Frage: Was bedeutet es, einen Irokesenschnitt zu tragen, und ist das eine Sünde? (3. Mose 19,27)

by Ester yusufu | 9 Januar 2024 08:46 a.m.01

Antwort:

Schauen wir uns zunächst an, was die Bibel dazu sagt:

3. Mose 19,27
„Ihr sollt die Haare an den Seiten eures Hauptes nicht abschneiden und die Ränder eures Bartes nicht beschädigen.“

Auf den ersten Blick wirkt dieses Gebot heute vielleicht veraltet, aber im Kontext des alten Israel hatte es eine tiefgehende geistliche Bedeutung. Mit „die Haare an den Seiten abschneiden“ waren Frisuren gemeint, die von heidnischen Völkern praktiziert wurden, oft in Verbindung mit Götzendienst oder okkulten Ritualen.

Heutzutage entspricht das etwa einem Irokesenschnitt – bei dem das Haar in der Mitte stehen bleibt und die Seiten rasiert werden. Ursprünglich war dies keine Modeerscheinung, sondern ein Zeichen spiritueller Zugehörigkeit, häufig im Zusammenhang mit der Verehrung fremder Götter oder Schutzritualen.

Gott gab Israel solche Anweisungen nicht, weil Frisuren an sich sündhaft wären, sondern weil sein Volk sich von den umliegenden Nationen abheben sollte. Israel sollte heilig sein – also „abgesondert“ – in jedem Lebensbereich, auch im Äußeren.

3. Mose 19,2
„Ihr sollt heilig sein, denn ich, der HERR, euer Gott, bin heilig.“

In antiken Kulturen spiegelte das äußere Erscheinungsbild oft den Glauben wider. Eine Frisur war also nicht nur Mode, sondern ein spirituelles Zeichen. Darum warnt 3. Mose 19,28:

3. Mose 19,28
„Ihr sollt keine Schnitte an eurem Körper vornehmen für die Toten und keine Tätowierungen anbringen. Ich bin der HERR.“

Auch hier ging es um Bräuche, die mit Götzendienst und heidnischen Trauerritualen verbunden waren. Gott wollte nicht, dass sein Volk die Praktiken derer nachahmt, die falsche Götter verehren.

Heute gilt: Wenn jemand einen Irokesenschnitt oder Dreadlocks trägt (die in manchen Kulturen ebenfalls spirituelle Ursprünge haben), sollte man sich fragen: Woher kommt diese Praxis, und welche geistliche Bedeutung steckt dahinter? Auch wenn die Gesellschaft sie normalisiert hat, können ihre Wurzeln geistlich relevant sein.

5. Mose 12,30-31
„Hüte dich, dass du dich nicht verführen lässt, ihren Göttern nachzuforschen… Du sollst den HERRN, deinen Gott, nicht so anbeten wie sie.“

Geistliche Identität und äußeres Erscheinungsbild

Manche sagen: „Es ist doch nur Haar, das interessiert Gott nicht.“ Die Bibel sieht das anders:

Matthäus 10,30
„Bei euch aber sind sogar die Haare des Hauptes alle gezählt.“

Lukas 21,18
„Doch nicht ein Haar von eurem Haupt wird verlorengehen.“

Diese Verse zeigen, dass Gott selbst die kleinsten Details unseres Lebens beachtet – auch unser Haar. Unser Erscheinungsbild kann also etwas über unsere geistliche Haltung aussagen. Wenn Gott jedes Haar kennt, sollten auch wir darauf achten – nicht aus Eitelkeit, sondern aus Ehrfurcht.

Der Körper – einschließlich unserer Haare – gilt in der Bibel als Tempel des Heiligen Geistes:

1. Korinther 6,19-20
„Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt… ihr gehört nicht euch selbst; ihr seid teuer erkauft. Darum ehrt Gott mit eurem Leib.“

Wenn unser Körper ein Tempel ist, sollte auch unser äußeres Erscheinungsbild Gott ehren. Dazu gehört, Frisuren oder Symbole zu meiden, die unheilige Ursprünge haben – auch wenn sie heute modern sind.

Kulturelle Akzeptanz ≠ Göttliche Zustimmung

Nur weil viele Menschen – auch Christen – bestimmte Frisuren tragen, bedeutet das nicht automatisch, dass Gott sie gutheißt:

Römer 12,2
„Und passt euch nicht dieser Welt an, sondern lasst euch durch die Erneuerung eures Sinnes verändern.“

Das christliche Leben bedeutet nicht, sich anzupassen, sondern für Gott herauszuragen. Gesellschaftliche Trends wie „schick“, „mutig“ oder „trendy“ sind nicht automatisch gottgefällig.

Manche fragen: „Aber wir stehen doch unter dem Neuen Bund. Gelten die Gesetze des Alten Testaments nicht mehr?“
Richtig – die zeremoniellen und zivilen Gesetze Israels binden uns nicht mehr. Aber die moralischen und geistlichen Prinzipien – Götzendienst meiden, heidnische Einflüsse ablehnen, heilig leben – gelten nach wie vor:

1. Petrus 1,15-16
„…sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr in allem heilig sein; denn es steht geschrieben: ‚Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.‘“

Es geht nicht um Legalismus, sondern um geistliche Unterscheidung. Manche Trends tragen eine geistliche Botschaft, bewusst oder unbewusst. Christen sollen daher absichtlich leben:

Epheser 5,15-17
„Seht nun darauf, wie ihr sorgfältig wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise… So werdet nicht unklug, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist.“

Beliebtheit bedeutet nicht automatisch Sicherheit. Nur weil die Welt oder manche Christen etwas gutheißen, heißt das nicht, dass es richtig ist. Alles – auch Mode – sollte an Gottes Wort gemessen werden, nicht an öffentlicher Meinung.

Gott ruft uns zu einem abgesonderten Leben – sichtbar und unsichtbar. Hat eine Frisur heidnische Wurzeln oder einen rebellischen Geist, sollte man sie meiden. Unser Äußeres soll die Heiligkeit und Demut Christi widerspiegeln:

2. Korinther 6,17
„Darum: ‚Geht aus der Mitte von ihnen hinaus und scheidet euch ab!‘, spricht der Herr.“

Möge der Herr dir Weisheit und Gnade schenken, in Heiligkeit zu leben – auch in den kleinsten Details des Lebens. Amen.

Segenswünsche für dich.

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