by Rose Makero | 3 Oktober 2020 08:46 a.m.10
Es gibt einen Unterschied zwischen Gott zu danken und Gott die Ehre zu geben.
Wenn Gott etwas Gutes in deinem Leben tut – wenn Er dich tröstet, dir Freude schenkt oder deine Gebete erhört – ist es ganz natürlich, dass ein Mensch mit dankbarem Herzen niederkniet und Gott für das dankt, was Er getan hat. Oft verbinden Gläubige ihren Dank sogar mit einem Dankopfer, und das ist wohlgefällig vor Gott.
Doch es gibt noch etwas, das Gott sehr wohlgefällig ist und noch größere Türen des Segens öffnet: zurückzukehren und Gott die Ehre zu geben.
Gott die Ehre zu geben bedeutet, bewusst zurückzukommen und öffentlich zu bekennen, was Gott für dich getan hat, damit Gott unter den Menschen verherrlicht wird. Es ist das offene Zeugnis von Gottes Macht, Gnade und Treue.
Leider übersehen viele Gläubige diese geistliche Wahrheit, obwohl sie von großer Bedeutung ist. Hast du jemals bewusst zu Gott zurückgefunden, um Ihm für das, was Er in deinem Leben getan hat, die Ehre zu geben?
Betrachten wir diese bekannte Begebenheit aus der Schrift:
Lukas 17,11–19 (Lutherbibel 2017)
Und es begab sich auf dem Weg nach Jerusalem, dass er durch Samarien und Galiläa zog.
Und als er in ein Dorf kam, begegneten ihm zehn aussätzige Männer; die standen von ferne
und erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, lieber Meister, erbarme dich unser!
Und als er sie sah, sprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt euch den Priestern! Und es geschah, als sie hingingen, da wurden sie rein.
Einer aber unter ihnen, als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte um und pries Gott mit lauter Stimme
und fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu Füßen und dankte ihm; und das war ein Samariter.
Jesus aber antwortete und sprach: Sind nicht die zehn rein geworden? Wo sind aber die neun?
Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte, um Gott die Ehre zu geben, als nur dieser Fremde?
Und er sprach zu ihm: Steh auf, geh hin; dein Glaube hat dir geholfen.
Alle zehn wurden geheilt, aber nur einer kehrte zurück, um Gott laut zu preisen und öffentlich zu bezeugen, was geschehen war. Die anderen neun waren vielleicht dankbar. Vielleicht brachten sie sogar Opfer dar. Doch sie kehrten nicht zurück, um Gott öffentlich die Ehre zu geben.
Das zeigt uns eine wichtige geistliche Wahrheit: Danksagung ist gut, aber ein Zeugnis, das Gott verherrlicht, ist noch kraftvoller.
Gott möchte, dass das, was Er in unserem Leben tut, zu einem Zeugnis wird, das andere zu Ihm zieht.
„So sollen sagen die Erlösten des HERRN, die er aus der Not erlöst hat.“
(Psalm 107,2 – Lutherbibel 2017)
Wenn Gott dich von einer Krankheit heilt, die unheilbar schien – erzählst du anderen davon? Oder rühmst du nur Ärzte und erwähnst Gott kaum?
Wenn Gott dir nach vielen Jahren der Unfruchtbarkeit ein Kind schenkt – hören die Menschen klar, dass Gott eingegriffen hat, oder hören sie nur von medizinischen Maßnahmen und menschlichen Bemühungen?
Alles, was wir haben – Gesundheit, Leben, Haus, Arbeit, Bildung, Beförderung, Kraft und Versorgung – kommt von Gott.
„Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts.“
(Jakobus 1,17 – Lutherbibel 2017)
Die Menschen sollen in deinem Leben die Güte Gottes erkennen, nicht nur deine eigene Anstrengung.
„Nicht uns, HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre um deiner Gnade und Wahrheit willen.“
(Psalm 115,1 – Lutherbibel 2017)
Manche versuchen heute, Gott mit Liedern oder Worten zu „verherrlichen“, die voller Stolz, Konkurrenz und Prahlerei sind – als hätte Gott sie gesegnet, damit ihre Feinde leiden.
Das ist nicht das Herz Gottes.
Gott wirkt in unserem Leben nicht, um andere zu demütigen, sondern damit Menschen umkehren und gerettet werden.
„Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten, sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde.“
(2. Petrus 3,9 – Lutherbibel 2017)
Wenn du richtig Zeugnis gibst – woher Gott dich geholt hat, in welchem Zustand du warst und wie Er dich aus Gnade gerettet hat – dann hören die Menschen auf, sich mit dir zu messen, und beginnen, deinen Gott zu suchen.
Sie werden fragen: „Was muss ich tun, damit Gott für mich dasselbe tut wie für dich?“
Das ist die Kraft eines Zeugnisses, das Gott verherrlicht.
„Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses.“
(Offenbarung 12,11 – Lutherbibel 2017)
Versäume es niemals, zurückzukehren und Gott die Ehre zu geben – egal, wie klein das erscheint, was Er für dich getan hat.
Erzähle es in der Gemeinde.
Erzähle es deinen Freunden.
Erzähle es deiner Familie.
Erzähle es überall dort, wo Gott dir eine Tür öffnet.
Doch achte darauf: Dein Ziel muss immer sein, dass Gott verherrlicht wird – nicht du.
„So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“
(Matthäus 5,16 – Lutherbibel 2017)
Der Herr segne dich reichlich.
Amen.
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