TUE DAS GUTE ZU DEINEM EIGENEN VORTEIL – mit biblischer Tiefe

by Dorcas Kulwa | 26 September 2023 08:46 p.m.09

 


TUE DAS GUTE ZU DEINEM EIGENEN VORTEIL – mit biblischer Tiefe

Wenn du Gottes Willen befolgst, dann geschieht das zu deinem Vorteil — nicht, weil Gott daraus Gewinn zieht, sondern weil deine eigene Seele, dein Leben, davon profitiert. Gott selbst erfährt keinen Schaden, wenn Menschen sich von ihm abwenden — und Er hat auch keinen Vorteil, wenn jemand vollkommen lebt. Dein Gehorsam oder dein Ungehorsam trifft dich selbst.

Warum das so ist — theologische Überlegungen

In der Heiligen Schrift wird deutlich, dass Gottes Wege und Gottes Gerechtigkeit nicht davon abhängen, was Menschen tun — sondern dass Gott absolut souverän ist. Wenn wir folgen, gewinnen wir; wenn wir uns abwenden, verlieren wir.

Der menschliche Gehorsam relativiert sich nicht in dem Sinne, dass er Gott nützt; er nützt dir. Gott bleibt unveränderlich groß — wir sind es, die durch unser Handeln Heil oder Schaden erleben.

Diese Sicht schützt vor einem falschen Verständnis von „Gerechtigkeit durch Werke allein“. Wir tun nicht, um Gott zu „verdienen“, sondern um unser Leben in Übereinstimmung mit seinem Willen zu führen — und dadurch profitieren wir selbst.


Vertiefung durch ausgewählte Bibelstellen

Hiob 22:2–3 (nach Lutherbibel 2017)

„Kann ein Mensch Gott etwas nützen? Wer weise ist, nützt vor allem sich selbst. Hat der Allmächtige Freude daran, dass du gerecht bist? Oder zieht Er daraus irgendeinen Vorteil, dass du deinen Weg vollkommen gehst?“

Diese rhetorischen Fragen zeigen: Selbst ein weiser Mensch kann Gott nicht nützen — aber er nützt sich selbst. Es geht hier nicht um äußere Zwecke, sondern um das Wohl der eigenen Seele.

Hiob 35:6–8

„Wenn du sündigst, was kannst du Ihm damit antun? Werden zahlreich deine Verbrechen — was kannst du Ihm zufügen? Wenn du gerecht bist — was gibst du Ihm, oder was empfängt Er von deiner Hand? Dein Böses kann nur dir selbst schaden; und deine Gerechtigkeit kann vor allem dir selbst nützen.“

Hier wird deutlich: Gottes Gerechtigkeit oder Heiligkeit wird nicht durch unser Verhalten verändert — unser Verhalten wirkt sich auf uns selbst aus. Theologisch betont dieser Text, dass Religion und Glaube nicht Mittel sind, um Gott zu beeinflussen, sondern Wege, wie wir unser Leben in Übereinstimmung mit seiner Wahrheit gestalten.

Sprüche 6:32

„Wer Ehebruch begeht, handelt töricht; er bringt seine eigene Seele ins Verderben.“

Ein klares Bild dafür, wie sündhaftes Verhalten nicht Gott schadet — sondern den Täter selbst zerstört. Es zeigt, dass moralische Entscheidungen Konsequenzen haben — vor allem für uns selbst.

Evangelische & christliche Perspektive: Erlösung und Gnade

Doch dieser Fokus auf „unseren eigenen Nutzen“ darf nicht falsch verstanden werden — das Christentum betont Gnade und Erlösung.

Gott verlangt nicht von uns, dass wir durch unsere Werke erst seinen Wert steigern. Er ist unveränderlich groß und allmächtig — wir können Ihn nicht „besser“ machen.

Aber durch den Glauben an seinen Sohn — durch Gnade und Annahme von Erlösung — bekommt unsere Seele Zugang zum ewigen Leben. Unser Gehorsam und unser Glaube sind Wege, wie wir in Beziehung mit Gott leben, Heil erfahren und der Sünde entkommen.

Wenn wir uns aber bewusst der Sünde hingeben — uns abwenden von Gott und seiner Wahrheit — dann sind wir diejenigen, die verlieren. Gott verliert nichts; wir verlieren unsere Chance auf das Leben, das Er verschenken will.

Praktische Anwendung für den Gläubigen

Achte darauf, wozu deine Entscheidungen führen. Ob Gut oder Böse — am Ende sind es nicht Gott, sondern du, der Nutzen oder Schaden erleidet.

Verstehe den Sinn der Gebote Gottes. Sie sind kein Weg, Gott zu beeindrucken, sondern ein Weg, dein Leben zu schützen und zu segnen.

Setze auf Gnade und Glaube. Werke allein retten nicht — Erlösung geschieht durch den Glauben an Jesus. Doch gute Werke und Gehorsam zeigen, dass der Glaube echt ist und formen unser Leben nach Gottes Willen.

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