by Dorcas Kulwa | 25 August 2021 08:46 p.m.08
Gepriesen sei der Name unseres Herrn Jesus Christus.
Die Heilige Schrift zeigt uns immer wieder, wie wichtig es ist, die Taten Gottes nicht zu vergessen, sondern sie bewusst im Gedächtnis zu bewahren. Erinnerung ist in der Bibel kein bloßer mentaler Vorgang, sondern ein geistlicher Akt des Glaubens. Wer sich erinnert, hält fest, was Gott getan hat – und schöpft daraus neue Kraft.
Der Psalmist ruft uns eindringlich dazu auf:
Psalm 103,2 (LUT 2017):
„Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“
Vergessen führt geistlich zur Schwächung, Erinnerung hingegen zur Erneuerung des Glaubens. Darum ist es von großer Bedeutung, die Werke des Herrn im eigenen Leben festzuhalten. Jede Gebetserhörung, jede Bewahrung, jede übernatürliche Hilfe sollte bewusst bewahrt werden – im Herzen und, wenn möglich, auch schriftlich. Denn es werden Zeiten kommen, in denen der Glaube geprüft wird.
Die Bibel lehrt uns klar, dass Prüfungen Teil des geistlichen Lebens sind:
1. Petrus 1,6–7:
„Jetzt müsst ihr eine kleine Zeit traurig sein in mancherlei Anfechtungen, damit euer Glaube, der viel kostbarer ist als vergängliches Gold, sich bewährt.“
In solchen Zeiten ist die Erinnerung an Gottes vergangenes Handeln oft der Anker, der uns davor bewahrt, mutlos zu werden.
Davids Sieg über Goliath war kein spontaner Akt religiösen Mutes, sondern das Ergebnis eines Glaubens, der auf Erinnerung gegründet war. David hatte gelernt, Gottes Treue im Verborgenen zu erkennen, lange bevor er öffentlich siegte.
1. Samuel 17,37 (LUT 2017):
„Der HERR, der mich errettet hat aus den Klauen des Löwen und aus den Klauen des Bären, der wird mich auch erretten aus der Hand dieses Philisters.“
Theologisch betrachtet erkennen wir hier ein wichtiges Prinzip:
👉 Vergangene Rettung wird zur Grundlage zukünftigen Vertrauens.
David argumentiert nicht emotional, sondern heilsgeschichtlich: Derselbe Gott, der früher eingegriffen hat, ist auch heute derselbe.
Hebräer 13,8:
„Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“
Wäre David ein Mensch gewesen, der Gottes Taten vergessen hätte, wäre sein Glaube im entscheidenden Moment zusammengebrochen. Erinnerung war der Nährboden seines Mutes.
Ein weiteres zentrales Beispiel finden wir bei Maria, der Mutter Jesu. Ihre Rolle ist theologisch tiefgründiger, als sie oft wahrgenommen wird. Maria war nicht nur die Mutter Jesu, sondern auch eine Bewahrerin heilsgeschichtlicher Offenbarung.
Zweimal betont das Lukasevangelium ausdrücklich:
Lukas 2,19:
„Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.“
Lukas 2,51:
„Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen.“
Das griechische Wort, das hier für „behalten“ verwendet wird (συντηρέω – syntēréō), bedeutet:
sorgfältig bewahren, schützen, nicht verlieren lassen.
Theologisch gesehen war Maria damit eine lebendige „Trägerin der Erinnerung“, durch die Gott später Offenbarung weitergab. Lukas selbst bestätigt, dass sein Evangelium auf den Berichten von Augenzeugen beruht:
Lukas 1,2–3:
„… wie sie uns überliefert haben, die es von Anfang an selbst gesehen haben … habe auch ich beschlossen, es für dich der Reihe nach aufzuschreiben.“
Das zeigt uns:
Gott wirkt nicht nur durch Wunder, sondern auch durch Menschen, die treu bewahren, was sie gesehen und gehört haben.
Ohne Marias Erinnerung hätten wir wesentliche Teile der Weihnachtsgeschichte, der Kindheit Jesu und seiner frühen Charakterzüge nicht.
Die Bibel verbindet Erinnerung immer auch mit Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.
Psalm 78,4:
„Wir wollen es nicht verschweigen ihren Kindern, sondern dem kommenden Geschlecht rühmen die Taten des HERRN.“
Das Bewahren geistlicher Zeugnisse ist daher kein persönlicher Luxus, sondern ein geistlicher Auftrag. Was Gott in deinem Leben tut, ist nicht nur für dich bestimmt, sondern kann ein Fundament für andere werden – für deine Kinder, deine Gemeinde, ja sogar für Generationen nach dir.
Darum sagt die Schrift:
Sprüche 13,22 (LUT 2017):
„Ein guter Mensch vererbt den Kindeskindern; aber der Reichtum des Sünders wird für den Gerechten aufgespart.“
Dieses Erbe ist nicht nur materiell, sondern vor allem geistlich.
Lasst uns daher lernen, bewusst zu erinnern. Lasst uns Zeugnisse sammeln, bewahren und weitergeben. Denn die Erinnerung an Gottes Taten stärkt unseren Glauben, schützt uns in Prüfungen und wird für andere zur Quelle der Hoffnung.
Der Herr segne uns und lehre uns, seine Werke nicht zu vergessen.
Bitte teilt diese gute Botschaft auch mit anderen.
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