FLIRTE NICHT MIT DER SÜNDE – HALTE DICH FERN VON IHR.

by Dorcas Kulwa | 6 Januar 2023 08:46 a.m.01

 


FLIRTE NICHT MIT DER SÜNDE – HALTE DICH FERN VON IHR

Wusstest du, dass schon die bloße Nähe zur Sünde eine Form des Ungehorsams ist – noch bevor überhaupt eine Tat geschieht?

Als Gott Adam und Eva im Garten Eden Sein Gebot gab, sagte Er nicht nur: „Esst nicht von diesem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.“ Er warnte sie auch ausdrücklich davor, ihn zu berühren. Das war ein klarer Aufruf zur vollständigen Trennung vom Verbotenen – nicht einmal körperliche Nähe war erlaubt.

1. Mose 3,2–3 (ELB):
„Da sprach die Frau zur Schlange: ‚Von den Früchten der Bäume des Gartens dürfen wir essen; aber von der Frucht des Baumes in der Mitte des Gartens hat Gott gesagt: Ihr sollt nicht davon essen und sie nicht berühren, sonst werdet ihr sterben.‘“

Dieses Detail „sie nicht berühren“ wird oft übersehen, zeigt aber eine wichtige Wahrheit: Sünde beginnt oft schon im Inneren, lange bevor wir äußerlich handeln. Unsere inneren Begierden und kleinen Kompromisse machen uns verletzlich (siehe Jakobus 1,14–15).

Jakobus 1,14–15 (ELB):
„Jeder wird in Versuchung geführt, wenn er von seiner eigenen bösen Begierde fortgelockt und verführt wird. Hat diese Begierde empfangen, so gebiert sie Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, bringt den Tod zur Welt.“

Eva aß die Frucht nicht, ohne sie zuvor in die Hand zu nehmen, zu berühren und genau zu betrachten. Dieses kleine Berühren leitete den Prozess des Ungehorsams ein. Versuchung kommt nicht plötzlich – sie wächst Schritt für Schritt, oft durch Neugier, Kompromisse und Nähe.

Gott hatte guten Grund, sogar das Berühren zu verbieten. Er wollte die Menschheit vor dem schleichenden Prozess der Sünde schützen. Theologisch zeigt uns das Prinzip: Versuchung entkommen, statt mit ihr zu diskutieren oder Grenzen auszutesten.

Paulus betont dies auch im Neuen Testament:

1. Korinther 6,18 (ELB):
„Flieht die Unzucht! Jede andere Sünde, die ein Mensch begeht, bleibt außerhalb des Körpers; wer aber Unzucht treibt, sündigt gegen den eigenen Leib.“

Das Gebot lautet nicht „Widerstehen“ oder „diskutieren“, sondern fliehen. Joseph ist ein anschauliches Beispiel: Als Potiphars Frau ihn verführte, blieb er nicht stehen und diskutierte – er rannte weg (1. Mose 39,12). Das ist praktische Weisheit.

Heute versuchen viele Christen, gefährlich nahe an der Grenze zur Sünde zu leben, ohne sie zu überschreiten. Spirituell ist das jedoch riskant. Schon die Nähe zur Sünde – in Gedanken, Verhalten oder Unterhaltung – macht uns anfällig.

Man könnte sagen: „Ich begehre keinen Ehebruch.“ Aber wenn das Handy voller provokativer Bilder, sinnlicher Musik, weltlicher Filme und gottloser Gruppenchats ist, öffnen wir Tür und Tor für Kompromisse.

Paulus fordert uns auf, nicht einmal den Anschein des Bösen zu erwecken:

1. Thessalonicher 5,22 (LUT):
„Meidet alles Böse.“

Auch die Gesellschaft, in der wir uns bewegen, beeinflusst unser Verhalten:

1. Korinther 15,33 (ELB):
„Lasst euch nicht verführen: Schlechte Gesellschaft verdirbt gute Sitten.“

Du kannst nicht behaupten, vom Tratsch loszukommen, wenn du Zeit mit Leuten verbringst, die ständig tratschen. Früher oder später wirst du mitmachen. Dasselbe gilt für Zorn, Fluchen, Stolz oder jede andere Sünde, die in Galater 5,19–21 genannt wird.

Galater 5,19–21 (ELB):
„Offenkundig sind die Werke des Fleisches: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung; Götzendienst und Zauberei; Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zornausbrüche, Eigennutz, Zwietracht, Spaltungen und Neid … Ich sage euch dies wie zuvor: Die, die so leben, werden das Reich Gottes nicht erben.“

Adam und Eva durften die verbotene Frucht weder essen noch berühren. Das gleiche Prinzip gilt heute: Wir müssen die Wurzeln, Zweige und den ganzen Baum der Sünde meiden. Denn oft ist das Berühren der erste Schritt zum Kosten.

Fazit:

Sich der Sünde zu nähern – körperlich, geistig oder digital – ist gefährlich. Wir täuschen uns selbst, wenn wir glauben, Versuchung allein bewältigen zu können. Gottes Wort ruft zu radikaler Trennung, nicht zu vorsichtiger Nähe.

Bleiben wir wachsam, verlassen uns auf den Heiligen Geist (Galater 5,16) und bitten um die Gnade, weise zu handeln:

Galater 5,16 (ELB):
„Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht erfüllen.“

Maranatha – Der Herr kommt.

 

WhatsApp
DOWNLOAD PDF

Source URL: https://wingulamashahidi.org/de/2023/01/06/flirte-nicht-mit-der-suende-halte-dich-fern-von-ihr/