TUE DEINE GUTE TATEN MIT ERKENNTNIS.

by Janet Mushi | 17 Januar 2023 08:46 a.m.01


Gepriesen sei der Name unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Willkommen zum Bibelstudium.

2. Petrus 1,5: „So setzt eben deshalb allen Fleiß daran und reicht in eurem Glauben die Tugend dar, in der Tugend aber die Erkenntnis.“

Güte ohne Erkenntnis ist noch nicht vollkommen.
Es stimmt: Man kann Gutes tun und dabei sogar die beste Absicht haben. Aber wenn diese Güte nicht in Erkenntnis geschieht, kann sie sogar dir selbst, der du Gutes tun wolltest, Schaden bringen.

Schauen wir uns deshalb eine Person in der Bibel an, die ihre gute Tat mit aller Weisheit und Erkenntnis getan hat – und das ist niemand anderes als der barmherzige Samariter.

Lass uns seinen Bericht lesen und darüber nachdenken:

Lukas 10,30–35:

30 Jesus antwortete und sprach: Ein Mensch ging von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter die Räuber. Sie zogen ihn aus, schlugen ihn und gingen davon und ließen ihn halbtot liegen.

31 Zufällig ging ein Priester jenen Weg hinab; und als er ihn sah, ging er vorüber.

32 Ebenso kam ein Levit zu der Stelle; er sah ihn und ging vorüber.

33 Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam zu ihm; und als er ihn sah, hatte er Erbarmen.

34 Er trat hinzu, verband ihm die Wunden und goss Öl und Wein darauf. Dann hob er ihn auf sein eigenes Tier, brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn.

35 Und am nächsten Morgen nahm er zwei Denare, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn weiter; und was du mehr aufwenden wirst, will ich dir bezahlen, wenn ich wiederkomme.

Wir sehen: Als der Samariter den Mann am Weg fand, handelte er nicht unüberlegt, indem er ihn sofort in sein eigenes Haus brachte, damit er dort mit seinen Kindern oder Verwandten schlafe. Stattdessen brachte er ihn in eine Herberge (eine Art Gasthaus). Und wahrscheinlich meldete er den Vorfall später auch bei den zuständigen Stellen, damit der Verletzte, wenn möglich, weitere Hilfe bekommen und seine Familie gefunden werden konnte.

Warum brachte er ihn also nicht einfach zu sich nach Hause?
Nicht, weil er es nicht hätte tun können oder weil es zu weit gewesen wäre – nein!
Sondern weil er in seiner Güte Erkenntnis anwandte. Er kannte den Mann nicht. Ihn direkt nach Hause zu nehmen hätte gefährlich sein können: Vielleicht wäre der Mann unterwegs gestorben und der Samariter hätte Ärger bekommen. Oder der Mann wäre in der Nacht wieder zu Kräften gekommen und hätte sich als gefährlich erwiesen.

Die weise und vernünftige Lösung war also nicht, ihn nach Hause zu bringen, sondern in ein Gasthaus.

Genauso sollen auch wir unsere guten Werke mit Erkenntnis tun.
Nicht jeder, der um Hilfe bittet, sollte unbedingt genau das erhalten, was er verlangt. Wir müssen in Weisheit abwägen, wie wir helfen.

1. Wenn jemand, den du nicht kennst, Geld für ein bestimmtes Bedürfnis verlangt: Gib ihm nicht einfach Geld, sondern kaufe ihm das, was er braucht, und gib es ihm.

2. Wenn eine dir unbekannte Person Unterkunft braucht: Nimm sie nicht sofort zu dir nach Hause. Bemühe dich, ihr ein Zimmer zu besorgen – vielleicht in einem Gästehaus – wenigstens für eine Nacht. Währenddessen kannst du weitere Informationen einholen und, wenn nötig, melden. Erst wenn du ganz sicher bist, kannst du sie zu dir nach Hause holen.

3. Wenn eine fremde Person dich um Kleidung bittet: Wenn du kannst, kaufe ihr neue Kleidung. Gib ihr nicht unbedingt etwas, das du gerade trägst, denn der Feind kann so etwas als Anlass nutzen, um dir später Schaden zuzufügen. Aber wenn du die Person kennst und sicher bist, dass keine Gefahr besteht, kannst du ihr auch direkt Kleidung geben.

4. Wenn jemand Fremdes eine Mitfahrgelegenheit mit Auto, Motorrad oder Fahrrad möchte: Wenn du kannst, bezahle ihm die Fahrt in einem anderen Verkehrsmittel. Du weißt nicht, wer diese Person ist, und es wäre leicht, wenn der Feind jemanden benutzt, um dir Schaden zuzufügen.

5. Wenn jemand Fremdes nach Essen von deinem Teller fragt: Gib ihm nicht dein eigenes Essen. Kaufe ihm stattdessen etwas Eigenes. (Das ist kein Egoismus, sondern Weisheit.) Denn vielleicht verträgt er das Essen nicht – und wenn ihm etwas zustößt, könnte man dich beschuldigen, ihm Schaden zugefügt zu haben.
Darum muss deine Güte immer mit Erkenntnis verbunden sein.
(Denk daran: Höre niemals auf, Gutes zu tun – aber tue es in Erkenntnis.)

Und bei allem Guten, das du einem Menschen oder mehreren tust: Achte darauf, dass du es in voller Erkenntnis tust. So lehrt es uns die Bibel.

2. Petrus 1,5: „So setzt eben deshalb allen Fleiß daran und reicht in eurem Glauben die Tugend dar, in der Tugend aber die Erkenntnis.“

Maranatha!


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