ES IST GUT, DASS WIR HIER SIND

by Janet Mushi | 5 Februar 2021 08:46 a.m.02


Gepriesen sei der Name unseres Herrn Jesus Christus, jetzt und in Ewigkeit. Heute haben wir aus Gottes Gnade erneut die Gelegenheit, von Ihm zu lernen. Ich lade euch ein, gemeinsam mit mir über diese Worte des Lebens nachzudenken – besonders in dieser Zeit, in der wir uns dem großen Tag nähern, an dem Christus in Herrlichkeit wiederkommen und sein ewiges Reich aufrichten wird.

Während eines bedeutenden Ereignisses nahm der Herr Jesus Petrus sowie Jakobus und Johannes mit sich auf einen hohen Berg. Dort sprach Petrus einen Satz aus, der eine tiefe geistliche Bedeutung hat. Wenn wir diesen Abschnitt aufmerksam lesen, erkennen wir darin die Herrlichkeit Christi, seinen Auftrag und auch, wie wir unseren Weg des Heils leben sollen. Lasst uns den Bericht zunächst lesen – ich glaube, dass der Herr uns heute dadurch etwas Wichtiges lehren möchte.


Lukas 9,28–36

28 Und es begab sich nach diesen Worten, etwa acht Tage später, da nahm er Petrus, Johannes und Jakobus mit sich und ging auf den Berg, um zu beten.
29 Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Angesichts, und sein Gewand wurde strahlend weiß.
30 Und siehe, zwei Männer redeten mit ihm; es waren Mose und Elia.
31 Sie erschienen in Herrlichkeit und redeten von seinem Ausgang, den er in Jerusalem erfüllen sollte.
32 Petrus aber und die bei ihm waren, waren vom Schlaf beschwert; als sie aber völlig wach wurden, sahen sie seine Herrlichkeit und die zwei Männer, die bei ihm standen.
33 Und es geschah, als diese von ihm schieden, sprach Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Lass uns drei Hütten bauen: dir eine, Mose eine und Elia eine. Er wusste aber nicht, was er sagte.
34 Als er dies sagte, kam eine Wolke und überschattete sie; und sie fürchteten sich, als sie in die Wolke hineingingen.
35 Und eine Stimme kam aus der Wolke und sprach: Dieser ist mein auserwählter Sohn; auf ihn sollt ihr hören!
36 Und als die Stimme verhallte, fanden sie Jesus allein. Und sie schwiegen und verkündeten in jenen Tagen niemandem, was sie gesehen hatten.


Theologische Betrachtung

Die Verklärung Jesu

Das Ereignis auf dem Berg, das wir als die Verklärung Jesu kennen (vgl. Matthäus 17,1–9; Markus 9,2–8), offenbart Jesus in seiner göttlichen Herrlichkeit. Dieser Moment macht deutlich: Obwohl er in Demut unter den Menschen lebte, ist er der ewige Sohn Gottes.

Wie es in Johannes 1,14 heißt:

„Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“


Mose und Elia

Das Erscheinen von Mose und Elia ist kein Zufall. Mose steht für das Gesetz, Elia für die Propheten. Gemeinsam repräsentieren sie das gesamte Alte Testament, das auf Christus hinweist. Ihr Gespräch mit Jesus dreht sich – wie Lukas 9,31 sagt – um seinen „Ausgang“, also um seinen bevorstehenden Tod, seine Auferstehung und seine Himmelfahrt.

Dies erfüllt Jesu Worte aus Lukas 24,44, dass alles erfüllt werden müsse, was im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen über ihn geschrieben steht.


Die offenbarte Herrlichkeit Christi

Als sich das Angesicht Jesu veränderte und seine Kleider leuchtend weiß wurden, offenbarte sich sichtbar seine göttliche Natur. Die Jünger erhielten einen Blick auf den verherrlichten Christus. Er ist nicht nur Lehrer oder Prophet, sondern der Sohn Gottes – bestätigt durch die Stimme aus der Wolke:

Lukas 9,35: „Dieser ist mein Sohn, der Auserwählte; auf ihn sollt ihr hören!“

Diese Worte erinnern an die Bestätigung bei seiner Taufe:

Matthäus 3,17: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“


Petrus’ Reaktion

Petrus’ Vorschlag, drei Hütten zu bauen, hat eine tiefe kulturelle Bedeutung. Während des Laubhüttenfestes erinnerten solche Hütten an Gottes Fürsorge in der Wüstenzeit Israels (vgl. Levitikus 23,42). Seine Worte entsprangen ehrlicher Ehrfurcht – doch er verstand die Tragweite des Augenblicks noch nicht vollständig.

Darauf folgt Gottes direkte Antwort: Nicht Hütten sollen gebaut werden, sondern Jesus soll gehört werden.


Die Wolke und die Stimme Gottes

Die Wolke steht für die offenbarte Gegenwart Gottes, so wie Gott sich Mose und dem Volk Israel in der Wolke zeigte (vgl. 2. Mose 16,10; 19,9). Die Stimme aus der Wolke bestätigt nicht nur Jesu Identität, sondern ruft zum Gehorsam auf.

Dies erfüllt die Verheißung aus 5. Mose 18,15, wo Gott ankündigt, einen Propheten wie Mose zu senden – und auf ihn sollen die Menschen hören.


Das Schweigen der Jünger

Nach dieser Offenbarung schwiegen die Jünger. Jesu Herrlichkeit sollte erst nach seinem Leiden und seiner Auferstehung vollständig offenbart werden. Er kam nicht, um menschliche Ehre zu empfangen, sondern um für die Erlösung der Welt zu leiden. Dieser Moment war ein Vorgeschmack auf die zukünftige Herrlichkeit.


Zentrale Lehren für uns

Die göttliche Natur Christi

Jesus ist nicht nur eine historische Gestalt, sondern der ewige Sohn Gottes. Die Verklärung ruft uns zur Anbetung auf. Wie Kolosser 1,15–17 bezeugt:

„Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung.“


Unsere Antwort

Wie Petrus reagieren auch wir manchmal aus Unverständnis. Doch Gottes Gnade ist geduldig. Unsere Berufung ist es, auf Jesus zu hören, seinem Wort zu gehorchen und seinem Plan zu vertrauen.

Johannes 10,27: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir.“


Die Gegenwart Gottes

Die Wolke erinnert uns daran, dass Gott auch heute bei uns ist – durch sein Wort und durch den Heiligen Geist. Wir sind eingeladen, in seiner Gegenwart zu leben und im Glauben zu wandeln, im Vertrauen darauf, dass er seine Herrlichkeit zur rechten Zeit offenbart.


Der Ruf zur Nachfolge

Petrus wollte bleiben und handeln – doch Gott ruft zum Hören und Gehorchen. „Auf ihn sollt ihr hören“ bedeutet nicht nur zuhören, sondern folgen. Jesus ruft uns nicht zum Zuschauen, sondern zur Nachfolge.

Lukas 9,23: „Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz täglich auf sich und folge mir nach.“


Schlussgedanken

Dieser Abschnitt aus Lukas lädt uns ein, über die Herrlichkeit Christi und unsere Antwort darauf nachzudenken. So wie Petrus, Jakobus und Johannes einen Blick auf Jesu göttliche Natur erhielten, sind auch wir berufen, auf ihn zu hören und seine Herrschaft in unserem Leben anzuerkennen.

Das Evangelium ist nicht nur eine Botschaft, die wir hören, sondern ein Leben, das wir führen – im Gehorsam und im Vertrauen auf Gottes Plan. Auch wenn wir nicht immer alles verstehen, wird unser Glaube an Christus uns an seiner Herrlichkeit teilhaben lassen, so wie es bei den Jüngern geschah.

Schalom.


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