DAMIT ICH EIN VORBILD SEI FÜR DIE, DIE SPÄTER AN IHN GLAUBEN WERDEN]

by Doreen Kajulu | 12 Januar 2021 08:46 a.m.01

Gepriesen sei der Herr Jesus. Herzlich willkommen – lasst uns gemeinsam das Wort Gottes betrachten.

Paulus ist ein herausragendes Beispiel für Menschen, die heute in der Sünde leben. Wenn man sein früheres Leben ansieht, kann man unglaublich viel lernen. Er selbst bezeugt, dass er früher ein Lästerer war – ein Mensch ohne moralischen Halt. Er sagt außerdem, dass er ein Gewalttäter war, also jemand, der von Hochmut und Härte erfüllt war.

Doch selbst diese Dinge wären noch „gewöhnliche“ Sünden. Das Schlimmste aber war, dass er ein Feind Christi war. Der Geist des Antichristen hatte ihn bereits ergriffen – der Geist der Auflehnung, der Sohn des Verderbens. Und wir wissen: Der Höhepunkt aller Sünde ist die Feindschaft gegen Christus selbst, so wie beim Teufel. Genau an diesem Punkt stand Saulus.

Er war der zentrale Anstifter der Verfolgung aller Heiligen in Jerusalem. Sogar bei der Steinigung des Stephanus war er derjenige, der das ganze Geschehen überwachte. Er war grausam und kannte keinerlei Barmherzigkeit gegenüber denen, die „Christen“ genannt wurden. Seine Gewalt und sein Name verbreiteten sich so stark in den Gemeinden, dass Gläubige flohen und sich versteckten, sobald sie hörten, dass Saulus in der Nähe sei.

Doch selbst das genügte ihm nicht. Er dehnte seine Aktivitäten auf andere Städte aus, holte sich Schreiben, um auch dort Menschen festzunehmen, die Jesus nachfolgten. Zu dieser Zeit war er ein Werkzeug des Teufels im Kampf gegen das Volk Gottes auf Erden. Man kann sich vorstellen, was für ein Mensch er damals war. Der Paulus, den wir heute in seinen Briefen lesen, ist nicht mehr derselbe Saulus von einst.

Aber als die Gnade Gottes ihn erreichte – nur ein einziges Mal – und er gehorchte, erlebte er eine gewaltige Verwandlung. Eine Veränderung, die ihn zu Paulus machte und nicht länger Saulus bleiben ließ. Und je mehr er diese Gnade wertschätzte, desto mehr vermehrte Gott sie in seinem Leben, bis er sogar größer wurde als die Apostel, die als „Säulen“ der Gemeinde galten und persönlich mit Jesus gewandelt waren

1Timotheus 1,12–17 (Luther 2017)

12 Ich danke unserem Herrn Christus Jesus, der mich stark gemacht und für treu erachtet hat und in das Amt eingesetzt
13 mich, der ich früher ein Lästerer und Verfolger und Frevler war; aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren, weil ich’s unwissend tat im Unglauben.
14 Denn die Gnade unseres Herrn ist über die Maßen groß geworden samt dem Glauben und der Liebe in Christus Jesus.
15 Glaubwürdig ist das Wort und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, die Sünder selig zu machen, von denen ich der größte bin.
16 Aber darum ist mir Barmherzigkeit widerfahren, damit Christus Jesus an mir als Erstem alle Geduld erweise, zum Vorbild denen, die an ihn glauben würden zum ewigen Leben.
17 Dem König der Ewigkeit aber, dem unvergänglichen, unsichtbaren, alleinigen Gott, sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen.


Ein Mensch, der Jesus nie leiblich gesehen hat, der nicht beim ersten Pfingstfest dabei war, ein Mensch, der einst der größte Feind des Kreuzes war – heute lesen wir seine Briefe, die uns im Glauben unterweisen.

1. Korinther 15,9–10 (Luther 2017)

9 Denn ich bin der geringste unter den Aposteln und nicht wert, Apostel genannt zu werden, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe.
10 Aber durch die Gnade Gottes bin ich, was ich bin; und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle – nicht aber ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist.


Damit zeigt uns Gott: Er schaut nicht darauf, wie schlimm du ihn früher beleidigt hast oder wie sehr du sein Werk zerstört hast. Was er anschaut, ist dein heutiges Herz – wie ernst du es meinst mit Buße, Umkehr und Gehorsam. Genau dort setzt er an. Er will mit dir beginnen, so wie du heute bist.

Und je ernsthafter du mit ihm gehst, desto mehr wird er dich Schritt für Schritt erhöhen, bis du sogar größer wirst als jene, die lange vor dir im Glauben standen und heute als große Männer und Frauen Gottes gelten. Das ist Gottes Prinzip. Er bevorzugt niemanden, weil dieser Jesus persönlich sah oder mit ihm ging. Wäre es so, hätte Paulus keine Chance gehabt, und Gott hätte nur mit den zwölf Aposteln weitergemacht.

In dem Augenblick, in dem du wirklich Buße tust und dein altes Leben hinter dir lässt, beginnt seine Gnade über dich ausgegossen zu werden. Von diesem Moment an wirst du erhoben.

Darum: Nimm Jesus ganz ernst. Lebe wie jemand, der Buße getan hat. Sei eifrig für ihn – und du selbst wirst erleben, wohin er dich führen kann.

Paulus ist ein lebendiges Beispiel für uns, die heute an Jesus glauben: Gott kann uns so machen wie ihn – oder sogar noch mehr –, wenn wir treu bleiben wie er.

Shalom!

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