Du kannst es nicht alleine schaffen – Dienst ist Teamarbeit

by Rehema Jonathan | 14 Oktober 2024 08:46 a.m.10

Eine wichtige Wahrheit im Leben und im Dienst ist diese: Du kannst nicht alles alleine machen. Gott hat nie vorgesehen, dass eine einzelne Person Seine Arbeit ganz allein erledigt.

Denk mal daran, wie ein Auto gebaut wird. Derjenige, der den Motor entwirft, braucht jemanden, der die Reifen herstellt. Und wieder einen anderen Fachmann für die Elektrik. Ein Auto funktioniert nur richtig, wenn viele Menschen mit ihren besonderen Fähigkeiten zusammenarbeiten. Im Dienst ist es genauso.

Biblisches Beispiel: Philippus, Petrus und Johannes
In Apostelgeschichte 8 sehen wir, wie Gott verschiedene Menschen in unterschiedlichen Phasen im Leben der neuen Gläubigen gebraucht hat. Philippus ging nach Samaria und predigte die frohe Botschaft von Jesus. Viele glaubten und wurden getauft. Aber da hörte es nicht auf. Die Apostel in Jerusalem schickten Petrus und Johannes, um für die neuen Gläubigen zu beten, damit sie den Heiligen Geist empfangen.

Apg 8,12-17 (Lutherbibel 2017)
„Als sie aber den Philippus glaubten, der ihnen das Evangelium vom Reich Gottes und vom Namen Jesu Christi predigte, ließen sie sich taufen, Männer und Frauen.
…Als aber die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie ihnen Petrus und Johannes.
Diese kamen hinab und beteten für sie, damit sie den Heiligen Geist empfingen.
Denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen; sie waren nur auf den Namen des Herrn Jesus getauft worden.
Da legten ihnen Petrus und Johannes die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist.“

Beachte: Philippus predigte und taufte, aber Petrus und Johannes beteten für die Erfüllung mit dem Geist. Das zeigt: Dienst ist vielschichtig, und Gott gibt verschiedenen Menschen unterschiedliche Aufgaben. Es gibt keinen Platz für Konkurrenz – nur für Zusammenarbeit.

Der Leib Christi
Der Apostel Paulus gibt uns eine kraftvolle Theologie der Einheit und Vielfalt im Leib Christi. In 1. Korinther 12,12 schreibt er:

„Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl viele, ein Leib sind, so auch Christus.“

Paulus betont, dass jedes Mitglied eine Rolle hat und niemand glauben sollte, er könne oder müsse alles alleine machen. Diese Wahrheit zeigt sich auch darin, wie Paulus seinen Dienst zusammen mit anderen beschreibt:

1. Korinther 3,6-7 (Lutherbibel 2017)
„Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, aber Gott hat das Wachstum gegeben.
So ist nun weder der, der pflanzt, etwas, noch der, der begießt, sondern Gott, der das Wachstum gibt.“

Paulus sagt hier: „Ich habe angefangen, Apollos hat weitergemacht – aber Gott ist es, der die wirklichen Ergebnisse bringt.“ Wahres geistliches Wachstum ist Gottes Werk, auch wenn er auf Menschen als Werkzeuge zurückgreift.

Kannst du zulassen, dass andere auf deinem Werk aufbauen?
Wenn du Diener Gottes bist, hier eine Herausforderung:
Bist du bereit, jemand anderem zu erlauben, das Werk fortzusetzen, das du begonnen hast?

Diese Frage ist heute besonders wichtig, weil viele ihren Dienst territorial verteidigen. Aber die frühe Kirche arbeitete in Partnerschaft, nicht im Besitzdenken. Wenn Gott einen weiteren Diener sendet – von dem du weißt, dass er echt und biblisch ist –, kannst du dann zulassen, dass diese Person diejenigen, die du zuerst erreicht hast, weiterführt und wachsen lässt?

Natürlich ist Unterscheidung wichtig. Nicht jeder, der sich Diener Gottes nennt, ist es wirklich (vgl. 2. Korinther 11,13-15). Aber wenn jemand klar in Wahrheit und Demut wandelt, müssen wir bereit sein, zusammenzuarbeiten – so wie die Apostel es taten.

Epheser 4,16 (Lutherbibel 2017)
„Aus ihm wächst der ganze Leib, zusammengefügt und verbunden durch alle Gelenke, die einander helfen, nach dem Wirken jedes einzelnen Gliedes, zur Auferbauung des Leibes Gottes.“

Wir brauchen einander
Dienst ist keine Ein-Mann-Show. Es ist das Werk des ganzen Leibes Christi, befähigt durch den Heiligen Geist und geleitet von Gott selbst.

Wenn wir unsere Grenzen anerkennen und die Beiträge anderer wertschätzen, spiegeln wir die Einheit der frühen Kirche wider – und vor allem das Herz Christi.

Möge der Herr uns helfen, demütig zu dienen, in Einheit zu arbeiten und das Wachstum zu feiern, das nur Gott schenken kann.


WhatsApp
DOWNLOAD PDF

Source URL: https://wingulamashahidi.org/de/2024/10/14/62741/