Wie weiß ich, ob meine Sünden vergeben wurden?

by Janet Mushi | 9 Februar 2023 08:46 a.m.02

 


 

Du bist bereits vergeben – glaube es!

Eine der tiefsten Wahrheiten des christlichen Glaubens ist diese: Wenn du aufrichtig Buße tust – dich von der Sünde abwendest und dein Vertrauen auf Jesus Christus setzt – dann bist du von Gott vollständig und sofort vergeben. Diese Vergebung ist weder teilweise noch verzögert und hängt nicht von Gefühlen ab; sie ist vollkommen und gründet sich allein auf Gottes Gnade durch Jesus.

Dennoch kämpfen viele Gläubige nach der Buße weiter. Sie erwarten einen plötzlichen Gefühlsumschwung oder ein besonderes geistliches Erlebnis. Wenn das ausbleibt, beginnen sie zu zweifeln, ob Gott ihnen wirklich vergeben hat. Erinnerungen an vergangene Sünden tauchen wieder auf, und Zweifel schleichen sich ein. Das ist nicht ungewöhnlich – aber gefährlich, wenn es ungelöst bleibt.

Dieser innere Konflikt wird oft vom Satan ausgenutzt, dem „Verkläger unserer Brüder“ (Offenbarung 12,10). Er benutzt Schuld und Scham, um Gläubige in Gefangenschaft zu halten, sodass sie meinen, ihre Buße sei nicht genug gewesen oder ihre Sünden seien zu groß, um vergeben zu werden.

Viele Gläubige geraten in einen Kreislauf, in dem sie immer wieder um Vergebung für dieselben Sünden bitten – ohne zu erkennen, dass Gott ihnen bereits vergeben hat, als sie das erste Mal von Herzen Buße taten.


Die Natur von Gottes Vergebung

Gottes Vergebung ist sowohl rechtlich als auch relational.
Rechtlich gilt: Wenn wir Buße tun und an Christus glauben, erklärt Gott uns für gerecht – unsere Sünden werden uns nicht länger angerechnet (Römer 8,1).
Relational bedeutet: Wir werden in die Gemeinschaft mit Gott als unserem Vater wiederhergestellt (1. Johannes 1,9).

Die Bibel sagt in Hebräer 8,12 (NIV):

„Denn ich werde ihnen ihre Bosheit vergeben und ihrer Sünden nicht mehr gedenken.“

Dies ist ein Zitat aus Jeremia 31,34 und Teil des neuen Bundes – eines Bundes, der durch das Blut Jesu besiegelt wurde (Lukas 22,20). Wenn Gott sagt, dass Er unserer Sünden „nicht mehr gedenkt“, bedeutet das nicht, dass Er sie vergisst wie ein Mensch. Es bedeutet, dass Er sich entscheidet, sie uns nicht mehr vorzuhalten. Er bringt sie nicht wieder zur Sprache.


Der Glaube ist der Schlüssel

Gottes Vergebung wird im Glauben empfangen – nicht durch Gefühle. Wenn verurteilende Gedanken aufkommen, die dir einreden wollen, du hättest die unvergebbare Sünde begangen oder deine Vergangenheit sei zu schmutzig, dann widerstehe ihnen. Paulus sagt:

„Nehmt jeden Gedanken gefangen unter den Gehorsam Christi.“
2. Korinther 10,5 (NIV)

Sage mit Überzeugung: „Ich bin durch das Blut Jesu Christi vergeben!“ (vgl. Epheser 1,7).
Wenn du diese Wahrheit immer wieder bekennst, wirst du mit der Zeit den Frieden Gottes erfahren, der allen Verstand übersteigt (Philipper 4,7).


Die Bedingung, anderen zu vergeben

Es gibt jedoch eine wesentliche Bedingung, um in Gottes Vergebung zu leben: Wir müssen anderen vergeben. Jesus lehrt klar:

„Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.”
Matthäus 6,14–15 (NIV)

Unvergebenheit wirkt wie eine Barriere in unserer Beziehung zu Gott. Es ist geistlich widersprüchlich, Gnade von Gott zu suchen, während wir anderen keine Gnade gewähren.
Darum prüfe dein Herz. Wenn es jemanden gibt, dem du noch nicht vergeben hast, dann lass ihn heute los. Es ist nicht nur für ihn – es ist für deine eigene Freiheit.


Zusammenfassung


Gott segne dich, während du in der Freiheit seiner Gnade wandelst.
Shalom.

 

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