by Ester yusufu | 30 April 2024 08:46 p.m.04
Galater 5,19–21 (Lutherbibel 2017)
„Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung;
Götzendienst, Zauberei; Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen
und Neid; Saufen, Fressen und dergleichen. Davon sage ich euch voraus, wie ich schon zuvor gesagt habe: Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.“
Im Neuen Testament wird das Wort „Unreinheit“ mit dem griechischen Begriff akatharsía wiedergegeben. Er bedeutet wörtlich Unsauberkeit, Befleckung oder moralische Unreinheit. Gemeint ist vor allem eine innere und äußere Verdorbenheit, besonders im sexuellen Bereich.
Dabei beschränkt sich Unreinheit nicht nur auf sichtbare Handlungen. Sie umfasst ebenso unreine Gedanken, Begierden und Herzenshaltungen, wie Jesus selbst deutlich macht:
„Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.“
(Matthäus 5,28)
Obwohl jede Sünde den Menschen von Gott trennt (vgl. Römer 3,23), zeigt die Heilige Schrift klar, dass bestimmte Formen der Sünde als besonders befleckend und zerstörerisch gelten. Sie werden als Schandtat, Gräuel oder Perversion bezeichnet, weil sie Gottes Ordnung zutiefst widersprechen.
Um zu verstehen, welche Handlungen diese tiefe Form der Unreinheit kennzeichnen, gibt das Alte Testament klare und eindeutige Beispiele:
„Du sollst auch nicht bei einem Tier liegen und dich an ihm verunreinigen; auch soll kein Weib sich vor ein Tier stellen, sich mit ihm zu paaren; denn es ist ein Gräuel.“
„Wenn jemand bei seiner Schwiegertochter liegt, so sollen beide des Todes sterben; sie haben eine Schandtat begangen; ihr Blut komme über sie.“
Diese Texte sprechen von Bestialität und Inzest. Gott bezeichnet solche Handlungen nicht nur als Sünde, sondern ausdrücklich als „Schandtat“. Das zugrunde liegende hebräische Wort tebel beschreibt eine Verwirrung und Zerstörung der von Gott eingesetzten Ordnung. Solche Taten verletzen sowohl das moralische Gesetz als auch die natürliche Schöpfungsordnung und gelten daher als Unreinheit in ihrer extremsten Form.
Die Warnung des Apostels Paulus im Galaterbrief ist unmissverständlich:
„Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.“
(Galater 5,21)
Dabei geht es nicht um einen einzelnen Fehltritt, sondern um einen Lebensstil bewusster und unbußfertiger Sünde.
Jesus Christus ist gekommen, um uns von aller Unreinheit zu reinigen:
„Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“
(1. Johannes 1,9)
Doch ein fortgesetztes, vorsätzliches Verharren in schwerer Sünde offenbart ein Herz, das sich Gott nicht unterordnet:
„Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, bleibt kein Opfer für die Sünden mehr …“
(Hebräer 10,26–27)
Unreinheit zerstört nicht nur die Gemeinschaft mit Gott, sondern hat auch ewige Konsequenzen.
Die frohe Botschaft des Evangeliums lautet: Keine Sünde ist zu groß für Gottes Gnade, wenn echte Buße geschieht. Paulus erinnert die Gemeinde in Korinth daran:
„Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden?
Lasst euch nicht verführen! Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher noch Lustknaben noch Knabenschänder
noch Diebe noch Habsüchtige noch Trunkenbolde noch Lästerer noch Räuber werden das Reich Gottes ererben.
Und solche sind einige von euch gewesen. Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes.“
Die in Galater 5,19 erwähnte Unreinheit umfasst jede Form moralischer und sexueller Verdorbenheit – besonders jene, die Gottes gute Ordnung für menschliche Beziehungen verdrehen. Diese Sünden beflecken nicht nur den Leib, sondern betrüben auch den Heiligen Geist (Epheser 4,30).
Doch durch Buße, Umkehr und Glauben an Jesus Christus kann jeder Mensch gereinigt, vergeben und vollständig wiederhergestellt werden.
Möge der Herr uns helfen, Reinheit des Herzens, des Denkens und des Leibes zu suchen und im Geist zu wandeln und nicht nach dem Fleisch.
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