by Ester yusufu | 27 Juli 2024 08:46 a.m.07
Haupttext: Lukas 17,10
„So auch ihr! Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.“ (Bibel TV)
Am Anfang von Lukas 17 lehrt Jesus seine Jünger über Vergebung. Nachdem er ihnen gesagt hat, wie oft sie vergeben sollen, antworten die Jünger:
Lukas 17,5:
„Die Apostel sprachen zu dem Herrn: Stärke uns den Glauben!“ (Bibel TV)
Sie dachten, ein Leben des Vergebens erfordere mehr Glauben, weil große Taten nur mit großem Glauben möglich seien. Aber Jesus antwortet anders:
Lukas 17,6:
„Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Reiß dich aus und verpflanze dich ins Meer!, und er würde euch gehorsam sein.“ (Bibel TV)
✨ Das zeigt: Glauben hängt nicht von seiner Größe ab, sondern davon, dass er echt ist. Ein kleiner, lebendiger Glaube, der Gott vertraut, kann Großes bewirken. Glauben wächst nicht nur dadurch, dass wir um mehr bitten – sondern durch Gehorsam und demütigen Dienst.
Jesus schließt direkt an diese Lehre über Glauben an und erzählt ein Gleichnis:
Lukas 17,7–9:
„Wer unter euch hat einen Knecht, der pflügt oder das Vieh weidet, und sagt ihm, wenn der vom Feld heimkommt: ‚Komm gleich her und setz dich zu Tisch‘?
Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: ‚Bereite mir das Abendessen, schürze dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe; und danach sollst du essen und trinken‘?
Dankt er etwa dem Knecht, dass er getan hat, was befohlen war?“ (Bibel TV)
👉 Dieses Gleichnis zeigt, wie ein Diener seinem Herrn gegenübersteht: Er erwartet keinen Dank dafür, dass er seine Pflicht tut. Sein Dienst basiert nicht auf Lob oder persönlichen Vorteil, sondern auf Verantwortung und Gehorsam.
Lukas 17,10:
„So auch ihr! … Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.“ (Bibel TV)
Hier lehrt Jesus ein grundlegendes Prinzip des christlichen Lebens:
➡️ Wahre Nachfolge dient Gott ohne Anspruch oder Gefühl von Berechtigung.
Wir dienen Gott nicht, um uns Sein Wohlwollen oder Segen zu verdienen. Alles, was wir von Ihm bekommen — einschließlich Gnade, Glaube und Erlösung — ist Geschenk, nicht Lohn.
Epheser 2,8–9 (Lutherbibel 2017):
„Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit sich niemand rühme.“
👉 Wir dienen nicht, um Gott zu beeindrucken – wir dienen aus Gnade.
Jesus sagt uns in Lukas 17,10: Selbst wenn wir perfekt gehorchen würden, hätten wir nichts „verdient“. Wir haben nur getan, was von uns erwartet wird — unsere Pflicht. Das zerstört geistlichen Stolz.
Jesus ruft uns dazu auf, nicht nach Anerkennung oder Status zu streben, sondern demütig zu dienen, so wie Er es tat:
Markus 10,45:
„Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.“
➡️ Wahre Größe im Reich Gottes zeigt sich nicht im Rang, sondern in selbstlosem Dienst.
Viele Christen werden müde im Dienst — besonders wenn es keine Anerkennung, keinen sichtbaren Erfolg oder keine schnelle Belohnung gibt. Einige hören auf, wenn sich ihr Leben nicht sofort verändert oder sie keine Antwort bekommen.
Aber Jesus ruft uns zu einem reifen Glauben:
Ein Glaube, der treu dient, auch wenn keine sofortige Belohnung sichtbar ist.
➡️ Auch wenn du 20 Jahre predigst und keinen sichtbaren Erfolg siehst, oder selbstlos gibst, aber finanziell kämpfst — gib nicht auf. Diene treu.
Gott sieht, Gott erinnert sich, und Sein Timing ist perfekt.
Nimm Jesu Worte in dir auf:
„Herr, ich diene Dir nicht wegen einer Belohnung. Ich diene, weil Du würdig bist.“
Unsere Identität liegt nicht in dem, was wir bekommen, sondern darin, wem wir gehören.
Römer 14,8:
„Denn leben wir, so leben wir dem Herrn, und sterben wir, so sterben wir dem Herrn. So leben wir oder sterben wir, wir gehören dem Herrn.“
Lukas 17,10:
„Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.“ (Bibel TV)
Und doch belohnt Gott in Seiner Gnade sogar das, was wir nicht verdienen.
Schalom.
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