Gott verheißene Erbe – konnte erst durch den Tod Christi in Kraft treten. Ohne Tod keine Rechtsgültigkeit. Theologisch gesprochen ist Christi Tod der „Preis“ oder die „Garantie“ für das Erbe. In Hebräer 9,22 heißt es unmissverständlich:

„Ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.“


Was ist das Erbe? Wer sind die Erben?

Das Erbe

In Hebräer 9,15 (LUT 2017) wird das Erbe als „ewige Erlösung“ und „verheißenes ewiges Erbe“ beschrieben – für alle, die durch das Blut Christi berufen und gereinigt sind.

Wenn Paulus in Epheser 1,18 betet, sagt er:

„Er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist.“

Die Erben: Die Heiligen

Die Erben sind alle, die in Christus sind – Menschen, die ihm vertrauen, durch den Heiligen Geist neu geboren wurden und in einem Bundesverhältnis mit Gott leben. Paulus nennt sie Heilige, Gottes Kinder und Miterben Christi. Das verheißene Erbe ist an Glauben und an Christi vollendetes Werk geknüpft – nicht an unsere eigene Leistung.


Theologische Tiefe: Bund, Erwählung, Erlösung

Um zu verstehen, warum der Tod Christi zentral für unser Erbe ist, hilft es, folgende Konzepte zu betrachten:


Eschatologische Erfüllung – Schon jetzt, aber noch nicht

Dieses Erbe ist sowohl gegenwärtig als auch zukünftig:


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