by Doreen Kajulu | 27 Dezember 2019 08:46 a.m.12
Jesus sagte:
„Eure Lenden sollen umgürtet sein und eure Lichter brennen. Und ihr sollt Menschen gleichen, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit, damit sie ihm sogleich auftun, wenn er kommt und anklopft. Selig sind die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt. Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich schürzen und wird sie zu Tisch bitten und kommen und ihnen dienen. Und wenn er kommt in der zweiten oder dritten Nachtwache und findet’s so: selig sind sie. Das sollt ihr aber wissen: Wenn der Hausherr wüsste, zu welcher Stunde der Dieb kommt, so ließe er nicht in sein Haus einbrechen. Seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr’s nicht meint.“
— Lukas 12,35–40 (Lutherbibel 2017)
Und weiter sagte er:
„So seid nun wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses kommt: ob am Abend oder um Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder am Morgen; damit er euch nicht schlafend finde, wenn er plötzlich kommt. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wach!“
— Markus 13,35–37 (Lutherbibel 2017)
Diese Verse erinnern uns an einen Hausherrn, der viele Diener hatte. Jeder von ihnen hatte eine bestimmte Aufgabe: Einige bereiteten das Essen zu, andere kümmerten sich um die Tiere, wieder andere sorgten für die Sicherheit des Hauses, und manche erledigten die täglichen Arbeiten. Jeder Diener hatte seine eigene Verantwortung.
Eines Tages verließ der Herr das Haus, um zu einer Hochzeit zu gehen. Bevor er ging, sagte er seinen Dienern, dass sie wachsam bleiben sollten. Er sagte ihnen jedoch nicht genau, wann er zurückkehren würde. Sie sollten jederzeit bereit sein – ob am Abend, um Mitternacht oder am Morgen. Besonders diejenigen, die für die Sicherheit verantwortlich waren, mussten bereit sein, ihm sofort die Tür zu öffnen, wenn er zurückkam. Deshalb lag die Betonung auf ständiger Wachsamkeit, denn die Diener wussten nicht, zu welcher Stunde ihr Herr wiederkommen würde.
Wenn der Herr unerwartet nach einigen Tagen zurückgekehrt wäre und seine Diener schlafend vorgefunden hätte, hätte das ernste Konsequenzen für sie gehabt.
Diese Geschichte ist ein Bild für die Wiederkunft Jesu Christi. Jeder wahre Gläubige ist ein Diener Christi und hat von Gott eine Gabe erhalten, um am Aufbau seines Reiches mitzuwirken. Diese Gaben sollen aktiv eingesetzt werden und Frucht bringen, bis Christus wiederkommt. Wenn er zurückkehrt und eine Gabe ungenutzt oder brachliegend findet, zeigt das nicht nur, dass die Gabe nicht gebraucht wurde, sondern auch, dass der Diener geistlich „eingeschlafen“ ist – abgelenkt durch die Dinge dieser Welt. Das bringt ihn in große Gefahr.
Darum müssen wir uns jeden Tag bewusst machen, dass wir im Auftrag Gottes leben. Wir sind dazu berufen, treu, fleißig und wachsam in den Aufgaben zu sein, die er uns anvertraut hat.
„Denn noch eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und wird nicht lange ausbleiben.“
— Hebräer 10,37 (Lutherbibel 2017)
Schlaft also nicht geistlich ein. Bleibt wachsam und treu, und lasst eure Gaben und euer Handeln den Herrn ehren, während ihr auf seine Wiederkunft wartet.
Möge der Herr euch reichlich segnen.
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