Was können wir von Johanna und Manahen lernen?

by Lydia Mbalachi | 28 Juli 2022 08:46 a.m.07

Wenn du denkst, dass dein Umfeld dich davon entschuldigt, Jesus nachzufolgen  dann denk noch einmal nach.

Viele Menschen glauben, dass ihre Lebensumstände sie daran hindern, wahre Jünger Christi zu werden. Vielleicht sagst du:

„Ich bin in einer Religion aufgewachsen, die sich gegen das Christentum stellt. Wie soll ich ein Nachfolger Jesu werden — und dann auch noch täglich mich selbst verleugnen, um Ihm zu folgen?

Ich bin mit jemandem verheiratet, der Christus ablehnt. Meine ganze Familie glaubt nicht an Jesus und respektiert den christlichen Glauben nicht einmal. Ist es für mich überhaupt möglich, in die Gemeinde zu gehen, Gott zu dienen und als treuer Gläubiger zu leben?“

Die Antwort lautet: JA.

Es ist vollkommen möglich — wenn du bereit bist, dich selbst zu verleugnen, dein Kreuz auf dich zu nehmen und Jesus zu folgen (Lukas 9,23).

Du bist nicht der Erste, der in einem feindlichen Umfeld lebt. In der Bibel begegnen uns viele Menschen, die noch schwierigere Situationen hatten als du. Einige überwanden sie — und andere nicht. Schauen wir uns beides an.

1. Diejenigen, die nicht offen nachfolgten

Johannes 12,42:

„Doch glaubten sogar von den Obersten viele an ihn; aber wegen der Pharisäer bekannten sie es nicht, damit sie nicht aus der Synagoge ausgeschlossen würden.“

Hier sehen wir jüdische Leiter, die wirklich an Jesus glaubten — und dennoch schwiegen. Sie fürchteten, ausgeschlossen und abgelehnt zu werden. Ihr geheimer Glaube brachte keine Frucht, weil sie Christus nicht öffentlich bekennen wollten.

Jesus warnte ausdrücklich davor:

Matthäus 10,32–33:

„Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will auch ich bekennen vor meinem Vater im Himmel.

Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will auch ich verleugnen vor meinem Vater im Himmel.“

Menschenfurcht hielt sie davon ab, Jesus ganz zu gehören. Das ist eine ernste Warnung für alle, die wegen Druck von außen schweigen wollen.

2. Diejenigen, die dem Druck standhielten

Gott sei Dank zeigt uns die Bibel auch Beispiele von Männern und Frauen, die in sehr schwierigen Umständen lebten — und dennoch entschlossen Jesus nachfolgten. Zwei davon sind:

Johanna: Eine mutige Jüngerin im Palast eines Tyrannen

Johanna war mit Chuzas verheiratet, dem Haushalter König Herodes. Die Herodes-Dynastie war bekannt dafür, Gottes Volk zu verfolgen:

Wer zum Haus Herodes gehörte, lebte mitten in Feindschaft gegen das Evangelium. Und doch entschied sich Johanna — trotz der Gefahr — eine Jüngerin Jesu zu werden. Nicht im Verborgenen, sondern offen.

Lukas 8,1–3:

„Und es begab sich, danach zog er durch Städte und Dörfer und verkündigte und predigte das Evangelium vom Reich Gottes; und die Zwölf waren mit ihm,

dazu etliche Frauen … darunter Johanna, die Frau des Chuzas, eines Verwalters Herodes, und Susanna und viele andere, die ihm mit ihrer Habe dienten.“

Johanna unterstützte Jesu Dienst — geistlich und finanziell. Sie riskierte Ruf, Stellung und sogar ihr Leben.

Ihr Beispiel zeigt: Jüngerschaft kostet uns manchmal Sicherheit, Ansehen und Beziehungen — aber sie führt zu ewiger Herrlichkeit.

Manahen: Ein Prophet aus dem Palast

Apostelgeschichte 13,1:

„In der Gemeinde zu Antiochia waren Propheten und Lehrer: Barnabas, Simeon mit dem Beinamen Niger, Lucius von Kyrene, Manahen, ein Jugendgefährte des Herodes, und Saulus.“

Manahen wuchs Seite an Seite mit Herodes Antipas auf. Gleiche Umgebung — gleicher Einfluss — derselbe Palast.

Doch als er das Evangelium hörte, traf er eine andere Entscheidung. Er stellte sich auf die Seite Christi — und wurde ein angesehener Prophet und Lehrer der Gemeinde.

Das ist ein starkes Zeugnis:

Zwei Männer unter demselben Dach —

der eine verfolgt Gottes Diener,

der andere dient dem lebendigen Gott.

Manahen zeigt: Dein Hintergrund bestimmt nicht deine Zukunft.

Gott kann jeden berufen — auch aus den unwahrscheinlichsten Orten — wenn er bereit ist, Ihm ganz zu folgen.

Schluss: Was hält dich noch zurück?

Wenn Johanna und Manahen Jesus folgen konnten — mitten im Haus Herodes, einer Familie, die Christus bekämpfte — welche Entschuldigung bleibt uns dann?

Diese beiden werden im Gericht gegen jene zeugen, die sagten: „Meine Situation ist zu schwierig“ (vgl. Matthäus 12,41–42).

Wenn du mit einem Ungläubigen verheiratet bist, oder in einem Haus lebst, in dem Christus abgelehnt wird:

Schäme dich nicht.

Bekenne deinen Glauben.

Folge Jesus.

Verleugne dich selbst.

Sei mutig.

Matthäus 16,25:

„Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden.“

So wie Johanna und Manahen — wähle Christus, auch wenn es dich alles kostet.

Denn Gott ehrt die, die Ihn ehren (1. Samuel 2,30).

Maranatha — Komm, Herr Jesus!

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