BEGINNE DAS JAHR MIT ZIELSTREBIGKEIT UND GEISTLICHER WACHSAMKEIT

by Ester yusufu | 28 Dezember 2024 08:46 a.m.12

Seid herzlich gegrüßt im gesegneten Namen unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus. Wenn wir in ein neues Jahr eintreten, ist es wichtig, innezuhalten und nachzudenken – nicht nur über unsere persönlichen Ziele, sondern vor allem über die geistliche Haltung, mit der wir dieses Jahr beginnen.

Eine der ernsthaftesten und zugleich warnendsten Begebenheiten der Heiligen Schrift ist der Fall König Davids in die Sünde mit Batseba. Obwohl David ein Mann nach dem Herzen Gottes war (Apostelgeschichte 13,22), war auch er nicht vor Versuchung geschützt. Die Folgen seiner Entscheidungen waren verheerend – nicht nur für ihn selbst, sondern auch für viele andere. Und alles begann mit einer scheinbar kleinen Entscheidung, die zunächst harmlos erschien.

In 2. Samuel 11,1 heißt es (Lutherbibel 2017):

„Als aber das Jahr um war, zur Zeit, da die Könige in den Kampf ziehen, sandte David Joab mit seinen Knechten und ganz Israel, dass sie die Ammoniter schlugen und belagerten Rabba. David aber blieb in Jerusalem.

Dieser eine Satz legt den Grundstein für Davids Fall. Es war die Zeit, in der Könige in den Krieg zogen – doch David blieb zurück. Während seine Männer kämpften, führte David ein Leben der Untätigkeit. Dieser Zustand geistlicher Passivität öffnete der Versuchung Tür und Tor.

In den folgenden Versen (2–5) sieht David Batseba, erkundigt sich nach ihr und begeht schließlich Ehebruch mit ihr. Als sie schwanger wird, versucht er seine Sünde zu vertuschen. Als dies misslingt, sorgt er dafür, dass ihr Mann Uria getötet wird. Eine einzige falsche Entscheidung zu Beginn einer Zeitspanne entwickelt sich zu einer Kette schwerer Sünden mit tiefgreifenden und langanhaltenden Konsequenzen (vgl. 2. Samuel 12,10–14).

Diese Geschichte vermittelt uns eine grundlegende geistliche Wahrheit:
Geistliche Passivität führt unweigerlich zu geistlicher Verwundbarkeit.

Der Apostel Paulus greift diesen Gedanken in Epheser 6,11–13 auf:

„Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. … Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt.“

Der Beginn eines neuen Jahres ist nicht nur ein neuer Abschnitt im Kalender – er ist eine entscheidende geistliche Wegmarke. Es ist keine Zeit für Gleichgültigkeit, Ablenkung oder geistliche Trägheit. Es ist eine Zeit, im Gebet aufzustehen, sich neu am Willen Gottes auszurichten und bewusst im geistlichen Kampf zu stehen.

In der Bibel haben Anfänge immer Gewicht. Am Anfang der Schöpfung bringt Gott Ordnung ins Chaos. Im Buch Exodus beginnt Gott die Befreiung Israels zu einer von ihm bestimmten Zeit. Und in den Evangelien beginnt Jesus seinen öffentlichen Dienst mit Gebet, Fasten und geistlicher Vorbereitung (Lukas 4,1–2). Ein geistlich guter Anfang ist entscheidend.

Darum sind wir zu Beginn des Jahres besonders aufgerufen:

Hätte David sich entschieden, gemeinsam mit seinen Männern in den Kampf zu ziehen – so wie es der Verantwortung eines Königs entsprach –, hätte er möglicherweise die Situation vermieden, die zu seinem größten moralischen Versagen führte. Seine Geschichte ist für uns zugleich Warnung und Ermutigung, geistlich wachsam und aktiv zu bleiben – besonders an entscheidenden Übergängen wie dem Beginn eines neuen Jahres.

Möge der Herr uns helfen, nicht achtlos in das neue Jahr hineinzuleben, sondern es mit Zielstrebigkeit, Gebet und geistlicher Kraft zu beginnen. Lasst uns nicht zurückbleiben, wenn Gott uns an die Frontlinien des geistlichen Kampfes ruft. Lasst uns im Glauben vorangehen und auf Gottes Gnade, Führung und Schutz vertrauen.

Shalom.

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