by Ester yusufu | 14 Oktober 2024 08:46 a.m.10
„Ich sage euch: Selbst Salomo in all seiner Herrlichkeit war nicht gekleidet wie eine von ihnen.“
(Matthäus 6,29)
Was bedeutet dieser Vers?
In Matthäus 6,29 spricht Jesus über Gottes fürsorgliche Vorsehung gegenüber seiner Schöpfung und besonders gegenüber seinen Kindern. Diese Aussage macht deutlich, dass Gott souverän handelt und sich persönlich um die Bedürfnisse der Menschen kümmert. Sie erinnert Gläubige daran, dass ihr Wert in Gottes Augen weit über materiellen Reichtum oder gesellschaftliche Stellung hinausgeht.
Jesus nimmt die Lilien des Feldes als Beispiel. Sie wachsen und blühen in großer Schönheit, ohne sich anzustrengen oder zu arbeiten. Dennoch ist ihre Pracht vergänglich – sie verwelkt schnell (vgl. Psalm 103,15–16). Wenn Jesus sagt, dass selbst Salomo, der für seinen unvergleichlichen Reichtum und Glanz bekannt war, nicht so herrlich gekleidet war wie die Lilien, stellt er die vergängliche menschliche Herrlichkeit der mühelosen und vollkommenen Versorgung Gottes gegenüber.
Salomos Herrlichkeit beruhte auf irdischem Reichtum, menschlicher Kunstfertigkeit und kostbaren Materialien – Dinge, die mit der Zeit vergehen. Die Lilien hingegen spiegeln Gottes Herrlichkeit in ihrer natürlichen, von ihm gegebenen Schönheit wider. Damit macht Jesus deutlich: Gottes Versorgung geschieht aus Gnade und übersteigt alles, was der Mensch aus eigener Kraft erreichen kann.
Zugleich fordert diese Passage zu Vertrauen in Gottes Fürsorge auf (vgl. Philipper 4,19). Gläubige sollen sich nicht von Sorgen um materielle Dinge bestimmen lassen, sondern zuerst nach dem Reich Gottes trachten (Matthäus 6,33). Wenn Gott schon für die Lilien sorgt, wie viel mehr wird er dann für uns sorgen, die wir in seinen Augen von großem Wert sind (Matthäus 10,31).
Sogar der natürliche Duft der Blumen, den kein menschlich gefertigtes Gewand nachahmen kann, weist auf die besondere Güte Gottes hin. Er steht sinnbildlich für die einzigartigen Segnungen, die Gott seinem Volk schenkt – Gaben der Gnade, die nicht verdient, sondern aus seiner liebenden Güte frei gegeben werden.
Matthäus 6,29 ruft Gläubige dazu auf, Gott zu vertrauen, geistliche Prioritäten über materielle Sorgen zu stellen und in der Gewissheit zu leben, dass Gott sie liebt, wertschätzt und treu für sie sorgt.
Der Herr segne euch.
Source URL: https://wingulamashahidi.org/de/2024/10/14/matthaeus-629-verstehen/
Copyright ©2026 Wingu la Mashahidi unless otherwise noted.