by Dorcas Kulwa | 2 September 2021 08:46 a.m.09
WARUM NOAH, JOB UND DANIEL?
Gepriesen sei der Name unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus. Herzlich willkommen zu unserem heutigen Bibelstudium. Die Schrift sagt:
Hesekiel 14,13-14 (LUT):
„Und du, Menschensohn, wenn ein Land an mir sündigt durch fortwährende Untreue, so werde ich meine Hand dagegen ausstrecken; ich werde seine Brotspeise abschneiden, Hunger darüber senden und Mensch und Vieh daraus umbringen. Selbst wenn diese drei Männer – Noah, Daniel und Job – darin wären, würden sie sich nur durch ihre Gerechtigkeit selbst retten,“
spricht der Herr, Gott.
Diese Worte werfen eine spannende Frage auf: Warum nennt Gott gerade diese drei Männer – Noah, Daniel und Job? Waren sie die einzigen, die unter allen Propheten und Heiligen des Alten Testaments wirklich gerecht waren?
Die Antwort ist differenziert. Sicher, viele Heilige im Alten Testament lebten treu und gefielen Gott (Hebräer 11 berichtet von vielen), doch Noah, Daniel und Job zeichnen sich besonders durch ihre einzigartige Fürbitte und ihre standhafte Treue in Zeiten des Gerichts und nationaler Krise aus.
Wichtige theologische Einsichten:
Fürbittende Gerechtigkeit:
Hesekiel 14,20 ergänzt:
„Denn wenn Noah, Daniel und Job darin wären, so wahr ich lebe, spricht der Herr, Gott, sie würden weder Söhne noch Töchter retten; sie würden nur sich selbst durch ihre Gerechtigkeit retten.“
Das zeigt: Ihre Gerechtigkeit war so tiefgreifend, dass sie nicht nur ihnen selbst, sondern auch ihren Familien und Gemeinschaften Schutz brachte. Ihr Glaube war nicht rein persönlich, sondern wirkte für andere mit.
Noah – ein Typus des gerechten Überrests und Retters:
Noahs Gerechtigkeit (1. Mose 6,9 LUT: „Noah war ein gerechter Mann und untadelig unter seinen Zeitgenossen; Noah wandelte mit Gott.“) hob ihn in einer verdorbenen Welt hervor. Gott befahl ihm, die Arche zu bauen – nicht nur zu seiner eigenen Rettung, sondern um sein ganzes Haus zu bewahren (Hebräer 11,7 NIV). Dies zeigt das Prinzip, dass ein gerechter Mensch ein Werkzeug von Gottes Gnade für viele sein kann.
Job – Treue im Leid und Fürbitter für seine Familie:
Job betete regelmäßig für seine Kinder (Job 1,5 NIV: „Frühmorgens opferte er für jeden von ihnen Brandopfer und dachte: ‚Vielleicht haben meine Kinder gesündigt und Gott in ihrem Herzen verflucht.‘ Dies war Jobs übliche Gewohnheit.“). Sein aufrichtiges Interesse am geistlichen Wohl seiner Familie zeigt sein fürsorgliches, fürbittendes Herz – ein Merkmal, das Gott besonders schätzte.
Daniel – ein Betender für sein Volk:
Daniel betete leidenschaftlich für Israel während des Exils (Daniel 9,3-19 NASB). Sein Eintreten für das geistliche Wohl seines Volkes zeigt seine tiefe Verantwortung und Treue. Die Worte des Engels Gabriel in Daniel 9,23 NIV: „Du bist sehr geschätzt… so achte auf die Angelegenheit und verstehe die Vision,“
verdeutlichen Daniels besondere Stellung vor Gott durch seine treue Fürbitte.
Was lernen wir daraus?
Das verbindende Element bei Noah, Job und Daniel ist ihr Mitgefühl und ihre Fürsorge für andere. Sie suchten nicht nur ihr eigenes Heil, sondern traten auch für ihre Familien, ihre Gemeinschaften und ihr Volk ein. Ihr Glaube war aktiv – ausgedrückt durch Fürbitte, Gehorsam und Standhaftigkeit, selbst wenn die Menschen um sie herum rebellisch waren.
Auch heute gilt für uns: Heil ist persönlich, doch unser Glaube muss uns auch bewegen, uns tief um andere zu kümmern – Familie, Freunde und unsere Gemeinschaft. Wir sind berufen, Fürbitter und Zeugen zu sein und andere zur Barmherzigkeit Gottes zu führen, so wie diese Männer es taten.
Wenn du Christus angenommen hast, frage dich: Trägst du die Last der Seelen anderer? Betest du für die, die Jesus noch nicht kennen? Wahre christliche Liebe bedeutet nicht nur, das eigene Heil zu sichern, sondern sich im Gebet und Handeln für andere einzusetzen.
Möge Gott uns die Gnade schenken, wie Noah, Job und Daniel zu leben – treu, fürbittend und ganz Ihm hingegeben.
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