by Dorcas Kulwa | 11 Oktober 2024 08:46 p.m.10
Predige das Evangelium überall – denn Gott schenkt das Wachstum
1. Korinther 3,7, Elberfelder) (bible.by)
„So ist nun weder der, der pflanzt, noch der, der gießt, etwas, sondern Gott, der das Wachstum gibt.“
In 1. Korinther 3,6–7 formuliert Paulus eine Unterscheidung: „Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen; Gott aber hat das Wachstum gegeben.“ (Bibleserver)
Diese Aussage unterstreicht eine klassische theologische Lehre: Evangelisten, Prediger und Lehrer sind wichtige Mitarbeiter, aber das eigentliche Wachstum im Herzen eines Menschen stammt allein von Gott. Unsere Rolle ist Mittel, Gottes Rolle ist Ursache.
Dieser Gedanke steht in Verbindung mit der Lehre vom Gnadenwirken Gottes (Sola gratia). Der Mensch kann das Evangelium hören, es mitgestalten – aber letztlich ist es Gottes souveräne Gnade, die Frucht bringt.
In 1. Korinther 3,9 sagt Paulus: „Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; Gottes Ackerfeld, Gottes Bau seid ihr.“ (Bibleserver)
Diese Metaphern verdeutlichen zwei Aspekte:
Ackerfeld: Die Gemeinde als fruchtbarer Boden, auf dem geistliches Wachstum stattfinden kann.
Bauwerk: Die Gemeinde als Bau, das auf dem Fundament Jesu Christi errichtet ist (s. Vers 11) – mit jedem Gläubigen als Teil dieses Bauwerks.
Theologisch verweist dies auf die Gemeinschaft der Heiligen (communio sanctorum) und auf die Verantwortung jedes Einzelnen in der Gemeindearbeit.
In 1. Korinther 3,11 sagt Paulus: „Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“ (Bibleserver)
Theologisch ist dies zentral: Christus ist das unerschütterliche Fundament aller Gemeinde. Ohne dieses Fundament gibt es kein wahres geistliches Wachstum.
Im weiteren Verlauf (Verse 12–15) spricht Paulus über den Endgerichtstag, an dem die Werke geprüft werden:
Wer auf dem Fundament mit „goldenen, silbernen, kostbaren Steinen“ baut, hat dauerhafte Werke.
Wer mit „Holz, Heu, Stroh“ gebaut hat, sieht seine Werke verbrennen, wird aber „gerettet … so wie durchs Feuer hindurch“ (1. Korinther 3,15). (YouVersion | The Bible App | Bible.com)
Diese Lehre berührt die Eschatologie (Lehre von den letzten Dingen) und die Lehre von Werken: Unsere Werke zählen, und es gibt eine Prüfung, aber das Heil steht nicht auf dem Spiel – das Heil ist durch Christus gesichert, nicht durch unsere Werke.
Wenn wir das Evangelium öffentlich predigen (z. B. auf der Straße), begegnen wir oft Ablehnung. Theologisch lässt sich das durch das Prophetenprinzip erklären: Gläubige haben auch eine prophetische Rolle, indem sie die Welt mit Gottes Wahrheit herausfordern, nicht nur trösten.
In dieser geistlichen Funktion werden wir Mitarbeiter Gottes, aber wir dürfen nicht erwarten, dass jeder sofort Frucht trägt – das Wachstum bleibt Gottes Werk.
Das Wort Gottes spricht Herzen an – aber Umkehr geschieht oft nicht sofort. Das ist biblisch: Paulus spricht davon, dass die Korinther „noch unmündig“ waren (1. Korinther 3,1–2). (Bibleserver) Theologisch ist dies wichtig, weil es die Geduld Gottes und den unvollendeten Charakter vieler Gläubiger betont: Gott arbeitet über Zeit, nicht immer im schnellen Blitz.
Wenn eine Person sich bekehrt, ist das nicht nur eine momentane Freude: Es ist Teil von Gottes ewiger Heilsordnung.
Die Lehre von der ewigen Bedeutung einer Seele unterstreicht die Dringlichkeit des Evangeliums: Wir predigen nicht nur für das Hier, sondern für die Ewigkeit.
Wenn Menschen das Evangelium mehrfach hören, ist das nicht vergeblich – jede Botschaft ist ein Zeugnis, dass Gott sie angesprochen hat.
Bibelverse wie Matthäus 24,14 („…dieses Evangelium vom Reich wird … verkündigt werden als Zeugnis für alle Völker…“) zeigen, dass die weltweite Verkündigung Teil des göttlichen Heilsplans ist. (In deutscher Bibel z. B. Matthäus 24,14, Elberfelder)
Ebenso betont Paulus in Römer 2,16, dass Gott „die Geheimnisse der Menschen richtet … wie mein Evangelium verkündigt“ wird, was den verbindenden Gedanken von Evangelium und Gericht aufzeigt.
Souveränität Gottes: Wir predigen, aber wir wissen, dass das Wachstum nicht in unserer Hand liegt.
Gemeinschaftsaufbau: Evangelisation ist nicht nur Einzelarbeit; wir sind „Gottes Mitarbeiter“
.Jüngerschaft & Geduld: Menschen werden nicht immer sofort gerettet; manche brauchen Zeit, um zu reifen.Ewige Perspektive: Evangelisation hat eine eschatologische Dimension – unser Einsatz hat Auswirkungen über diese Welt hinaus.
Ich habe hier meist die Elberfelder Bibel verwendet, weil sie besonders genau übersetzt ist und sich gut für theologische Auslegungen eignet.
Du könntest aber auch andere deutsche Übersetzungen nehmen, je nach Zielgruppe:
Einheitsübersetzung (EÜ): sehr gebräuchlich in katholischen Kontexten. (Wikipedia)Neues Leben Bibel (NLB): leicht verständlich, gut für Einsteiger oder breites Publikum. (Wikipedia)
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