Ist Masturbation eine Sünde?

by Dorcas Kulwa | 2 September 2019 08:46 p.m.09

 


Ist Masturbation eine Sünde?

Viele fragen sich: Ist Masturbation eine Sünde? Und kann die Ehe wirklich helfen, sexuelle Begierden zu kontrollieren, wie es in 1. Korinther 7,9 vorgeschlagen wird?

Antwort:
Jesus sagte:

Matthäus 5,28 (ELB)
„Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.“

Dieses Wort zeigt ein wichtiges Prinzip: Sünde beginnt im Herzen, nicht nur in unseren Taten. Sexuelle Unmoral – dazu gehören Ehebruch und lustvolle Gedanken – beginnt innerlich. Masturbation, Pornografie und sexuelle Fantasien sind äußere Ausdrucksformen von Begierden, die bereits im Herzen existieren. Sie sind ein Zeichen für ein tieferliegendes geistliches Problem: unkontrollierte Begierde.

Ja, Masturbation ist sündhaft, weil sie bewusstes Nachgeben lustvoller Gedanken und Wünsche beinhaltet. Die Lösung liegt nicht einfach darin, das Verhalten zu unterdrücken – sondern darin, das eigene Leben vollständig Christus hinzugeben.

Römer 6,12-14 (ELB) erinnert uns:
„Lasst die Sünde nicht mehr in eurem sterblichen Leib herrschen, um euren Begierden zu gehorchen. Stellt eure Glieder der Sünde nicht als Werkzeuge der Ungerechtigkeit zur Verfügung, sondern stellt euch selbst Gott dar als vom Tod zum Leben Erweckte, und eure Glieder Gott als Werkzeuge der Gerechtigkeit.“

Dieser Vers zeigt: Um Sünde zu überwinden, müssen wir aktiv entscheiden, uns Gott hinzugeben und den Heiligen Geist unser Herz verändern lassen. Auf ein „Wunder“ zu warten, ohne selbst etwas zu tun, reicht nicht – wahre Veränderung beginnt mit bewusster Hingabe und Handlung.

Ehe als Lösung
Die Bibel spricht über sexuelle Begierde und Ehe in

1. Korinther 7,1-2 (ELB):
„Zu den Dingen, über die ihr geschrieben habt: ‚Es ist gut, wenn ein Mann keine sexuelle Beziehung zu einer Frau hat.‘ Aber um der Versuchung zur Unzucht willen soll jeder Mann seine eigene Frau haben, und jede Frau ihren eigenen Mann.“

Wichtig ist: Die Ehe ist eine Lösung wegen sexueller Versuchung, nicht nur, um Begierden zu vermeiden. Ehebruch ist sexuelles Verhalten außerhalb der Ehe. Die Ehe gibt zwar einen von Gott vorgesehenen Rahmen für sexuelle Beziehungen, beseitigt aber nicht automatisch lustvolle Neigungen. Ohne innere Veränderung können auch verheiratete Menschen mit Versuchungen kämpfen.

Jakobus 1,14-15 (ELB) erklärt:
„Jeder wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gelockt wird. Die Begierde, wenn sie empfangen hat, gebiert Sünde, und die Sünde, wenn sie vollendet ist, bringt den Tod.“

Das zeigt: Das eigentliche Problem liegt in unseren inneren Begierden. Die Ehe allein löst es nicht – echte Veränderung kommt durch Christus.

Praktische Schritte, um Lust zu überwinden

  1. Vollständige Hingabe an Christus: Treffe die bewusste Entscheidung, dein Leben Ihm zu übergeben (Römer 12,1).

  2. Sich von der Sünde abwenden: Gott gibt Kraft denen, die ernsthaft den Weg der Umkehr gehen (Philipper 2,12-13).

  3. Auslöser vermeiden: Verzichte auf Pornografie, lustvolle Filme oder Witze und alles, was sexuelle Begierde weckt.

  4. Auf den Heiligen Geist vertrauen: Er verändert deine Wünsche und stärkt dich, Versuchungen zu widerstehen (Galater 5,16-17).

Es reicht nicht, nur den Wunsch zu haben, aufzuhören – Veränderung erfordert bewusste Entscheidungen und Handeln. Mit der Zeit erneuert der Heilige Geist unser Denken (Römer 12,2), und das, was uns einst beherrscht hat, verliert seine Macht.

Fazit:
Masturbation und Lust sind Sünden, weil sie aus absichtlichem Nachgeben sündiger Begierden entstehen. Die Ehe kann einen richtigen Rahmen für sexuelle Beziehungen bieten, beseitigt aber die Lust nicht aus dem Herzen. Wahre Freiheit kommt durch die Hingabe an Christus, das Streben nach Heiligkeit und die Verwandlung unserer Wünsche durch den Heiligen Geist.

Segen!

 

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