by Janet Mushi | 7 Dezember 2020 08:46 p.m.12
Errettung ist ein zentraler Begriff des christlichen Glaubens. Doch was bedeutet Errettung eigentlich? Im Kern beschreibt Errettung die Heilung unserer Seele. Während körperliche Heilung unseren Leib wiederherstellt, geht es bei der Errettung um die Wiederherstellung unserer geistlichen Gesundheit.
Wir alle brauchen Errettung wegen der Sünde, denn sie trennt uns von Gott. Es gibt zwei Arten von Heilung: körperliche Heilung für den Leib und geistliche Heilung für die Seele.
Der Weg zur körperlichen Heilung und der Weg zur geistlichen Heilung unterscheiden sich jedoch grundlegend.
Lasst uns einen Moment über die Geschichte der Israeliten in Ägypten nachdenken. Im Buch 2. Mose (Exodus) lesen wir, dass der Pharao Gottes Anweisungen immer wieder ablehnte. Daraufhin kamen verschiedene Plagen über das Land: Heuschrecken, Fliegen, Frösche und andere tödliche Heimsuchungen.
Jedes Mal, wenn der Pharao zu Mose schrie und ihn bat, zu Gott zu beten, damit die Plage aufhöre, hörte Gott und nahm die Plage weg (vgl. 2. Mose 8,8–13).
So heißt es in 2. Mose 8,8 (Luther 2017):
„Da rief der Pharao Mose und Aaron und sprach: Bittet den HERRN, dass er die Frösche von mir und meinem Volk wegnehme; so will ich das Volk ziehen lassen, dass sie dem HERRN opfern.“
Mose antwortete:
„Es soll geschehen, wie du gesagt hast, damit du erkennst, dass niemand ist wie der HERR, unser Gott“
(2. Mose 8,10).
Sobald Mose betete, nahm Gott die Frösche weg und zeigte damit seine Barmherzigkeit und seine Macht.
Später jedoch verändert sich Gottes Handeln deutlich. Nachdem die Israeliten das Rote Meer durchquert hatten, begannen sie in der Wüste zu murren und sich gegen Gott aufzulehnen. In ihrer Rebellion sandte Gott feurige Schlangen, die das Volk bissen, und viele starben.
Die Menschen riefen zu Mose und baten ihn, zu Gott zu beten, damit er die Schlangen wegnähme. Doch diesmal entfernte Gott die Schlangen nicht. Stattdessen gab er ein Heilmittel.
In 4. Mose (Numeri) 21,8–9 (Luther 2017) sprach der HERR zu Mose:
„Mache dir eine eherne Schlange und richte sie an einer Stange auf. Wer gebissen ist und sie ansieht, der soll leben.“
Mose gehorchte, machte eine eherne Schlange, und jeder, der sie ansah, wurde geheilt. Gott beseitigte also nicht die Ursache des Todes (die Schlangen), sondern schuf einen Weg zur Heilung mitten in der Gefahr.
Das ist ein entscheidender theologischer Punkt: Gott nahm das Problem nicht weg, sondern gab einen Weg, trotz des Problems geheilt zu werden. Genauso entfernt Gott die Sünde nicht vollständig aus der Welt, sondern schenkt einen Ausweg – durch Jesus Christus.
Jesus selbst greift dieses Ereignis auf. In Johannes 3,14–15 (Luther 2017) sagt er:
„Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden,
damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.“
So wie die eherne Schlange erhöht wurde, damit die Israeliten sie ansehen und leben konnten, wurde Jesus am Kreuz erhöht, damit jeder, der an ihn glaubt, ewiges Leben empfängt.
Die Schlangen stehen für die Sünde und ihre Folge – den Tod. Die eherne Schlange ist ein Sinnbild für Christus, der für uns zur Sünde gemacht wurde, obwohl er selbst ohne Sünde war (vgl. 2. Korinther 5,21).
Indem die Israeliten zur Schlange aufblickten, bekannten sie ihre Not und ihren Heilungsbedarf. Ebenso erkennen wir unsere Erlösungsbedürftigkeit, wenn wir auf Jesus am Kreuz blicken.
Die Schlangen wurden nicht entfernt – und auch die Sünde ist bis heute nicht aus unserer Welt verschwunden. Ihre Folgen, besonders der Tod, sind weiterhin sichtbar. Doch wie die Israeliten in der Wüste stehen auch wir vor einer Entscheidung: Nehmen wir Gottes Heilmittel an oder lehnen wir es ab?
Gott sagt in 5. Mose 30,15 (Luther 2017):
„Siehe, ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das Böse.“
Wir können im Weg der Sünde bleiben, der zum geistlichen Tod führt, oder wir können den Weg des Lebens wählen, indem wir Jesus Christus vertrauen, der uns durch sein Opfer am Kreuz ewiges Leben schenkt.
Jesus kam nicht, um die Sünde sofort aus der Welt zu entfernen. Wir sehen weiterhin Leid, Tod und Ungerechtigkeit. Doch er kam, um das Heilmittel gegen die Sünde zu bringen.
In Johannes 1,29 (Luther 2017) sagt Johannes der Täufer über Jesus:
„Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt.“
Durch Jesu Opfer erhalten wir geistliche Heilung – so wie die Israeliten Heilung von den Schlangenbissen empfingen, indem sie im Glauben hinsahen.
Die Botschaft der Errettung wird niemandem aufgezwungen. Sie ist eine persönliche Entscheidung. Gott zwingt niemanden zur Errettung – sie muss bewusst angenommen werden.
So heißt es in Römer 6,23 (Luther 2017):
„Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.“
Du kannst im Weg der Sünde bleiben, dessen Lohn der Tod ist, oder du kannst das Leben wählen, indem du auf Jesus Christus blickst, seine Vergebung annimmst und ihm nachfolgst. Die Entscheidung liegt ganz bei dir.
Die Geschichte der ehernen Schlange zeigt uns, dass Gott die Ursache des Todes nicht entfernte, aber einen Weg zur Überwindung schuf. Ebenso bietet er uns in Jesus Christus den Weg zum Leben an. Jesus wurde für unsere Sünden erhöht, damit wir Heilung und ewiges Leben empfangen können.
Wirst du dich entscheiden, auf ihn zu schauen?
Der Herr segne dich bei dieser Entscheidung. 🙏
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