by Ester yusufu | 5 April 2022 08:46 p.m.04
Auf den ersten Blick mag die Vorstellung, dass Gott jemanden verspottet, schockierend – ja sogar verletzend – wirken. Schließlich verbinden wir Spott oft mit Grausamkeit oder Hochmut. Doch wenn wir die Schrift betrachten, besonders Sprüche 1,26 und Psalm 59,8, sehen wir, dass die Bibel tatsächlich eine solche Sprache verwendet, um Gottes Antwort auf anhaltenden Ungehorsam zu beschreiben.(Die Bibel)
Beginnen wir mit den betreffenden Versen:
„Darum will auch ich lachen bei eurem Unglück
und spotten, wenn Schrecken über euch kommt;
…“ (Sprüche 1,26 – Lutherbibel 2017)(Die Bibel)
„… Ja, sie geifern mit ihrem Maul;
aber du, HERR, lachst über sie
und verspottest alle Völker.“ (Psalm 59,8 – Elberfelder / Einheitsübersetzung)(Universität Innsbruck)
Diese Verse schildern Gottes Reaktion auf Menschen, die wiederholt seine Weisheit und Autorität ablehnen. Das „Spotten“ hier ist nicht kleinlich oder rachsüchtig. Vielmehr drückt es Gottes heiligen Unwillen gegenüber hartnäckigem Widerstand aus – eine Ablehnung seiner Gnade, nachdem er wiederholt gewarnt hat.(Die Bibel)
Menschlicher Spott entspringt oft Hochmut, Unsicherheit oder Bosheit. Er dient dazu, andere herabzusetzen und die eigene Überlegenheit zu behaupten. Gottes Spott jedoch, wie die Schrift zeigt, ist anders. Es handelt sich um eine Form gerichtlicher Ironie – ein Mittel, um zu zeigen, wie töricht es ist, sich gegen göttliche Weisheit zu stellen. Theologen nennen dies anthropopathische Sprache: menschliche Ausdrucksformen werden verwendet, damit wir Gottes Haltung gegenüber der Sünde verstehen können.
Gottes „Lachen“ ist kein Vergnügen über menschliches Leiden, sondern eine gerechte Reaktion auf die Absurdität, seine Wahrheit zu verwerfen. Wie der Apostel Paulus warnt:
„Irrt euch nicht! Gott lässt sich nicht verspotten; denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.“ (Galater 6,7 – Lutherbibel)
Dies entspricht dem Prinzip der göttlichen Gerechtigkeit: Gott warnt, gibt Zeit zur Umkehr und lässt dann die Konsequenzen folgen.
Selbst im Gericht will Gott nicht zerstören, sondern zur Umkehr führen. Schauen wir noch einmal in Sprüche 1:
„Wendet euch meiner Mahnung zu!
Dann will ich auf euch meinen Geist ausgießen
und meine Worte euch kundtun.“ (Sprüche 1,23 – Lutherbibel)(Die Bibel)
Hier steht das Angebot der Gnade vor der Warnung vor Gericht. Gott ruft die Menschen zuerst zur Umkehr und zum Zuhören. Erst nachdem sie wiederholt abgelehnt haben, spricht er das Gericht aus.(Die Bibel)
Ebenso zeigt Klagelieder 3,31–33 Gottes Herz hinter der Zucht:
„Denn der HERR verwirft keinen Menschen für immer;
auch wenn er betrübt, so hat er doch Mitleid nach seiner großen, unverdienten Güte;
denn er will nicht gern Leid und Kummer bringen
an die Menschen.“ (Klagelieder 3,31–33 – Lutherbibel)(CSV Bibel)
Das beweist: Selbst wenn Gott Traurigkeit oder Zucht zulässt, geschieht es nicht aus Freude, sondern aus erlösender Liebe. Seine Gerechtigkeit ist immer mit Barmherzigkeit verbunden.
Diese Bibelstellen fordern uns heraus, unser eigenes Verhalten gegenüber Gottes Stimme zu prüfen. Widerstehen wir Gottes Zurechtweisung oder kehren wir demütig zu ihm zurück?
Gott will uns nicht verspotten – er will uns erlösen. Aber wenn wir beharrlich in unserem Ignorieren verharren, können wir die natürlichen und göttlichen Folgen dieser Ablehnung erfahren.
„Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht…“ (Hebräer 3,15 – Lutherbibel)
Gottes Spott ist nicht das letzte Wort – seine Barmherzigkeit ist es. Derselbe Gott, der über Rebellion lacht, empfängt die Reumütigen mit offenen Armen. Wenn wir jetzt reagieren, bevor der „Tag des Unheils“ kommt, können wir seinen Geist, seine Weisheit und seinen Frieden empfangen.
Kehre von der Sünde um. Suche den Herrn, solange er zu finden ist. Gott wartet nicht darauf, über deinen Fall zu lachen – er wartet darauf, sich über deine Rückkehr zu freuen.
Komm, Herr Jesus!
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