by Lydia Mbalachi | 23 Juli 2022 08:46 p.m.07
Was denkst du im Moment über das Reich Gottes?
Hast du jemals innegehalten, um über den geistlichen Zustand derer nachzudenken, die nach uns kommen? Wie wird es den kommenden Generationen geistlich ergehen – besonders wenn die heutige Generation die nächsten 20 Jahre nicht übersteht? Angesichts des schnellen moralischen Verfalls um uns herum: Hast du dir schon einmal die Frage gestellt, welche Schritte du heute unternimmst, damit die zukünftigen Generationen nicht ohne das Brot des Lebens bleiben?
Wir gehören zu einer Generation, die täglich verfällt. Hast du darüber nachgedacht, wie die Dinge in zehn Jahren sein könnten? Wenn du erwartest, dass die Zukunft schlimmer sein könnte als die Gegenwart, dann frage dich auch: Was tue ich heute, damit Satan in jener Zeit keinen Angriffspunkt findet?
Denk daran: Wenn du heute deine Zeit, deinen Verstand und deine Kraft nicht investierst, um für das Reich der Himmel zu denken und zu handeln, wird Gott trotzdem durch andere wirken, denn Sein Werk muss weitergehen. Doch indem du dich nicht beteiligst, riskierst du, ewigen Lohn zu verlieren.
Zwei biblische Beispiele: Daniel und Joseph
Um Inspiration und Weisheit für den Aufbau des Reiches Gottes zu gewinnen, betrachten wir zwei Männer in der Bibel: Daniel und Joseph. Beide hatten die Gabe, Träume zu deuten, doch jeder ging seinen Auftrag auf unterschiedliche Weise an.
Daniel
Nebukadnezar, der König von Babylon, hatte einst einen beunruhigenden Traum, dessen Inhalt er vergessen hatte. Daniel betete ernstlich, und Gott offenbarte ihm sowohl den Traum als auch die Deutung. Daniel erklärte dem König mutig alles, und alles erfüllte sich genau wie vorausgesagt. Der König ehrte Daniel sehr – doch nicht in dem Maße wie Joseph.
Joseph
Der Pharao von Ägypten träumte ebenfalls – doch im Gegensatz zu Nebukadnezar erinnerte er sich an seine Träume sehr genau. Joseph deutete die Träume nicht nur, sondern gab auch einen strategischen Plan. Er wusste, dass viele falsche Deuter irreführende Antworten geben würden, und so geschah es auch. Doch Josephs Deutung war einzigartig, weil sie mit Weisheit und praktischen Schritten verbunden war.
Das Geheimnis hinter Josephs anerkannter Deutung
Joseph sagte nicht nur sieben Jahre des Überflusses und sieben Jahre der Hungersnot voraus – er legte auch fest, wie man sich darauf vorbereiten sollte:
1. Mose 41,28–40
„Das ist nun, was ich zu dem Pharao gesagt habe: Gott hat dem Pharao kundgetan, was er vorhat. Siehe, sieben Jahre kommen, da großer Überfluss in ganz Ägyptenland sein wird. Und nach ihnen werden sieben Jahre der Hungersnot kommen …
So sehe der Pharao nun nach einem verständigen und weisen Mann, den er über Ägyptenland setze, und bestelle Amtleute über das Land und nehme den Fünften in Ägyptenland in den sieben reichen Jahren … Und die Nahrung sei dem Land aufbewahrt für die sieben Jahre der Hungersnot …
Da sprach der Pharao zu seinen Großen: Können wir einen solchen Mann finden, in dem der Geist Gottes ist? … Du sollst über mein Haus sein, und deinem Wort soll all mein Volk gehorsam sein.“
Josephs Weisheit lag darin, Offenbarung mit praktischer, vorausschauender Handlung zu verbinden. Selbst wenn die Hungersnot nicht gekommen wäre, wäre es dennoch klug gewesen, in Zeiten des Überflusses Vorräte anzulegen. Diese Weitsicht verschaffte Joseph unvergleichliche Gunst vor dem Pharao – größer als die Ehre, die Daniel von Nebukadnezar erhielt.
Anwendung: Was bedeutet das für uns heute?
Wünschst du dir Gottes Gunst wie Joseph?
Dann beginne jetzt, ernsthaft über das Evangelium Christi und seine Zukunft nachzudenken.
Satan hat längst begonnen, nicht nur diese Generation zu zerstören, sondern viele kommende. Wie sollen wir, die wir uns zu Christus bekennen, darauf reagieren? Wenn du das wahre Evangelium empfangen hast, mache es verständlich und zugänglich für die, die nach uns kommen. So schenkt dir Gott Gunst.
Sprüche 13,22
„Der Gute vererbt auf Kindeskinder …“
Lasst uns von Joseph lernen und danach streben, Gottes Gunst zu empfangen, indem wir ein bleibendes geistliches Erbe hinterlassen.
Schlussgedanke
Das Reich Gottes ist nicht nur eine zukünftige Hoffnung, sondern eine gegenwärtige Verantwortung. Es ruft uns zu kluger Haushalterschaft über Zeit, Ressourcen und Einfluss auf.
Sei wie Joseph – ein Mensch mit Offenbarung und praktischer Weisheit. Baue das Reich Gottes heute, damit die kommenden Generationen vom Brot des Lebens essen können.
Maranatha!
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