by MarryEdwardd | 13 Dezember 2024 08:46 a.m.12
In unserer vorherigen Lektion haben wir das Fundament des Christentums betrachtet – dass Jesus Christus selbst der Eckstein ist. Die Schrift nennt Ihn den Haupt-Eckstein, den Felsen, auf dem das gesamte geistliche Gebäude ruht. Ohne Ihn gibt es kein wahres Christentum. Er ist das Fundament unseres Glaubens und der Urheber und Vollender unseres Heils (Hebräer 12,2).
„Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.“
— Psalm 118,22; Apostelgeschichte 4,11 (ELB)
Wie bei einem soliden Bauwerk müssen, nachdem das Fundament gelegt ist, Säulen errichtet werden, die das Gebäude stützen und stabilisieren. Diese Säulen tragen das ganze geistliche Haus und ermöglichen ihm, Stürmen standzuhalten.
Als Christ musst du, nachdem du Jesus als dein Fundament etabliert hast, die sieben Säulen aufbauen, die das Gerüst deines geistlichen Lebens bilden.
1. LIEBE
Liebe ist die wichtigste Säule, weil Gott Liebe ist (1. Johannes 4,8). Christliche Liebe (Agape) ist bedingungslos, selbstlos und geht über menschliche Zuneigung hinaus. Sie spiegelt Gottes eigene Natur wider – eine Liebe, die entscheidet, zu geben, zu segnen und selbst denen zu vergeben, die uns entgegenstehen.
„Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel spreche, aber keine Liebe habe, bin ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.“
— 1. Korinther 13,1 (ELB)
Diese Liebe ist das Wesen des christlichen Lebens. Sie ist die Frucht des Geistes (Galater 5,22-23) und das Kennzeichen, durch das die Welt die Nachfolger Christi erkennt (Johannes 13,35). Ohne Liebe sind alle anderen Werke leer.
2. GEBET
Gebet ist die direkte Kommunikationslinie des Gläubigen mit Gott – unerlässlich für geistliche Lebendigkeit. Durch das Gebet pflegen wir Nähe zu Gott, erhalten Führung, treten für andere ein und gewinnen Kraft, um Prüfungen zu bestehen.
„Seid beharrlich im Gebet und wacht darin mit Danksagung.“
— Kolosser 4,2 (ELB)
Jesus lebte ein Leben des Gebets (Lukas 5,16) und lehrte uns, beständig und im Glauben zu beten (Lukas 18,1-8). Auch die Apostel betonten, dass Gebet grundlegend für das Leben und die Mission der Kirche ist.
3. DAS WORT (Schrift)
Gottes Wort ist lebendig und wirksam (Hebräer 4,12) – es nährt uns, korrigiert uns und rüstet uns für jedes gute Werk aus (2. Timotheus 3,16-17). Die Beschäftigung mit der Schrift bildet das geistliche Rückgrat, um Gottes Willen zu erkennen und in Christus zu wachsen.
„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung und zur Erziehung in der Gerechtigkeit.“
— 2. Timotheus 3,16 (ELB)
Ein gesundes christliches Leben hängt von regelmäßigem Umgang mit der Bibel ab, die Gottes Erlösungsplan von Genesis bis zur Offenbarung offenbart.
4. GEMEINSCHAFT
Christentum ist kein Solo-Weg. Gott hat uns für Gemeinschaft geschaffen, in der Gläubige einander ermutigen, korrigieren und stärken, durch die Einheit des Geistes.
„Lasst uns nicht versäumen, zusammenzukommen, wie es bei einigen üblich ist, sondern einander ermutigen.“
— Hebräer 10,25 (ELB)
Die frühe Kirche lebte dies vor, indem sie sich ständig zu Lehre, zum Brotbrechen und Gebet versammelte (Apostelgeschichte 2,42). Gemeinschaft schützt vor Isolation, Entmutigung und Irrtum und fördert Liebe und Verantwortung.
5. HEILIGUNG
Heiligung ist sowohl Gottes Wesen als auch Sein Ruf an Sein Volk. Der Gläubige ist geheiligt – abgesondert – um Gottes Charakter in Wort und Tat widerzuspiegeln.
„Wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr in allem Wandel heilig sein.“
— 1. Petrus 1,15-16 (ELB)
Das christliche Leben ist ein Ruf zu fortwährender Heiligung, befähigt durch den Heiligen Geist, der uns hilft, Sünde zu überwinden und in Christusähnlichkeit zu wachsen.
6. EVANGELISIEREN
Evangelisation ist der natürliche Überfluss des Heils – der Auftrag und die Freude, das Evangelium zu teilen. Der Missionsbefehl (Matthäus 28,18-20) ist zentral für die christliche Mission und betont Jüngerschaft als Zweck der Kirche.
„Die Zerstreuten aber zogen umher und predigten das Wort.“
— Apostelgeschichte 8,4 (ELB)
Jeder Gläubige ist berufen, ein Zeuge zu sein, befähigt durch den Geist (Apostelgeschichte 1,8), um andere in Gottes Reich zu führen.
7. GEBEN
Gott ist der ultimative Geber, der Gnade und Heil frei schenkt. Christen ahmen Gott nach, indem sie großzügig geben, den Dienst unterstützen und sich um Bedürftige kümmern.
„Jeder gebe, wie er es sich im Herzen vorgenommen hat, nicht widerwillig oder unter Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.“
— 2. Korinther 9,7 (ELB)
Geben ist ein Akt der Anbetung und des Vertrauens, der Gottes Versorgung anerkennt und uns an Seinem Werk auf Erden teilhaben lässt.
Zusammenfassung:
Wenn wir unser geistliches Leben auf diesen sieben Säulen – Liebe, Gebet, Schrift, Gemeinschaft, Heiligung, Evangelisation und Geben – treu aufbauen, wird unser Glaube wie ein wohlgebautes Haus sein, das jedem Sturm standhält.
„Jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, wird einem klugen Mann gleichen, der sein Haus auf den Felsen gebaut hat.“
— Matthäus 7,24 (ELB)
Möge dein Glaube stark sein und dein Leben Gott verherrlichen, bis der Tag kommt, an dem Jesus Christus zurückkehrt.
Gott segne dich.
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