by Janet Mushi | 13 April 2020 08:46 a.m.04
Im Leben durchlebt jeder Mensch, der vom großen Gott geschaffen wurde, etwas, das man Traurigkeit nennt. Das bedeutet, dass wir unvermeidlich Zeiten der Traurigkeit durchmachen, aber auch Zeiten der Freude erleben werden. Jeder Mensch, selbst wenn er Gottes Diener ist, muss diese Phasen durchleben. Unser Herr Jesus Christus, der vollkommen war, hat sie ebenfalls durchlebt – und wie viel mehr wir, die unvollkommen sind! Wir müssen diese Zeiten durchstehen. Traurigkeit ist wie eine Krankheit: Je nachdem, in welchem Umfeld man sich befindet, kann sie zunehmen oder abnehmen.
Traurigkeit kann durch schlechte Nachrichten entstehen, durch ein Unglück, das einen trifft, oder durch etwas, das man noch erwartet, aber fürchtet. Manchmal kommt sie plötzlich, wenn etwas passiert, mit dem man nicht gerechnet hat, nicht geplant hat und das man sich nicht gewünscht hat.
In solchen Momenten versinkt man oft in einem tiefen Gedankenmeer und verliert jede Lust, etwas zu tun – sogar die Lust am Essen und manchmal sogar die Lust am Leben.
Am Tag, an dem unser Herr zum Kreuzgang geführt wurde, erfüllte große Traurigkeit seine Jünger. Er hatte ihnen gesagt, dass seine Zeit bald gekommen sei, dass er gekreuzigt werde und zu seinem Vater zurückkehren werde.
Johannes 16,5-7:
„Jetzt aber gehe ich zu dem, der mich gesandt hat; und niemand von euch fragt mich: Wohin gehst du?
Vielmehr habe ich euch dies gesagt, damit eure Freude erfüllt sei.
Noch etwas sage ich euch: Es ist gut für euch, dass ich weggehe; denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Helfer nicht zu euch; wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden.“
Noch mehr – als Jesus ihnen sagte, dass einer von ihnen ihn verraten werde, durchfuhr ein Schock sie alle. Sie hatten gehofft, dass Christus immer bei ihnen bleiben würde, doch nun wussten sie von Leid und Abschied. Wie sollten sie ohne ihn weiterleben?
Auch in jener Nacht, als Jesus betete, waren seine Jünger vor Kummer völlig erschöpft. Sie konnten nicht wach bleiben.
Lukas 22,45-46:
„Als er vom Gebet zurückkam, fand er sie schlafend vor Kummer.
Er sagte zu ihnen: Warum schlaft ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallt!“
Doch Jesus erkannte ihre Schwäche: Sie waren müde und traurig. Trotzdem forderte er sie auf, wach zu bleiben und zu beten, denn „der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“ Sie mussten ihre Traurigkeit überwinden, denn diese schwere Zeit würde nur kurz sein. Bald würde ihre Freude kommen. Er sagte, sie würden ihn bald nicht mehr sehen, weil er sterben werde, aber dann würden sie ihn wiedersehen, wenn er auferstanden sei, und ihre Freude würde groß sein (siehe Johannes 20,20).
Während dieser Osterzeit lernen wir viel – und eines davon ist: SEI NICHT TRAURIG. Vielleicht hast du Schwierigkeiten durchgemacht, Schmerzen erlebt oder eine schwere Nachricht bekommen, die dein Herz tief belastet. Vielleicht bist du enttäuscht, hast alles aufgegeben und willst deinen Glauben an Gott aufgeben. Doch jetzt ist nicht die Zeit, die Traurigkeit zu nähren oder zu verzweifeln. Jetzt ist die Zeit, aufzustehen und stark zu beten.
Die Traurigkeit ist nur vorübergehend! Bald wird die Freude zurückkehren, so wie es am Anfang war. Du wirst dich fragen, warum du dir überhaupt erlaubt hast, traurig zu sein – und warum du nicht gebetet hast oder Gott gelobt hast, als du diese Traurigkeit hattest.
Also steh jetzt auf, Kind Gottes! Dies ist nicht die Zeit, in der Traurigkeit wächst, sondern die Zeit des Gebets. Die Jünger Jesu verwandelten ihre Traurigkeit in Freude, als sie ihren auferstandenen Herrn sahen. Auch du wirst die Freude wiedersehen. Deine Zeit des Leidens ist fast vorbei, und deine Freude wird groß sein.
Sei nicht traurig! Steh auf, bete und gehe weiter, denn die Schritte, die vor dir liegen, sind weniger als die, die du hinter dir hast. Es ist nicht Zeit, zu verzweifeln, sondern zu beten.
Gott segne dich!
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