by Salome Kalitas | 31 Dezember 2019 08:46 a.m.12
Gott verlangt nicht das Leichte, Bequeme oder das, was wir übrig haben. Er erwartet Gaben, die wirklich aus dem Herzen kommen Opfer, die uns etwas kosten. Im Zentrum biblischer Anbetung steht das Herz, und ein kraftvolles Beispiel dafür finden wir im Leben König Davids und seiner treuen Männer.
In 2. Samuel 23,13–17 lesen wir, wie David, Isrels gesalbter König, während eines harten Kampfes gegen die Philister versteckt war. Die Feinde hatten auch Bethlehem besetzt. David sehnte sich nach Wasser und sagte zu seinen Männern:
„Ach, dass mir doch jemand einen Schluck Wasser aus dem Brunnen am Tor von Bethlehem holen würde!“ (bibeltv.de)
Das war keine Anordnung nur ein Wunsch aus tiefem Herzen. Doch drei seiner Helden setzten ihr Leben aufs Spiel, drangen durch die feindlichen Linien und holten das Wasser für ihn. Ihr Einsatz zeigt echte Treue, Hingabe und opferbereite Liebe – nicht für das Wasser, sondern für den König, dem sie dienten.
Als man ihm das Wasser brachte, trank David es nicht. Stattdessen goss er es aus:
„… und er wollte es nicht trinken, sondern goss es als Trankopfer für den HERRN aus;
denn er sagte: ›Gott bewahre mich davor, so etwas zu tun! Soll ich etwa das Blut dieser Männer trinken, die ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben?‹“ (bibeltv.de)
David erkannte den Preis des Wassers es stand symbolisch für das Leben der Männer, die dafür alles riskiert hatten. Für ihn war dieses Wasser zu heilig für den eigenen Genuss. Er wollte es Gott darbringen als Opfer und Anbetung.
Auch Jesus, der wahre König und Sohn Davids, bezeichnete seinen Durst am Kreuz:
„… er … spricht, damit sich die Schrift erfülle: Mich dürstet.“ (Johannes 19,28, Lutherbibel 2017) (Bibleserver)
Diese Worte drücken mehr aus als körperlichen Durst. Sie verweisen auf den tiefen seelischen und geistlichen Durst Christi seine Sehnsucht nach Erlösung, Hingabe und Erfüllung des göttlichen Plans. Doch statt Verständnis oder Respekt erhielt er nur Essig ein Zeichen von Ablehnung.
Und auch heute ruft Christus noch: Er sehnt sich nach treuen Herzen, die bereit sind zu geben, was sie lieben.
Jesus macht diesen Ruf in einem Gleichnis ganz konkret:
„… denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben,
ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben …
Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan.“
(Matthäus 25,35–40, Lutherbibel 2017) (Bibleserver)
Jede opferbereite Tat der Liebe Zeit, Geld, Dienst ist ein Geschenk an Christus selbst.
Oft geben Menschen Gott, was leicht zu entbehren ist doch Gott will nicht unser Restliches, sondern unser Bestes.
David drückt das klar aus:
„… ich will dem HERRN, meinem Gott, keine Schlachtopfer darbringen, die mich nichts kosten.“ (2. Samuel 24,24, Lutherbibel 2017)
Echte Anbetung fordert Opfer. Paulus schreibt:
„Ich ermahne euch …, dass ihr euren Leib hingebt als ein lebendiges, heiliges und Gott wohlgefälliges Opfer; das sei euer vernünftiger Gottesdienst.“ (Römer 12,1, Lutherbibel 2017) (die-bibel.de)
Das bedeutet: wenn wir Zeit, Geld, Bequemlichkeit, Komfort geben nicht das Übriggebliebene, sondern das Kostbare , dann bringen wir Gott ein Opfer, das von Herzen kommt.
Jesus selbst lobte die arme Witwe, die alles gab, was sie hatte:
„… sie hat von ihrem Mangel alles gegeben, was sie zum Leben hatte.“ (Markus 12,44, Einheitsübersetzung)
Es zählt nicht die Größe der Gabe sondern der Preis, den sie für uns hatte.
Wenn wir geben, was uns etwas kostet, sieht der Himmel es als Zeugnis unseres Glaubens. In der Offenbarung heißt es über die treuen Zeugen:
„… sie haben ihn überwunden durch das Blut des Lammes und durch das Wort ihres Zeugnisses; sie liebten ihr Leben nicht so sehr, dass sie vor dem Tod zurückschrien.“ (Offenbarung 12,11, Einheitsübersetzung)
Nicht jeder ist zum Märtyrertod berufen. Aber jeder ist berufen, sein Leben in Diensten der Hingabe zu legen. Opferbereites Geben stellt uns in die Gemeinschaft derer, die Christus nachfolgen.
Gott verlangt nicht das Einfache. Er verlangt das Echte.
Nicht das Übriggebliebene, sondern das Wertvollste soll unser Opfer sein – so wie es jene drei Krieger für David taten.
Darum gib:
auch wenn es weh tut,
auch wenn niemand es sieht,
auch wenn du die Belohnung nicht sofort verstehst.
Denn was wir Gott geben, geht nie verloren. Es steigt als heiliges Opfer auf, und Gott füllt uns reichlicher, als wir gegeben haben.
„Gebt, so wird euch gegeben …“ (Lukas 6,38, Lutherbibel 2017)
Schalom.
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