by Janet Mushi | 25 März 2021 08:46 p.m.03
(Johannes 13,7)
Als Jesus seinen Jüngern die Füße wusch – eine Aufgabe, die normalerweise dem niedrigsten Diener vorbehalten war –, war Petrus schockiert und zögerte. Seine Reaktion offenbart einen zutiefst menschlichen Kampf: die Schwierigkeit, Gottes Wege anzunehmen, wenn sie nicht unseren Erwartungen entsprechen. Petrus sagte sinngemäß: „Niemals sollst du mir die Füße waschen!“ (vgl. Johannes 13,8). Doch Jesus antwortete: „Was ich tue, das verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber später erkennen“ (Johannes 13,7).
Diese Begebenheit lehrt uns eine tiefgehende Wahrheit: Gottes Handeln übersteigt oft unser momentanes Verständnis. Vieles von dem, was Gott in unserem Leben tut, ergibt zunächst keinen Sinn. Manche Lektionen und Absichten werden uns erst im Rückblick klar – oder eben „später“, wie Jesus es ausdrückte.
In der christlichen Theologie spricht man hier von der göttlichen Vorsehung – Gottes souveräner und weiser Leitung der Welt und unseres Lebens (vgl. Römer 8,28). Selbst wenn Umstände schmerzhaft oder verwirrend erscheinen, ist Gott am Werk – zu unserem letztendlichen Guten.
Als Gläubiger kannst du Prüfungen erleben, die unfair oder unverständlich wirken. Vielleicht stellst du dir Fragen wie:
Warum ich, während andere, die in Sünde leben, Erfolg haben?
Warum diese Not, diese Krankheit oder Ablehnung wegen meines Glaubens?
Warum lässt Gott solche Kämpfe zu, obwohl ich ihm treu diene?
Das sind dieselben Fragen, mit denen auch Hiob rang, als er mit scheinbar unerklärlichem Leid konfrontiert wurde (Hiob 1–2). Seine Geschichte zeigt uns, wie man Gott auch dann vertraut, wenn Antworten ausbleiben.
Wenn du gerade durch eine solche Zeit gehst, dann wisse: Gott formt deinen Charakter und deinen Glauben (Jakobus 1,2–4). Deine gegenwärtigen Prüfungen können zu einem Zeugnis werden, das andere ermutigt, die Ähnliches durchmachen. Oder sie bereiten dich auf eine größere Aufgabe vor.
Jeremia 29,11 erinnert uns an Gottes gute Absichten:
„Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“
Dieser Vers versichert uns Gottes Wohlwollen und seine guten Pläne für seine Kinder – auch dann, wenn der Weg schwer erscheint.
Es gibt zudem die Realität der eschatologischen Hoffnung – die feste Erwartung von Gottes endgültiger Wiederherstellung am Ende der Zeit (Offenbarung 21,4). Diese Hoffnung auf die letzten Tage bedeutet, dass Gott letztlich Gerechtigkeit, Heilung und ewigen Frieden bringen wird. Von dieser Perspektive aus wirst du die Weisheit in den Prüfungen erkennen, die du durchlebt hast.
Wir werden davor gewarnt, bitter zu werden oder ständig zu klagen, wenn wir Schwierigkeiten begegnen (Philipper 2,14). Stattdessen sind wir aufgerufen, im Glauben standzuhalten und auf Gottes Zeitplan und seine Absichten zu vertrauen.
Paulus erinnert uns in 1. Korinther 13,12:
„Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.“
Dieser Vers macht deutlich, dass unser Wissen in diesem Leben begrenzt ist im Vergleich zu der vollkommenen Erkenntnis, die wir in der Ewigkeit haben werden, wenn wir Gott von Angesicht zu Angesicht sehen. Er ermutigt uns zu Geduld und Vertrauen, wenn Antworten nicht sofort kommen.
Darum richte deinen Blick weiterhin auf Jesus (Hebräer 12,2), liebe ihn und vertraue auf seine Treue. Er wird dich niemals verlassen (5. Mose 31,6). Ihm gebühren Lob und Ehre in Ewigkeit.
Amen.
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