GOTTES BERUFUNG WIDERSPRICHT SEINEM WORT NICHT

by Ester yusufu | 27 November 2021 08:46 p.m.11

Gelobt sei der Herr Jesus Christus, mein lieber Bruder. Lass uns gemeinsam über einige lebensspendende Wahrheiten nachdenken.

Wenn wir die Bibel lesen, empfangen wir Gottes Offenbarung. Denn die Schrift sagt:

„Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit.“
(2. Timotheus 3,16 – Lutherbibel 2017)

Wer sich vorschnell in den Dienst Gottes begibt, ohne sein Wort gründlich zu studieren, setzt sich selbst großer Gefahr aus. Gottes Wort ist die höchste Autorität. Alle Visionen, Berufungen und geistlichen Erfahrungen müssen daran geprüft werden:

„Ihr Lieben, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind.“
(1. Johannes 4,1)

Es ist, als würde man ein Geschäft beginnen, ohne sich vorher über die Chancen, Herausforderungen und Risiken zu informieren.

Heute wollen wir sehen, wie das Missachten von Gottes Geboten zu Scheitern führen kann – ja, sogar zum Tod.


1. Das Beispiel Mose

Mose wurde von Gott durch den brennenden Dornbusch berufen (2. Mose 3) und gesandt, Israel aus der Knechtschaft Ägyptens zu führen. Doch auf dem Weg wollte der HERR ihn töten:

„Und als er unterwegs in der Herberge war, trat ihm der HERR entgegen und wollte ihn töten. Da nahm Zippora einen scharfen Stein und schnitt ihrem Sohn die Vorhaut ab und berührte damit seine Füße und sprach: Du bist mir ein Blutbräutigam. Da ließ er von ihm ab.“
(2. Mose 4,24–26)

Warum geschah das? Mose hatte das Bundeszeichen der Beschneidung vernachlässigt (1. Mose 17,9–14) – ein unverzichtbares Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. Dieses Ereignis macht deutlich: Keine geistliche Berufung hebt den Gehorsam gegenüber Gottes Geboten auf.

Auch heute lehnen viele biblische Ordnungen wie die Wassertaufe ab und behaupten, eine direkte Offenbarung Gottes sei ausreichend. Doch Jesus selbst hat die Taufe klar geboten:

„Darum geht hin und macht zu Jüngern alle Völker: Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
(Matthäus 28,19)

Und weiter:

„Wer glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“
(Markus 16,16)

Die Taufe ist kein menschliches Ritual, sondern ein klarer Befehl des Herrn. Sie zu vernachlässigen bedeutet, sein Wort zu missachten.


2. Das Beispiel Bileam

Bileam war ein Prophet, der von Gott einen eindeutigen Auftrag erhielt:

„Du sollst nicht mit ihnen gehen und sollst das Volk nicht verfluchen; denn es ist gesegnet.“
(4. Mose 22,12)

Trotz dieser klaren Anweisung ließ sich Bileam von Balak verführen und stellte seine eigenen Interessen über Gottes Wort. Auf dem Weg stellte sich ihm der Engel des HERRN entgegen, um ihn zu töten:

„Da entbrannte der Zorn Gottes, dass er hinzog; und der Engel des HERRN trat ihm in den Weg, ihm zu widerstehen.“
(4. Mose 22,22)

Sein Ungehorsam hätte ihn beinahe das Leben gekostet. Das zeigt deutlich: Auch Propheten stehen unter der Autorität von Gottes Wort. Wer versucht, Gottes klare Gebote durch persönliche Wünsche, Visionen oder Vorteile zu umgehen, geht einem zerstörerischen Weg entgegen:

„Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig, aber zuletzt führt er zum Tod.“
(Sprüche 14,12)


3. Das Grundprinzip: Gottes Wort steht über allem

Ganz gleich, wie stark oder eindrucksvoll eine Vision oder Berufung erscheint – sie darf niemals im Widerspruch zur Heiligen Schrift stehen. Der Apostel Paulus schreibt:

„Einer Frau gestatte ich nicht, dass sie lehre oder über den Mann herrsche, sondern sie soll sich still verhalten.“
(1. Timotheus 2,12)

Dennoch berufen sich manche auf eine angebliche göttliche Berufung als Pastorinnen oder Älteste und setzen sich über diese klare Aussage hinweg. Solche Behauptungen müssen stets am Maßstab der Schrift geprüft werden – nicht an persönlichen Erfahrungen.

Viele Menschen empfangen Visionen und Berufungen, erfüllen sie jedoch nie, weil sie Gottes Wort vernachlässigen. Ein gesegneter Dienst entsteht nicht aus Träumen, Stimmen oder inneren Eindrücken, sondern aus einem Leben, das fest im Wort Gottes gegründet ist.

„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“
(Psalm 119,105)

Lasst uns zuerst dem Wort Gottes gehorsam sein – dann wird alles andere seinen rechten Platz finden.

Der Herr segne dich reichlich.

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