Warum Geben Wir Opfergaben?

by Lydia Mbalachi | 2 März 2024 08:46 a.m.03

Frage: Warum sollten wir Opfergaben geben? Ist es verpflichtend? Und wenn jemand nicht gibt  ist das Sünde?

Antwort: Geben  sei es durch Opfergaben, Zehnten oder durch Werke der Großzügigkeit  ist ein wesentlicher Bestandteil des christlichen Lebens. Es spiegelt das Herz eines wahren Gläubigen wider. Ein Mensch, der ständig zurückhält und sich weigert zu geben, zeigt, dass sein Herz nicht wirklich verwandelt wurde, denn der Geist Gottes, der uns Christus ähnlich macht, ist von Natur aus großzügig.

1. Wir geben, weil Gott ein Geber ist

Gott ist der vollkommene Geber. Von Anfang an kommt alles, was wir haben Leben, Atem, Versorgung, Erlösung  aus seiner großzügigen Hand. Er gibt, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Das zeigt sich am deutlichsten in der Gabe Jesu Christi:

Johannes 3,16

„Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“

Als Gläubige sind wir nach Gottes Ebenbild geschaffen und berufen, seinen Charakter widerzuspiegeln:

1. Mose 1,26

„Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei …“

Wenn Gott großzügig ist und wir nach seinem Ebenbild geschaffen sind, dann sind auch wir dazu bestimmt, Geber zu sein.

2. Geben ist ein Akt der Anbetung und des Gehorsams

Geben ist nicht nur ein finanzieller Vorgang – es ist ein Akt der Anbetung. Es zeigt Dankbarkeit, Vertrauen und Hingabe an Gott. Im Alten Testament waren Opfergaben Teil des Bundesgehorsams (vgl. 3. Mose 27,30; Maleachi 3,10).

Doch auch im Neuen Testament bleibt der Geist der Großzügigkeit bestehen – nicht als Gesetz, sondern als Ausdruck der Liebe:

2. Korinther 9,7

„Jeder gebe, wie er es sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.“

Sprüche 3,9

„Ehre den HERRN mit deinem Gut und mit den Erstlingen all deines Ertrages.“

3. Kains Beispiel: Geben ohne das richtige Herz

Die Geschichte von Kain und Abel (1. Mose 4) zeigt uns, dass Gott nicht nur auf das schaut, was wir geben, sondern wie und warum wir es geben. Abel gab das Beste, und Gott nahm sein Opfer an. Kain gab ohne Glauben und Ehrfurcht – und Gott verwarf sein Opfer.

1. Mose 4,4–5

„Und der HERR sah gnädig an Abel und sein Opfer, aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an.“

Das zeigt: Geben muss aus einem willigen und glaubenden Herzen kommen. Wenn Geben sich wie eine Last anfühlt, offenbart das ein geistliches Problem – genau diese Haltung führte Kain auf einen zerstörerischen Weg.

4. Geben ist eine Verantwortung, nicht nur eine Regel

Wir geben nicht, weil wir gezwungen werden. Wir geben, weil wir verstehen, dass es unsere Verantwortung und unser Vorrecht ist. Wahre Großzügigkeit fließt aus einem Herzen, das das Evangelium verändert hat. Jesus ruft uns dazu auf, vollkommen zu sein wie unser Vater:

Matthäus 5,48

„Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“

Und zu dieser Vollkommenheit gehört auch, in Gottes Liebe und Großzügigkeit zu wandeln.

5. Die Folgen des Zurückhaltens

Jesus lehrt, dass das Unterlassen von Barmherzigkeit und Großzügigkeit ewige Konsequenzen hat. In Matthäus 25,41–46 warnt er davor, dass diejenigen, die anderen nicht helfen wollten, sich selbst von ihm trennen.

Matthäus 25,45–46

„Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. Und sie werden hingehen zur ewigen Strafe; die Gerechten aber in das ewige Leben.“

6. Ein Herzens-Check

Frage dich: Wenn Gott dir Luft zum Atmen, Boden zum Gehen und Sonnenschein zum Genießen schenkt – alles kostenlos – warum fällt es uns schwer, auch nur einen kleinen Teil zurückzugeben?

Wir bezahlen ohne Zögern für Strom, Essen und Unterhaltung, aber zögern, dem zu geben, der uns alles schenkt. Das zeigt ein Problem des Herzens, nicht des Geldbeutels.

Schlusswort der Ermutigung

Fliehe nicht vor deiner Verantwortung zu geben. Warte nicht auf einen Befehl – nimm das Geben als Teil deiner neuen Identität in Christus an.

Wenn wir fröhlich und großzügig geben, segnen wir nicht nur andere, sondern stellen uns selbst in die Übereinstimmung mit Gottes Wesen.

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