by Ester yusufu | 4 Oktober 2019 08:46 a.m.10
Viele Menschen denken bei einem Heiligen an jemanden, der moralisch vollkommen ist, niemals sündigt und immer nur gute Werke tut. Das ist die übliche, weltliche Vorstellung. Die Bibel zeigt jedoch ein tieferes, genaueres Bild.
Das Problem der Sünde
Die Bibel lehrt: Alle Menschen haben gesündigt und erreichen nicht Gottes Herrlichkeit. Sünde ist nicht nur ein Fehler, sondern ein Zustand, der uns von Gott trennt (Römer 3,23). Niemand kann durch eigene Anstrengungen oder gute Werke vor Gott als gerecht gelten.
Römer 3,23 – „Denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten.“
Unsere universelle Sündhaftigkeit bedeutet, dass niemand auf Grundlage eigener Gerechtigkeit vor Gott bestehen kann (Jesaja 64,6). Selbst die besten menschlichen Werke sind vor Gott wie „befleckte Lumpen“.
Jesus Christus – der einzige wahre Heilige
Die Bibel nennt Jesus Christus die einzige Person, die ohne Sünde lebte. Er ist einzigartig heilig, weil er ohne Sünde geboren wurde (aus einer Jungfrau) und ein vollkommenes Leben führte (Hebräer 4,15). Nur Jesus erfüllt die Heiligkeit, die nötig ist, um vor Gott zu bestehen.
Hebräer 4,15 – „Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mitfühlen mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem versucht worden ist wie wir, doch ohne Sünde.“
Wegen seines sündenlosen Lebens und seines Opfertodes wird Jesus „heilig“ genannt (Apostelgeschichte 3,14). Er allein erfüllt Gottes Maßstab für Heiligkeit und Gerechtigkeit.
Unsere Stellung „in Christus“
Die gute Nachricht ist: Durch den Glauben an Jesus betrachtet uns Gott als gerecht und heilig – nicht wegen unserer eigenen Werke, sondern aufgrund der Gerechtigkeit Jesu, die uns zugerechnet wird.
Römer 3,24 – „…und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist.“
Wenn wir an Jesus glauben, sieht Gott uns „in Christus“. Unsere Sünden sind vergeben, und seine Gerechtigkeit bedeckt uns wie ein Kleid. Dies nennt man Rechtfertigung durch Glauben.
Jesaja 61,10 – „Ich freue mich sehr am HERRN, meine Seele ist fröhlich über meinen Gott; denn er hat mich gekleidet mit Kleidern des Heils und mich mit dem Gewand der Gerechtigkeit umhüllt.“
Diese Veränderung bedeutet nicht, dass wir sofort moralisch perfekt werden, sondern dass wir durch Jesus vor Gott als heilig erklärt werden.
Wer sind die Heiligen?
Laut Bibel sind Heilige diejenigen, die zu Christus gehören – Menschen, die durch Glauben von Gott geheiligt wurden.
Psalm 16,3 – „Die Heiligen im Land, die vornehmen, sind mein höchstes Gut.“
Im Neuen Testament werden alle Gläubigen oft als Heilige bezeichnet (Römer 1,7; 1. Korinther 1,2). Dabei geht es um ihre Identität in Christus, nicht um moralische Vollkommenheit.
Wie steht es mit der Sünde nach der Errettung?
„In Christus“ zu sein bedeutet nicht, dass wir absichtlich weiter sündigen dürfen. Wahre Gläubige werden vom Heiligen Geist verwandelt, der uns hilft, in Heiligkeit zu wachsen und sich von der Sünde abzuwenden.
1. Johannes 3,9 – „Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde; denn Gottes Same bleibt in ihm, und er kann nicht Sünde tun, weil er aus Gott geboren ist.“
Römer 6,1–2 – „Was sollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit die Gnade zunehme? Das sei ferne! Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie sollen wir noch in ihr leben?“
Wenn wir Jesus annehmen, empfangen wir den Heiligen Geist (Apostelgeschichte 2,38), der uns in alle Wahrheit leitet (Johannes 16,13) und uns befähigt, ein gottgefälliges Leben zu führen.
Möge Gott dich segnen, während du in der Gnade und Erkenntnis von Jesus Christus wächst!
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