by Dorcas Kulwa | 31 August 2021 08:46 p.m.08
Gottes Bedingung für Vergebung verstehen
Durch die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, Schalom!
Heute möchte ich über ein wichtiges Thema sprechen, das viele Gläubige oft übersehen: Gottes Bedingung für die Vergebung unserer Sünden. Dies ist nicht nur ein theologisches Konzept, sondern ein praktisches geistliches Prinzip, das unsere Beziehung zu Gott entscheidend beeinflusst. Wenn wir diese Wahrheit missverstehen, könnten wir unser ganzes christliches Leben in dem Glauben verbringen, vergeben zu sein – obwohl wir es in Wirklichkeit nicht sind.
Bitte lies aufmerksam bis zum Ende – es könnte deine Ewigkeit betreffen.
Die Bibel sagt klar:
(Römer 3,23)
„Alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit Gottes.“
Niemand ist ausgenommen. Selbst wenn wir offensichtliche, bewusste Sünden vermeiden, gibt es doch versteckte Fehler und unbeabsichtigte Vergehen, die wir täglich begehen – sei es durch unsere Worte, unsere Haltung oder Nachlässigkeit (Psalm 19,12).
Vielleicht verletzen wir jemanden ohne Absicht mit einem harmlos gemeinten Kommentar. Aber in Gottes Augen ist es keine Kleinigkeit, wenn wir unseren Bruder zum Stolpern bringen (Matthäus 18,6). Deshalb ist ein Leben in beständiger Buße für jeden Christen unerlässlich (1. Johannes 1,9).
Gottes Vergebung ist nicht bedingungslos. Zwar ist das Heil ein freies Geschenk (Epheser 2,8-9), doch die Vergebung unserer Sünden setzt voraus, dass wir selbst bereit sind, anderen zu vergeben.
Jesus machte dies im Vaterunser deutlich:
Matthäus 6,12)
„Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“
Bei den Bitten um unser tägliches Brot oder den Schutz vor dem Bösen setzte Jesus keine Bedingungen. Aber bei der Vergebung stellte er ein klares Prinzip auf: Unsere Vergebung von Gott hängt direkt davon ab, ob wir anderen vergeben.
Dies wird unmittelbar danach noch einmal bekräftigt:
Matthäus 6,14–15
„Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben;
wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“
Dies ist kein Vorschlag – es ist ein göttliches Gesetz. Gott ist heilig und gerecht und kann sein Wort nicht brechen. Wer sich weigert zu vergeben, verzichtet damit auf Gottes Vergebung.
Es ist wichtig zu verstehen, dass Gott jemanden materiell segnen kann, auch wenn sein Herz nicht richtig ausgerichtet ist. Jesus sagte:
Matthäus 5,45
„Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute.“
Du könntest also Reichtum, Gesundheit oder Antworten auf Gebete erhalten, selbst wenn du Groll hegst. Aber wenn es um die Vergebung von Sünden geht, zieht Gott eine klare Linie.
Du kannst keine Barmherzigkeit erwarten, während du sie anderen verweigerst. Jesus erzählt dazu das Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht (Matthäus 18,21–35). Ein Diener, dem eine große Schuld erlassen wurde, weigerte sich, jemandem zu vergeben, der ihm nur eine kleine Schuld schuldete. Der Herr sagte daraufhin:
Matthäus 18,32–33
„Du böser Knecht! Ich habe dir alles vergeben, weil du mich darum gebeten hast. Hättest du nicht auch deinem Mitknecht Erbarmen zeigen sollen, wie ich dir Erbarmen gezeigt habe?“
Jesus schloss mit einer ernsten Warnung:
„Ebenso wird mein himmlischer Vater mit euch verfahren, wenn ihr nicht von Herzen einem Bruder vergebt.“
(Matthäus 18,35)
Das ist kein kleines Thema – es hat ewige Konsequenzen. Wer stirbt, ohne jemandem von Herzen vergeben zu haben, riskiert die ewige Trennung von Gott. Jesus kam nicht, damit wir uns gerettet wissen und gleichzeitig Bitterkeit in uns tragen. Er kam, um uns frei zu machen – auch von Groll und Rache (Epheser 4,31–32).
Vielleicht denkst du: „Aber du weißt nicht, was sie mir angetan haben!“
Stimmt – aber Gott weiß es. Und dennoch ruft Er dich zur Vergebung auf. Jesus selbst vergab seinen Mördern, während sie ihn kreuzigten (Lukas 23,34). Stephanus, der erste Märtyrer, betete für diejenigen, die ihn steinigten (Apostelgeschichte 7,60). Wir sind aufgerufen, diesem Beispiel zu folgen.
Wer nicht bereit ist zu vergeben, wandelt nicht im Geist (Galater 5,22–25), egal wie lange er schon in der Kirche ist oder wie viele Bibelverse er kennt.
Vergebung ist kein einmaliges Ereignis, sondern eine Lebensweise. Jesus sagte, wir sollen „siebzigmal siebenmal“ vergeben (Matthäus 18,22) – das heißt: ständig. Paulus fordert uns auf:
Epheser 4,32)
„Seid freundlich zueinander, herzlich und vergebt einander, wie auch Gott euch in Christus vergeben hat.“
Vielleicht hast du keine Lust zu vergeben. Aber Vergebung ist keine Frage des Gefühls, sondern des Gehorsams. Lass die Bitterkeit los – nicht weil sie es verdient haben, sondern weil Gott es befiehlt und weil deine Seele davon abhängt.
Spiele nicht mit deiner Seele. Du kannst großzügig sein, viel beten und in der Kirche eine führende Rolle haben, aber wenn du Groll hegst, stehst du vor dem Richter, dem Gott, dem du dienst.
Lass dies dein tägliches Gebet sein:
„Herr, hilf mir zu vergeben, wie Du mir vergeben hast. Reinige mein Herz von Bitterkeit und mache mich wieder ganz.“
Möge der Heilige Geist dir die Kraft geben, in Liebe zu leben, und möge dein Leben die Barmherzigkeit widerspiegeln, die du empfangen hast.
Schalom – lebe vergeben und vergebend.
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