Hat der Apostel Paulus geheiratet?

by Ester yusufu | 4 Oktober 2019 08:46 p.m.10

Ursprünglich hieß der Apostel Paulus Saulus. Nachdem er dem auferstandenen Herrn Jesus Christus auf dem Weg nach Damaskus begegnet war, veränderte sich sein Leben völlig (Apostelgeschichte 9,1–19). Danach nahm er den Namen Paulus an und wurde eine zentrale Figur bei der Verbreitung des Evangeliums.

Paulus wurde in Tarsus geboren, einer bedeutenden Stadt in Kilikien (heutige Türkei), und war von Geburt an römischer Bürger (Apostelgeschichte 22,3–28). Er war Jude aus dem Stamm Benjamin und gehörte den Pharisäern an – einer Gruppe, die das mosaische Gesetz streng befolgte (Philipper 3,5):

„am achten Tag beschnitten, aus dem Volk Israel, vom Stamm Benjamin, Hebräer von Hebräern; was das Gesetz betrifft, ein Pharisäer.“

Paulus’ Junggesellenstatus und sein Zweck

Paulus entschied sich bewusst, unverheiratet zu bleiben (1. Korinther 7,7–8), um sich ganz dem Dienst am Evangelium zu widmen, ohne Ablenkungen oder geteilte Interessen. Er erklärt seine Haltung in 1. Korinther 7,32–33:

„Ich will aber, dass ihr ohne Sorge seid. Wer unverheiratet ist, sorgt sich um die Dinge des Herrn, wie er dem Herrn gefallen kann; wer aber verheiratet ist, sorgt sich um die Dinge der Welt, wie er der Frau gefallen kann.“

Diese Worte zeigen, dass Junggesellenstatus eine tiefere Hingabe an Gottes Dienst ermöglichen kann. Paulus’ Entscheidung ähnelt der anderer biblischer Persönlichkeiten wie Johannes des Täufers (Lukas 1,15) und des Propheten Elija (1. Könige 19,10.13), die ebenfalls unverheiratet blieben und sich voll und ganz Gottes Mission widmeten.

Paulus’ Dienst und Vermächtnis

Die Bibel hebt hervor, dass Johannes der Täufer der größte Prophet vor Christus war (Matthäus 11,11):

„Wahrlich, ich sage euch: Unter allen, die von Frauen geboren sind, ist keiner größer als Johannes der Täufer.“

Elija wurde in den Himmel aufgenommen, ohne den Tod zu erfahren (2. Könige 2,11), ein Zeichen seiner besonderen prophetischen Rolle.

Paulus wiederum gilt als Apostel, der intensiver wirkte als alle vor ihm, das Evangelium zu den Heiden brachte und zahlreiche Gemeinden gründete (1. Korinther 15,10):

„Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin; und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen.“

Sein Junggesellenstatus war also keine Zufälligkeit, sondern eine bewusst vom Heiligen Geist geleitete Entscheidung. Er ermöglichte es Paulus, Gottes Mission mit ungeteilter Hingabe zu erfüllen und die frühe Kirche nachhaltig zu prägen.

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