DEINE HÄNDE SIND VOLL BLUT.

by Dorcas Kulwa | 2 Mai 2022 08:46 a.m.05

 


DEINE HÄNDE SIND VOLL BLUT

Salomo erhielt durch den Heiligen Geist Einblick in sechs Dinge, die Gott verabscheut. Eines davon sind Hände, die unschuldiges Blut vergießen (Sprüche 6,17).

In der gesamten Bibel konfrontiert Gott Sein Volk immer wieder mit der Sünde des Blutvergießens. So sagt Er in Jesaja 1,15:

Wenn ihr eure Hände ausbreitet, verberge ich meine Augen vor euch. Auch wenn ihr viele Gebete sprecht – ich höre nicht. Eure Hände sind voll Blut!

Dieses Bild von „Händen voller Blut“ beschreibt weit mehr als nur tatsächlichen Mord. Es umfasst jede Form von Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Ausbeutung. Juda hatte die Schwachen übervorteilt, die Bedürftigen vernachlässigt und sich in Korruption verstrickt. Ihre religiösen Rituale wurden wertlos, weil ihre Herzen verdorben waren.

Jesaja 59,3 führt dies weiter aus:

Eure Hände sind mit Blut befleckt, eure Finger mit Schuld. Eure Lippen reden Lügen, eure Zunge murmelt Bosheit.

„Mit Blut befleckt“ beschreibt eine tiefe innere Schuld und eine Kultur der Sünde, die sich durch das ganze Volk zog. Die Verfehlungen waren nicht nur persönliche Sünden, sondern Ausdruck eines Systems der Ungerechtigkeit und Täuschung.

Diese Texte machen deutlich: Gott sucht nicht nach äußerlichem Gottesdienst, sondern nach Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Demut. Micha 6,8 bringt es auf den Punkt:

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist. Und was fordert der Herr von dir? Recht zu üben, Güte zu lieben und demütig mit deinem Gott zu gehen.

Auch im Neuen Testament wird diese Wahrheit bekräftigt. Jesus lehrt in Matthäus 5,22:

Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder zürnt, ist des Gerichts schuldig. Wer zu ihm sagt: „Raka!“, ist des Hohen Rates schuldig. Wer aber sagt: „Du Narr!“, ist des höllischen Feuers schuldig.

Jesus macht damit deutlich, dass Zorn, Verachtung und verletzende Worte vor Gott so schwer wiegen wie Mord. Er richtet den Blick auf das Herz und die innere Haltung.

  1. Johannes 3,15 schließt daran an:

Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Mörder; und ihr wisst, dass kein Mörder ewiges Leben in sich hat.

Sünde beginnt im Herzen – in Gedanken, Motiven und Einstellungen.

Lieber Leser, vielleicht bist du ein treuer Beter, ein engagierter Lehrer, ein mitfühlender Helfer oder ein hingebungsvoller Pastor. Doch wenn dein Herz Bitterkeit, Hass oder Unvergebenheit birgt, sind deine Hände geistlich beschmutzt. Innere Sünden sind vor Gott ebenso schwerwiegend wie äußerliche Taten.

Jesus sagt in Matthäus 5,23–24:

Wenn du deine Gabe zum Altar bringst und dir dort einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort und geh zuerst hin und versöhne dich mit deinem Bruder; dann komm und bring deine Gabe dar.

Versöhnung ist Gott wichtiger als religiöse Handlung. Beziehungen und Gerechtigkeit stehen höher als Rituale.

Um unsere Hände und Herzen zu reinigen, müssen wir uns im Wort Gottes verankern. Psalm 119,9 fragt:

Wie wird ein junger Mann seinen Weg reinigen? Indem er sich an dein Wort hält.

Gottes Wort ist wie ein Spiegel. Es deckt auf, überführt, heilt und verändert.

Als Petrus nach der Grenze der Vergebung fragt, antwortet Jesus in Matthäus 18,22:

Ich sage dir: nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal.

Gottes Maßstab für Vergebung ist grenzenlos – und so soll auch unsere Vergebung sein.

Möge der Herr uns helfen, unsere Herzen und Hände zu reinigen, damit sie rein werden wie die Seinen, wie die unseres Herrn Jesus Christus. Nur mit reinen Herzen können wir vor Ihn treten und Seine Segnungen empfangen.

Hiob 17,9 sagt:

Doch der Gerechte hält an seinem Weg fest, und wer reine Hände hat, wird immer stärker.

Schalom.

 

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