by Dorcas Kulwa | 4 August 2021 08:46 p.m.08
LASS NICHT ZU, DASS WARTEZEITEN DEINE ZEIT MIT GOTT VERSCHWENDEN
Preist den Namen unseres Herrn Jesus Christus! Nehmen wir uns einen Moment Zeit, um über lebensspendende Worte unseres Gottes nachzudenken.
Es gab eine Zeit, da wurde der Apostel Petrus als Gast in das Haus eines Mannes namens Simon eingeladen (Apg 10). Eines Tages wurde Petrus sehr hungrig – so hungrig, dass es auffiel, wahrscheinlich weil er seit dem Vortag nichts gegessen hatte (Apg 10,9). Als die Mahlzeit vorbereitet wurde, brauchte er dringend etwas zu essen. Interessant ist der Zeitpunkt: Es war etwa zur Mittagszeit, der sechsten Stunde, die unter den Juden traditionell eine Gebetszeit war (Mk 15,33; Apg 3,1). Petrus’ Hunger fiel also genau in einen heiligen Moment geistlicher Disziplin.
Die Vision und ihre Bedeutung
Anstatt einfach nur seinen Hunger zu stillen, nutzte Petrus diese Wartezeit, um in Gebet und Gemeinschaft mit Gott einzutreten. Während des Gebets fiel er in eine Trance und erhielt eine tiefgreifende Vision, die das Verständnis der frühen Kirche vom Heil grundlegend veränderte.
Apg 10,9-13 (ESV):
„Am nächsten Tag, als sie auf dem Weg in die Stadt waren, ging Petrus zur sechsten Stunde auf das Dach, um zu beten. Und er wurde hungrig und wollte essen; während jedoch etwas zubereitet wurde, fiel er in Trance. Und er sah den Himmel geöffnet und etwas wie ein großes Leinentuch herabkommen, das an seinen vier Ecken gehalten wurde, und es kam zu ihm herab. Darin waren alle Arten von Tieren, Reptilien und Vögeln des Himmels. Und eine Stimme sprach zu ihm: ‚Steh auf, Petrus, schlachte und iss.’“
Theologisch zeigt diese Vision, dass die Barriere zwischen Juden und Heiden durchbrochen wird. Petrus’ anfängliche Zurückhaltung, „unreine“ Tiere zu essen, symbolisiert den anfänglichen Widerstand der frühen Kirche, Heiden in die Glaubensgemeinschaft aufzunehmen. Gott lehrte Petrus, dass das Heil durch Jesus Christus allen Menschen gilt – nicht nur den Juden (Apg 10,34-35). Dieser Moment markierte einen Wendepunkt: Die Botschaft des Evangeliums sollte alle Völker erreichen.
Was wir für unsere Wartezeiten lernen können
Beeindruckend ist, dass Petrus seine Wartezeit trotz körperlicher Schwäche Gott widmete. Anstatt Zeit zu verschwenden, trat er in eine geistliche Begegnung ein, die die Geschichte veränderte.
Auch heute lassen viele Christen ihre Zeit mit Gott durch Warten auf weltliche Dinge unterbrechen – sei es Schule, Job, Ehe oder Beförderung. Aber Warten muss nicht vergeudet sein:
Warte auf die Schule? Nutze die Zeit, um Gottes Angesicht zu suchen (Ps 27,8) und in Seinem Werk zu dienen.
Warte auf einen Job? Statt zu verzweifeln, engagiere dich im Dienst, teile das Evangelium (Mt 28,19-20) und vertiefe deinen Glauben.
Warte auf die Ehe? Wie Petrus, nutze die Zeit, um geistlich zu wachsen, während Gott deinen zukünftigen Ehepartner vorbereitet (Spr 3,5-6).
Warte auf Erfolg oder Beförderung? Setze deine Energie in Gottes Reich ein (Mt 6,33), statt weltlichem Erfolg nachzujagen.
Biblische Ermutigung
Auch die Apostel mussten warten. Doch sie nutzten diese Zeiten weise – daraus entstand die Kirche, und das Evangelium breitete sich aus (Apg 2). Warten ist Teil von Gottes Plan, uns zu formen und uns tiefere Wahrheiten zu offenbaren.
Römer 8,25 (NIV):
„Wenn wir aber auf das hoffen, was wir noch nicht haben, warten wir geduldig darauf.“
Jakobus 1,4 (ESV):
„Die Standhaftigkeit aber soll zu ihrem vollen Werk führen, damit ihr vollkommen und vollständig seid, ohne Mangel an nichts.“
Lass nicht zu, dass Wartezeiten deine Zeit mit Gott stehlen oder dich von Seinem Plan ablenken. Lass dein Verlangen nach Erfolg, Ehe oder Durchbruch Gott niemals verdrängen. Sieh Warten als heilige Zeit für Gebet, Wachstum und Offenbarung.
Möge der Herr dich reichlich segnen, während du deine Wartezeiten treu zu Seiner Ehre nutzt.
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