Bevorzugt Gott Männer gegenüber Frauen?

by Dorcas Kulwa | 2 September 2019 08:46 p.m.09

 


Bevorzugt Gott Männer gegenüber Frauen?

Antwort: Diese Frage wird oft gestellt, besonders beim Lesen von Versen wie:

1. Timotheus 2,13 (LUT):
„Denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva.“

Dieser Vers wird häufig so verstanden, dass Adam gegenüber Eva Priorität habe. Es ist jedoch entscheidend zu erkennen, dass Gott ein Gott von Ordnung und Zweck ist. Wären alle Menschen identisch geschaffen, würden sie gleichzeitig existieren und in allen Bereichen dieselbe Autorität haben, wäre das Leben ohne Struktur und Sinn. Die von Gott festgelegten Rollen und Ordnungen bedeuten nicht, dass der eine dem anderen überlegen ist, sondern spiegeln Sein göttliches Design und Sein Ziel wider.

Theologische Gelehrte betonen, dass Gottes Ordnung Teil Seines Schöpfungsplans ist, der Harmonie und nicht eine Hierarchie aufgrund von Wert darstellt. Zum Beispiel wurden Tiere und Pflanzen vor Adam erschaffen (1. Mose 1). Bedeutet das, dass Tiere Vorrang vor Menschen haben? Offensichtlich nicht. Die Reihenfolge bezieht sich auf Gottes spezifischen Schöpfungsplan und die vorgesehenen Rollen, nicht auf den Wert.

Der Apostel Paulus spricht die Verwirrung an, die entsteht, wenn Geschlechterrollen verschwimmen, besonders in Bezug auf Leiterschaft in der Kirche und im Familienleben. Er fragt die Gläubigen: „Lehrt euch die Natur selbst nicht?“ (1. Korinther 11,14), und deutet damit an, dass die natürlichen Unterschiede zwischen Männern und Frauen Gottes geplante Ordnung offenbaren.

Betrachten wir die einzigartige Rolle der Frau in der Geburt und Fürsorge von Kindern. Egal, wie hingebungsvoll ein Vater ist, er kann ein Kind nicht im Mutterleib tragen oder ernähren. Diese lebensspendende Aufgabe ist einzigartig für Frauen (1. Mose 3,16). Das theologische Konzept des Komplementarismus erkennt an, dass Männer und Frauen im Wert gleich sind, aber unterschiedliche Rollen, Gaben und Verantwortlichkeiten haben.

Ähnlich sind Männer typischerweise für physische Aufgaben wie Schutz und Versorgung ausgestattet (1. Korinther 11,3). Viele Aufgaben können zwar geteilt werden, aber auf eine strikte 50/50-Aufteilung in allen Rollen zu bestehen, ignoriert Gottes Plan und führt zu Verwirrung.

In der Schrift gibt Paulus klare Anweisungen zur Leiterschaft in der Kirche:

1. Korinther 14,34 (LUT):
„Die Frauen sollen in den Gemeinden schweigen. Es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt.“

 

1. Timotheus 2,12 (LUT):
„Einer Frau erlaube ich nicht zu lehren oder über einen Mann zu herrschen, sondern sie soll still sein.“

Diese Verse werden oft im theologischen Rahmen verstanden, dass Frauen unterschiedliche Rollen in der Kirche haben, besonders in Bezug auf Lehre und Autorität über Männer. Manche sehen diese Passagen als kulturell bedingt, während andere, vor allem in evangelikalen und konservativen Traditionen, sie als zeitlose Prinzipien ansehen, die in Gottes Schöpfungsordnung verwurzelt sind.

Einige Frauen, die sich durch diese Anweisungen benachteiligt fühlen, entscheiden sich, auf eine Weise zu lehren oder zu führen, die der Schrift widerspricht, in der irrtümlichen Annahme, sie würden die Kirche aufbauen. Doch die Schrift warnt davor, Gottes Ordnung zu missachten:

1. Korinther 14,37-38 (LUT):
„Wenn jemand meint, ein Prophet oder geistlich zu sein, so erkenne er an, dass das, was ich euch schreibe, des Herrn Gebot ist. Wer dies aber nicht erkennt, ist nicht anerkannt.“

Dies unterstreicht die Bedeutung, sich dem offenbarten Willen Gottes in der Schrift zu unterwerfen und nicht den menschlichen Vorlieben zu folgen.

Fazit: Die Bibel lehrt keine männliche Dominanz, sondern von Gott eingesetzte Ordnung (1. Korinther 11,3). Männer und Frauen sind gleichwertig in Würde und Wert, geschaffen nach dem Bilde Gottes (1. Mose 1,27), aber sie erfüllen unterschiedliche Rollen gemäß Gottes souveränem Plan.

Segenswünsche.

 

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