Warum saß Dani im Schiff?

by Dorcas Kulwa | 2 Januar 2023 08:46 a.m.01

 


Warum saß Dani im Schiff?

Zu der Zeit, als Israel 20 Jahre lang unter der schweren Unterdrückung der Heiden litt, schrien die Menschen verzweifelt zu Gott um Rettung. Die Bibel erzählt:

Richter 4,4-6 LB17)

„Da hörte der HERR das Schreien Israels und sandte ihnen eine Retterin: Debora, die Prophetin, und Barak, den Sohn Abinoams.“ 

Gott befahl den Israeliten, ihre Truppen aufzustellen, um gegen ihre Feinde zu kämpfen, und versprach ihnen den Sieg. Viele Stämme folgten diesem Ruf, aber einige Stämme weigerten sich – darunter Dani, Ascher, die Hälfte von Manasse und Gad. Sie lebten etwas weiter vom Kriegsgebiet entfernt und dachten: „Der Krieg geht uns nichts an.“ Sie widmeten sich lieber ihren eigenen Angelegenheiten.

Richter 5,17 LB17:

„Gilead lag jenseits des Jordans, und Dani – warum saß er im Schiff? Asser hielt sich still am Meer und blieb bei seinen Häfen.“

Die Bibel sagt also, dass Dani im Schiff saß. Dies bedeutet: Er war ein Geschäftsmann, wohlhabend und auf Handel bedacht. Für ihn war es Zeitverschwendung, seine Geschäfte aufzugeben, um für das Volk Gottes zu kämpfen.

Theologische Reflexion:
Die Haltung von Dani zeigt eine Versuchung, die bis heute aktuell ist: Menschen neigen dazu, ihre eigenen Interessen und materiellen Sicherheiten über den Willen Gottes zu stellen. Der Stamm Dani stellte weltliche Sicherheit über geistliche Verantwortung. Dies erinnert uns an Jesus’ Worte:

Matthäus 6,21 LB17)

„Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.“

Auch heute gibt es Christen, die wie Dani handeln. Man lädt sie ein, Zeugnis abzulegen oder anderen zu helfen, doch sie antworten: „Ich habe keine Zeit, ich bin beschäftigt.“ Ihr Herz hängt an weltlichen Prioritäten – Arbeit, Geld, Besitz – und sie sehen die Rettung verlorener Seelen als nachrangig an.

Debora hingegen wurde vom Geist Gottes inspiriert, ein Lied der Anklage zu schreiben, das die Untätigkeit der Stämme deutlich macht (Richter 5,12-31 LB17). Sie zeigt, dass Gottes Wirken nicht von menschlicher Faulheit oder Gleichgültigkeit blockiert wird, aber dass jeder Einzelne zur Verantwortung gezogen wird.

(2. Korinther 5,10 LB17)

„Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange nach dem, was er getan hat, sei es gut oder böse.“ 

Es ist wahr, dass Gott sein Volk auch ohne uns retten kann. Aber wir sind dazu berufen, aktiv am Reich Gottes mitzuwirken. Unsere Abwesenheit schmälert Gottes Macht nicht, doch sie beeinflusst unsere Verantwortung vor ihm.

Vielleicht ist dies ein Grund, warum der Stamm Dani in der Liste der geretteten Stämme am Ende der Zeiten nicht erscheint (Offenbarung 7,5-6 LB17). Es geht nicht um Gottes Unfähigkeit, sondern um menschliche Prioritäten und Verantwortung.

Wir sollten prüfen, wo unsere Prioritäten wirklich liegen. Haben wir den Mut, eines Tages vor Christus zu stehen?

Möge der Herr uns helfen, unser Herz auf ihn auszurichten.

Schalom.

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