by Dorcas Kulwa | 19 Juli 2021 08:46 p.m.07
„Am Tag meiner Angst werde ich auf dich vertrauen“
David sagte:
Psalm 56,3-4 (LUT)
„Wenn ich mich fürchte, setze ich mein Vertrauen auf dich. Auf Gott, dessen Wort ich lobe, vertraue ich; auf Gott vertraue ich, ich fürchte mich nicht. Was können Menschen mir tun?“
Dieser Psalm zeigt auf eindrückliche Weise, wie tiefes Vertrauen in Gott die einzige wirksame Antwort auf Angst ist. Selbst in lebensbedrohlichen Situationen wählt David den Glauben über die Furcht. Er erinnert uns daran, dass unser Halt nicht in menschlicher Macht liegt, sondern in Gottes Treue und seinen Verheißungen.
Solange wir auf dieser Erde leben, werden wir Prüfungen und Angstmomente erleben – ganz gleich, wie geistlich reif oder „vollkommen“ wir sind. Die Bibel macht deutlich, dass selbst die Frommsten Zeiten des Leidens erfahren (Johannes 16,33; 2. Timotheus 3,12). Diese „Tage der Angst“ prüfen unseren Glauben und machen deutlich, wie notwendig ein beständiges Vertrauen in Gott ist.
David beschreibt sie treffend als „die Tage meiner Angst“ – Momente großer geistlicher und emotionaler Belastung.
Trauer
Der plötzliche Verlust geliebter Menschen erschüttert selbst den stärksten Glauben. Hiob ist das klassische Beispiel (Hiob 1,13-19): Er verlor alle seine Kinder in einer einzigen Katastrophe und blieb dennoch Gott treu.
Verfolgung und Gefahr
David selbst wurde von König Saul unablässig verfolgt – ein Bild für die Prüfungen von Gläubigen unter Verfolgung. In der Bibel finden wir immer wieder Beispiele für Menschen, die „auf der Flucht“ für ihren Glauben leben mussten (Hebräer 11,37-38).
Schwere Krankheit
Plötzliche, schwächende Krankheiten können Hoffnungslosigkeit hervorrufen. Epaphroditus’ Beinahe-Tod während seines Dienstes für das Evangelium (Philipper 2,25-27) zeigt, dass auch treue Diener Gottes ernsthafte Prüfungen erleben.
Verrat
Verrat durch enge Vertraute kann tiefe Wunden schlagen – wie Jesus es durch Judas erfahren hat (Matthäus 26,14-16). Solcher Verrat stellt unser Vertrauen auf die Probe.
Verlust von Besitz
Wie Hiob erleben wir Angst, wenn wir materiellen Wohlstand und Sicherheit verlieren. Doch die Bibel ermutigt uns, auch in solchen Situationen Gott treu zu bleiben (Hiob 1,21).
Wenn du dich in einer solchen Situation befindest, verzweifle nicht und wende dich nicht von Gott ab. Folge Davids Beispiel: „Wenn ich mich fürchte, werde ich auf dich vertrauen.“ Dieses Vertrauen ist ein Akt des Glaubens, der Gottes Herrschaft und Fürsorge anerkennt, selbst in scheinbar ausweglosen Umständen.
Hiob zeigt uns ein starkes Vorbild: Obwohl seine Frau ihn aufforderte, Gott zu verfluchen und zu sterben, blieb er standhaft (Hiob 2,9-10). Seine Haltung ist ein Zeugnis von Ausdauer und Hoffnung.
Jeremia 29,11
„Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“
Dieses Versprechen erinnert uns daran, dass Gottes Pläne letztlich zu unserem Guten sind, auch wenn wir den Weg noch nicht sehen.
Jakobus 5,11
„Seht, wir halten für selig, die standhaft geblieben sind. Ihr habt von der Standhaftigkeit Hiobs gehört und den Zweck des Herrn gesehen, wie der Herr barmherzig und gnädig ist.“
Gottes Barmherzigkeit trägt die, die in Prüfungen standhaft bleiben.
Hiob erlebte, wie Gott ihm das Doppelte dessen zurückgab, was er verloren hatte, und segnete ihn mit einer neuen Familie (Hiob 42,10-17). Die Hoffnung auf Auferstehung zeigt uns die endgültige Wiederherstellung.
David hingegen, obwohl von Saul verfolgt, verlor nie sein Vertrauen in Gott. Letztlich bewahrte und erhob Gott ihn (1. Samuel 24; 2. Samuel 7).
Aus diesen Passagen lernen wir:
Gottes Souveränität: Er hat die Kontrolle, selbst wenn alles chaotisch erscheint.
Glaube statt Angst: Vertrauen in Gott ist eine geistliche Disziplin und Ausdruck seiner Gnade.
Gottes Mitgefühl und Wiederherstellung: Leid ist vorübergehend; Gottes Barmherzigkeit bleibt ewig.
Hoffnung auf Auferstehung: Unsere endgültige Heilung und Wiedervereinigung finden wir in Christus.
Jesaja 53,4 bestätigt dies:
„Gewiss, er hat unsere Leiden getragen und unsere Schmerzen auf sich genommen …“
Jesus trug unsere Ängste und Sorgen, damit wir Frieden haben können.
Möge der Herr dich segnen und deinen Glauben in den Tagen deiner Angst stärken.
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