Wird die Sünde wirklich weggenommen

by Ester yusufu | 23 Juni 2023 08:46 p.m.06

Seid herzlich gegrüßt im Namen unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Lasst uns gemeinsam aus der Bibel lernen – aus Gottes Wort, das „deines Fußes Leuchte und ein Licht auf deinem Wege“ ist (Psalm 119,105; Lutherbibel).

Zwischen der Vergebung der Sünden und der völligen Beseitigung der Sünde besteht ein wesentlicher Unterschied.

Wenn jemand gegen dich sündigt – dich vielleicht beleidigt oder bestiehlt – und dich um Vergebung bittet, kannst du ihm vergeben, indem du den Groll in deinem Herzen loslässt. Doch Vergebung bedeutet nicht automatisch, dass sich sein inneres Wesen verändert hat. Wenn die Wurzel der Sünde bestehen bleibt, kann dasselbe Verhalten wieder auftreten. So heißt es:

„Wie ein Hund wieder frisst, was er gespien hat, so ist der Narr, der seine Torheit immer wieder treibt“ (Sprüche 26,11).

Vergebung bedeutet also, dass die Schuld nicht mehr angerechnet wird – aber sie verändert nicht zwangsläufig die innere Natur eines Menschen.

Ähnlich verhält es sich in unserer Beziehung zu Gott. Wir können Vergebung empfangen, doch wenn die sündige Natur in uns nicht überwunden wird, geraten wir immer wieder in denselben inneren Kampf. Der Apostel Paulus beschreibt das sehr ehrlich:

„Denn ich weiß nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern was ich hasse, das tue ich“ (Römer 7,15; vgl. 7,15–20).

Darum kam Jesus Christus: nicht nur, um Sünden zu vergeben, sondern um die Macht der Sünde zu zerstören.

„… damit er durch den Tod die Macht nehme dem, der Gewalt über den Tod hatte, nämlich dem Teufel“ (Hebräer 2,14–15).

Schon im Alten Testament empfingen Menschen Vergebung:

„Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedeckt ist!“ (Psalm 32,1–2).

Doch die Sünde wurde zugedeckt – sie war nicht endgültig beseitigt. Gott versprach jedoch eine tiefere Reinigung:

„Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden“ (Jesaja 1,18).

Durch Jesus wurde dieser Weg vollendet.
„Denn ich will gnädig sein ihrer Ungerechtigkeit, und ihrer Sünden will ich nicht mehr gedenken“ (Hebräer 8,12).

Wie aber geschieht das konkret, sodass die Sünde nicht mehr über uns herrscht?

Zunächst beginnt alles mit echter Buße – mit einer bewussten Umkehr zu Gott.
„So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden“ (Apostelgeschichte 3,19).

Buße bedeutet, Gott unsere Sünden aufrichtig zu bekennen:
„Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit“ (1. Johannes 1,9).

Doch die Heilige Schrift zeigt auch den nächsten Schritt: die Taufe. In Apostelgeschichte 2,37–38 heißt es:

„Als sie aber das hörten, ging’s ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den andern Aposteln: Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun? Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.“

Die Taufe – als bewusstes, öffentliches Bekenntnis des Glaubens – steht in enger Verbindung mit der Vergebung und mit dem Empfang des Heiligen Geistes. Paulus erklärt die geistliche Bedeutung so:
„So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf dass, wie Christus auferweckt ist von den Toten … so auch wir in einem neuen Leben wandeln“ (Römer 6,4; vgl. 6,3–7).

Wenn Buße und Glaube von Herzen kommen, beginnt ein neues Leben. Alte, sündige Gewohnheiten verlieren ihre Macht:

„Wandelt im Geist, so werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen“ (Galater 5,16–17).

„So tötet nun die Glieder, die auf Erden sind …“ (Kolosser 3,5–10).

Und schließlich gilt die wunderbare Verheißung:

„Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden“ (2. Korinther 5,17).

Wichtig ist jedoch: Nicht jedes religiöse Ritual führt zu echter Erneuerung. Jesus warnt:

„Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen …“ (Matthäus 7,21–23).

Die biblische Taufe geschieht im Zusammenhang mit Glauben, Buße und Hingabe (vgl. Johannes 3,23; Apostelgeschichte 19,5–6).

Möchtest du frei werden von der Herrschaft der Sünde? Dann nimm Gottes Wort ernst und vertraue auf seine Verheißung.
„Sind wir untreu, so bleibt er doch treu“ (2. Timotheus 2,13).

Schalom.

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