by Ester yusufu | 10 Juli 2020 08:46 p.m.07
ANTWORT
Im Tempel Salomos gehörte der goldene Leuchter zu den bedeutsamsten heiligen Gegenständen – neben der Bundeslade und dem goldenen Räucheraltar. Diese Dinge waren keineswegs bloße Dekoration. Jeder einzelne hatte eine tiefe geistliche Bedeutung. Schauen wir uns deshalb den Leuchter genauer an: Was symbolisierte er?
Ganz einfach gesagt: Ohne Licht bleibt jedes Haus dunkel. Ebenso sollte auch das Haus Gottes nicht im Dunkeln liegen. Als Gott Mose die Anweisungen für die Stiftshütte gab, ordnete er an, einen siebenarmigen Leuchter (die Menora) hineinzustellen, der ununterbrochen leuchten sollte.
2. Mose 25,37 (LUT 2017):
„Du sollst sieben Lampen machen und sie oben anbringen, damit sie nach vorn leuchten.“
3. Mose 24,2 (LUT 2017):
„Gebiete den Israeliten, dass sie dir reines Öl aus zerstoßenen Oliven bringen zum Licht, damit Lampen beständig brennen.“
Dieses Licht war also nicht nur praktisch notwendig. Es stand für Gottes ständige Gegenwart und dafür, dass sein Volk geistliche Erleuchtung braucht.
Als Salomo später den Tempel baute – viel größer und herrlicher als die Stiftshütte – wurden mehrere Leuchter benötigt. Die Bibel berichtet von zehn goldenen Leuchtern, je mit sieben Lampen, also insgesamt siebzig Lampen:
2. Chronik 4,7 (LUT 2017):
„Und er machte zehn goldene Leuchter nach der Vorschrift und setzte sie in den Tempel, fünf auf die rechte Seite und fünf auf die linke.“
Die Vielzahl der Lampen verdeutlichte nicht nur Gottes Gegenwart, sondern auch die zunehmende Herrlichkeit Gottes unter seinem Volk, das in seiner Erkenntnis und Anbetung gewachsen war.
Im Neuen Testament enthüllt Jesus die tiefere Bedeutung des Leuchters. Er sagt über seine Jünger:
Matthäus 5,14–16 (LUT 2017):
„Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein … So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“
Christen sollen Gottes Licht widerspiegeln – durch ein heiliges Leben und gute Werke. So wie der Leuchter den Tempel erhellte, sollen Gläubige die Welt mit dem Licht Christi erhellen.
In Offenbarung 1 zeigt Jesus sogar ausdrücklich, dass Leuchter ein Bild für Gemeinden sind:
Offenbarung 1,20 (LUT 2017):
„… die sieben Leuchter sind sieben Gemeinden.“
Damit wird klar: Der Leuchter im Tempel war ein prophetischer Hinweis (vgl. Hebräer 8,5) auf die neutestamentliche Gemeinde. Die Gemeinde ist Gottes geistliches Haus, und die Gläubigen sind seine „Lichter“, die in einer dunklen Welt strahlen sollen (Philipper 2,15).
Im Alten Testament befahl Gott, dass die Lampen ununterbrochen brennen sollten:
3. Mose 24,3 (LUT 2017):
„… dass die Lampen auf dem reinen goldenen Leuchter beständig brennen vor dem HERRN.“
Das lehrt uns bis heute: Unser geistliches Licht darf nicht verlöschen. Wir müssen treu bleiben – in der Wahrheit leben, Frucht bringen und nicht in Kompromisse abrutschen. Jesus warnte eindringlich davor, dass Lampen durch Gleichgültigkeit ausgehen können (Matthäus 25,1–13).
Wenn Christen in Sünde leben – in Lüge, Hass, sexueller Unmoral oder Heuchelei – und dennoch behaupten, Christus zu repräsentieren, dann gleicht ihr Zeugnis einem flackernden, verunreinigten Licht. Es bringt Verwirrung statt Klarheit.
1. Johannes 1,6 (LUT 2017):
„Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit.“
Gott ruft sein Volk dazu auf, klar und unvermischt zu leuchten.
Der Leuchter im Tempel Salomos war weit mehr als ein schönes Kunststück aus Gold. Er war ein kraftvolles Zeichen für Gottes Gegenwart, Reinheit und Wahrheit unter seinem Volk. Im Neuen Testament wird deutlich: Er weist prophetisch auf die Gemeinde hin – auf die Gemeinschaft der wahren Gläubigen, die heute das Licht der Welt sein soll (Matthäus 5,14).
So wie die Lampen im Tempel Tag und Nacht brennen mussten, sollen auch wir ununterbrochen das Licht Christi widerspiegeln. Unser Glaube, unsere Liebe und unsere Heiligkeit sind das „Öl“, das unsere Lampen am Brennen hält.
Philipper 2,15 (LUT 2017):
„… damit ihr leuchtet wie Himmelslichter in der Welt, indem ihr festhaltet am Wort des Lebens.“
Möge Gott uns die Gnade schenken, in dieser dunklen Welt hell zu leuchten – so wie die Lampen in seinem Tempel niemals erloschen.
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