TRAGE KLEIDUNG – ABER KLEIDE DICH NICHT, UM AUFZUFALLEN.

by Dorcas Kulwa | 21 Oktober 2024 08:46 a.m.10

 


TRAGE KLEIDUNG – ABER KLEIDE DICH NICHT, UM AUFZUFALLEN

Hast du dir schon einmal bewusst die Frage gestellt: Warum trage ich eigentlich das, was ich trage?
Welche Botschaft sende ich damit – und an wen?

Als Gläubige sind selbst unsere Kleidungsentscheidungen nicht belanglos. Sie sollten unsere Identität in Christus widerspiegeln – nicht bloß unsere Persönlichkeit, aktuelle Trends oder gesellschaftlichen Druck.


Ein biblisches Verständnis von Bescheidenheit

In 1. Petrus 3,3–4 lesen wir:

„Euer Schmuck soll nicht der äußere sein – Haarflechten, Goldschmuck oder prächtige Kleidung –, sondern der verborgene Mensch des Herzens mit dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist.“

Diese Verse verbieten weder gepflegte Kleidung noch ein ansprechendes Äußeres. Sie erinnern uns vielmehr daran, dass unser Wert und unsere Identität nicht aus dem stammen, was andere an uns sehen. Für Gott zählt das Herz mehr als das äußere Erscheinungsbild.


Kleidung tragen – oder sich kleiden, um gesehen zu werden

Kleidung an sich ist etwas Gutes und Gottgegebenes. Bereits in 1. Mose 3,21 heißt es:

„Und Gott, der HERR, machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie.“

Gott selbst schenkte dem Menschen Kleidung als Ausdruck von Würde nach dem Sündenfall. Problematisch wird es erst dann, wenn Kleidung gezielt dazu dient, Aufmerksamkeit zu erregen, zu verführen oder weltliche Werte zu transportieren.

Nicht das Kleidungsstück an sich ist entscheidend, sondern die Herzenshaltung dahinter. Kleidung kann neutral sein – unsere Absicht ist es nicht. Wer sich bewusst so kleidet, dass Bewunderung, Lust oder Selbstdarstellung im Mittelpunkt stehen, bewegt sich weg von Bescheidenheit und hin zu Stolz und Eitelkeit, vor denen die Bibel deutlich warnt (vgl. 1. Johannes 2,16).

Verantwortung füreinander tragen

Jesus sagt in Matthäus 5,28:

„Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.“

Lust entsteht im Herzen – das ist wahr. Doch als Nachfolger Christi tragen wir auch Verantwortung dafür, wie unser Verhalten andere beeinflusst. Paulus schreibt in Römer 14,13:

„Lasst uns einander nicht mehr richten, sondern vielmehr darauf bedacht sein, dem Bruder oder der Schwester keinen Anstoß oder kein Hindernis in den Weg zu legen.“

Wenn unsere Kleidung andere in Versuchung bringt oder innerlich zu Fall bringt, handeln wir nicht aus Liebe. Christliche Freiheit ist niemals Selbstzweck, sondern wird immer durch Liebe zu anderen begrenzt (Galater 5,13).

Kleidung bewusst wählen – wie Nahrung

Du isst nicht wahllos alles, was dir begegnet. Du wählst aus, was dir guttut und dich gesund erhält. Genauso sollten wir mit unserer Kleidung umgehen.

Trage nicht etwas nur, weil es gerade modern oder gesellschaftlich akzeptiert ist. Stell dir stattdessen ehrlich diese Fragen:

In Philipper 2,15 heißt es:

„… damit ihr untadelig und lauter seid, Kinder Gottes ohne Makel inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter dem ihr leuchtet wie Sterne in der Welt.“

Wir sind berufen, einen Unterschied zu machen – nicht darin aufzugehen, was die Welt normalisiert.

Bescheidenheit ist eine Frage der Identität

Bescheidenheit ist letztlich keine Liste von Regeln, sondern Ausdruck unserer Identität. Wenn du zu Christus gehörst, gehört auch dein Körper nicht mehr dir selbst. In 1. Korinther 6,19–20 steht:

„Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft. Darum verherrlicht Gott mit eurem Leib.“

Das schließt ein, wie wir unseren Körper anderen gegenüber darstellen.

Achte dich selbst – ehre Gott

Ob ein junger Mann, der durch enge Kleidung auffallen möchte, oder eine Frau, die sich sehr freizügig kleidet – die entscheidende Frage bleibt dieselbe:
Will ich Gott verherrlichen oder Menschen gefallen?

Lass deine Kleidung Würde, Respekt und Heiligkeit widerspiegeln – nicht bloß Mode, Trends oder sozialen Druck.

Bedecke dich mit Ehre – und zieh Christus an.
(Römer 13,14):

„Zieht vielmehr den Herrn Jesus Christus an und sorgt nicht für das Fleisch, sodass Begierden geweckt werden.“

Möge der Herr dich mit Weisheit, innerer Freiheit und Gnade segnen, während du deine Identität in Ihm lebst.

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