NEUER HIMMEL UND NEUE ERDE.

by Dorcas Kulwa | 27 August 2021 08:46 a.m.08

 


NEUER HIMMEL UND NEUE ERDE

Teil 1 – Der göttliche Heilsplan mit Himmel und Erde

Ich grüße dich im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dessen Name über alle Namen erhöht ist (vgl. Philipper 2,9–11). Du bist herzlich willkommen zum Studium der Worte des Lebens. In dieser Lehre wollen wir uns mit einem der tiefgründigsten Themen der Heiligen Schrift beschäftigen: dem neuen Himmel und der neuen Erde.

Viele Gläubige stellen sich berechtigterweise folgende Fragen:

Um diese Fragen biblisch fundiert zu beantworten, müssen wir zunächst Gottes Handeln mit Himmel und Erde von Anfang an verstehen.

1. Der ursprüngliche Zustand von Himmel und Erde

Die Bibel beginnt mit einer klaren und machtvollen Aussage:

(1. Mose 1,1 – Luther 2017)

„Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“

Der Begriff „Himmel“ (hebr. schamajim) umfasst hier nicht nur den sichtbaren Himmel, sondern den gesamten geschaffenen Kosmos: Raum, Sterne, Planeten und geistliche Bereiche. Die „Erde“ bezeichnet den von Gott bestimmten Lebensraum für seine Schöpfung, insbesondere für den Menschen.

Die Schrift bezeugt, dass Gottes Schöpfung ursprünglich vollkommen war. Gott ist ein Gott der Ordnung, des Lebens und der Schönheit:

(1. Mose 1,31 – Luther 2017)

„Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“

2. Die Verwüstung der Erde vor der Erschaffung des Menschen

In 1. Mose 1,2 lesen wir:

„Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.“
(Luther 2017)

Das hebräische Wort „tohu wa-bohu“ („wüst und leer“) beschreibt einen Zustand völliger Verwüstung und Lebenslosigkeit. Wichtig ist dabei:
Die Bibel macht deutlich, dass dieser Zustand nicht Gottes ursprünglicher Wille war.

(Jesaja 45,18 – Luther 2017)

„Denn so spricht der HERR, der die Himmel geschaffen hat – er ist Gott –, der die Erde gemacht und bereitet hat: Er hat sie nicht als Öde geschaffen, sondern zum Bewohnen.“

Theologisch bedeutet das:
Zwischen 1. Mose 1,1 und 1. Mose 1,2 muss ein katastrophales Ereignis stattgefunden haben. Viele bibeltreue Ausleger bringen dies mit dem Fall Satans in Verbindung (vgl. Jesaja 14,12–15; Hesekiel 28,12–17). Die Bibel offenbart dieses Geschehen jedoch nur indirekt – es bleibt ein verborgenes Geheimnis Gottes (vgl. 5. Mose 29,28).

3. Die Wiederherstellung der Erde und der Fall Adams

Als Gott den Menschen erschaffen wollte, begann er mit der Wiederherstellung der Erde. Die sechs Schöpfungstage sind theologisch gesehen keine Ersterschaffung, sondern eine Neuordnung und Belebung.

Doch der Mensch fiel in Sünde:

(Römer 5,12 – Luther 2017)„Darum, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen.“

Mit dem Sündenfall trat nicht nur geistlicher Tod ein, sondern auch Verfall, Leid und Gericht über die gesamte Schöpfung:

(Römer 8,20 – Luther 2017)

„Denn die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen worden.“

4. Das Gericht durch die Sintflut

Als die Bosheit der Menschen zunahm, richtete Gott die Welt durch Wasser:

(1. Mose 6,6 – Luther 2017)

„Da reute es den HERRN, dass er den Menschen gemacht hatte auf Erden.“

Nur Noah fand Gnade:

(1. Mose 6,8 – Luther 2017)

„Noah aber fand Gnade in den Augen des HERRN.“

Die Sintflut war ein globales Gericht, bei dem die damalige Weltordnung unterging:

(2. Petrus 3,6 – Schlachter 2000)

„Durch diese wurde die damalige Welt vom Wasser überschwemmt und ging zugrunde.“

Nach der Flut wurde die Erde zwar wieder bewohnbar, aber nicht mehr in ihrer ursprünglichen Herrlichkeit. Die Lebensspanne der Menschen wurde begrenzt:

(1. Mose 6,3 – Luther 2017)

„So sollen nun ihre Tage 120 Jahre betragen.“

5. Das zukünftige Gericht durch Feuer

Die Schrift lehrt eindeutig, dass ein weiteres, endgültiges Gericht kommen wird:

(2. Petrus 3,7 – Luther 2017)

„Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart für das Feuer.“

Dieses Gericht wird kosmische Ausmaße haben:

(2. Petrus 3,10 – Luther 2017)

„Der Tag des HERRN wird kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel mit großem Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen.“

Auch die Offenbarung beschreibt dieses Gericht in erschütternden Bildern (vgl. Offenbarung 16,17–21).

6. Theologischer Ausblick: Warum Gott richtet

Gott richtet nicht aus Willkür, sondern:

Jesaja 65,17 – Luther 2017)

„Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde.“

Diese neue Schöpfung ist das Ziel von Gottes Heilsplan.

Übergang zu Teil 2

Diese Grundlagen sind entscheidend, um zu verstehen, warum es einen neuen Himmel und eine neue Erde geben muss.
Im zweiten Teil werden wir biblisch untersuchen:

NEUER HIMMEL UND NEUE ERDE – Teil 2
NEUER HIMMEL UND NEUE ERDE – Teil 3

(2. Petrus 3,14 – Luther 2017)„Darum, meine Geliebten, weil ihr darauf wartet, seid eifrig bemüht, dass ihr vor ihm unbefleckt und untadelig im Frieden befunden werdet.“

Wenn du möchtest, kann ich im nächsten Schritt:

 

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