Title Mai 2023

Warum fällt es so vielen Menschen schwer, Gott zu verstehen?

 


Warum fällt es so vielen Menschen schwer, Gott zu verstehen?
Ist dein Herz wirklich offen für Ihn?

Jesus sprach dieses Thema ganz direkt an, als Er erklärte, warum viele Menschen Seine Worte hören, aber ihre tiefere Bedeutung nicht begreifen:

Matthäus 13,14–15 (LUT)

„Bei ihnen erfüllt sich die Prophezeiung des Jesaja, die besagt:
‘Ihr werdet zwar hören, aber nicht verstehen,
und ihr werdet sehen, aber nicht erkennen.
Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt,
mit den Ohren hören sie nur schwer,
und ihre Augen haben sie verschlossen,
damit sie nicht mit den Augen sehen,
nicht mit den Ohren hören,
nicht mit dem Herzen verstehen
und sich bekehren, damit ich sie heilen könnte.’“


Der Zustand des Herzens – entscheidend für das Verständnis Gottes
Der Schlüssel zum Verstehen Gottes liegt nicht darin, ob wir hören oder sehen können, sondern in der geistlichen Verfassung unseres Herzens. Das Herz ist hier der Sitz von Glauben und Erkenntnis, der Ort, an dem moralische und geistliche Wahrnehmung stattfinden. Die Bibel lehrt, dass geistliche Wahrheiten nur geistlich erkannt werden:

1. Korinther 2,14 (LUT)

„Der natürliche Mensch nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist; es ist ihm Torheit, und er kann es nicht verstehen, denn es muss geistlich beurteilt werden.“

Ohne ein Herz, das dem Heiligen Geist offensteht, bleibt Gottes Botschaft verborgen – wie Licht hinter geschlossenen Augen.


Gott spricht zu allen – doch nur wenige hören wirklich zu
Gottes Offenbarung gilt jedem Menschen. Jeder ist Ihm begegnet, sei es auf geistlicher Ebene oder durch Seine Vorsehung (Römer 1,20). Doch viele erkennen Seine Stimme nicht oder reagieren falsch, weil ihre Herzen verhärtet sind:

Hebräer 3,7–8 (LUT)

„Darum, wie der Heilige Geist sagt: ‚Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht wie beim Aufstand.‘“

Diese Verhärtung kann durch Sünde, Unglauben oder die Weigerung zur Hingabe entstehen. Sie schafft eine geistliche Barriere zwischen Gott und uns.


Die Stimme Gottes und unsere Reaktion
Jesus selbst erlebte diese Realität:

Johannes 12,28–30 (LUT)

„Vater, verherrliche deinen Namen!“ Da kam eine Stimme vom Himmel: ‚Ich habe ihn verherrlicht, und ich werde ihn wieder verherrlichen.‘ Die Menge, die dort stand, hörte es und meinte, es habe gedonnert. Andere sagten: ‚Ein Engel hat zu ihm gesprochen.‘ Jesus antwortete: ‚Diese Stimme ist um eurer willen gekommen, nicht um meinetwillen.‘“

Selbst wenn Gottes Stimme deutlich hörbar ist, verstehen viele sie nicht, weil ihre Herzen nicht vorbereitet sind. Ihr Interesse an Jesus war oft durch Wunder oder persönlichen Vorteil motiviert, nicht durch echten Glauben (Johannes 6,26).


Echtes Verständnis erfordert ein hingegebenes Herz
Die Bibel macht deutlich, dass Gott diejenigen sucht, die Ihn mit ganzem Herzen suchen:

Jeremia 29,13 (LUT)

„Ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht.“

 

2. Chronik 16,9 (LUT)

„Denn die Augen des HERRN durchstreifen die ganze Erde, um stark zu machen die, deren Herz untadelig bei ihm ist.“

Gott offenbart sich und gibt Kraft denen, deren Herz vollkommen engagiert ist – nicht gespalten oder heuchlerisch.


Heuchelei vs. echte Hingabe
Jesus kritisierte die Menschen, die Ihn nur mit den Lippen ehrten, während ihr Herz fern blieb:

Matthäus 15,7–8 (LUT)

„Ihr Heuchler! Jesaja hat recht über euch geweissagt, als er sagte: ‚Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir.‘“

Eine echte Beziehung zu Gott erfordert Aufrichtigkeit – Ihn von Herzen zu lieben, über äußere Rituale oder Erscheinungen hinaus.


Praktische Anwendung für heute
Wenn du Kirche besuchst oder geistliche Aktivitäten nur aus Gewohnheit oder sozialen Gründen wahrnimmst, kannst du Gottes Gegenwart nur oberflächlich erleben. Wahres Verständnis Seines Willens entsteht nur, wenn dein Herz wirklich hingegeben ist und Ihn aktiv sucht:

Psalm 34,18 (LUT)

„Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und rettet die, die zerschlagenen Geistes sind.“

 

Jakobus 4,8 (LUT)

„Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch.“


Lasst uns verpflichten, Gott mit ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft zu lieben (Matthäus 22,37). Wenn wir Heiligkeit und Gerechtigkeit aus echter Hingabe anstreben – nicht nur, um Segen oder Antworten zu erhalten – verspricht Gott, sich zu offenbaren und unsere Herzen zu heilen.

Möge Gott dich reich segnen, während du Ihn mit einem aufrichtigen Herz suchst.
Shalom.

Bitte teile diese Botschaft mit anderen.

 

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WEIDE MEINE SCHAFE, WEIDE MEINE LÄMMER

 


WEIDE MEINE SCHAFE, WEIDE MEINE LÄMMER
Ein biblischer Auftrag für alle Diener Gottes

Ist das Hüten der Herde Gottes ausschließlich die Aufgabe von Pastoren? Was ist mit Aposteln, Propheten, Evangelisten und Lehrern? Sind sie von der Verantwortung entbunden, sich um die Gläubigen zu kümmern? Die Schrift macht deutlich, dass der Auftrag, die Herde zu nähren und zu leiten, allen gilt, die in irgendeiner Form zum Dienst berufen sind – unabhängig von Amt, Funktion oder Titel.

Das Gespräch Jesu mit Petrus in Johannes 21 unterstreicht diese Wahrheit auf eindrucksvolle Weise.

1. Jesu Auftrag an Petrus: Ein Muster für jeden geistlichen Dienst

Johannes 21,15–17

Dreimal stellt Jesus Petrus dieselbe Frage: „Liebst du mich?“
Und jedes Mal antwortet Petrus mit einem Bekenntnis seiner Liebe – worauf Jesus jedes Mal mit derselben Anweisung reagiert: „Weide meine Lämmer“, „Hüte meine Schafe“, „Weide meine Schafe.“

Petrus war ein Apostel, kein Pastor im engeren Sinn. Und doch wurde gerade ihm dieser Auftrag gegeben. Das macht deutlich: Die Sorge um Gottes Volk ist nicht an einen bestimmten Titel gebunden. Jeder, der geistliche Verantwortung trägt, ist berufen, die Herde zu nähren und zu hüten.

2. Gemeindeleiter haben gemeinsam die Verantwortung, die Herde zu nähren

Paulus erinnert die Ältesten von Ephesus daran:

Apostelgeschichte 20,28

Sie sollten auf sich selbst und auf die ganze Herde achten – nicht als Titelträger, sondern als vom Heiligen Geist eingesetzte Aufseher. In der frühen Kirche wurden die Begriffe Älteste, Bischöfe und Aufseher oft synonym verwendet. Nicht jeder hatte den Titel „Pastor“, aber alle waren verantwortlich, die Gemeinde zu weiden, die Gott durch das Blut Christi teuer erkauft hat.


3. Schafe und Lämmer: Zwei unterschiedliche Gruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen

Jesus unterscheidet bewusst zwischen Lämmern und Schafen:

Lämmer sind neue Gläubige, die geduldige Unterweisung, Ermutigung und grundlegende Lehre benötigen (Hebr 5,12–14).

Schafe sind reifere Christen, die tiefere geistliche Nahrung, Korrektur und Führung brauchen (1 Kor 3,1–3).

Wer beiden Gruppen dieselbe Art von Nahrung gibt, riskiert geistliches Ungleichgewicht. Paulus wies mehrfach darauf hin, dass manche nur „Milch“ vertragen, während andere „feste Speise“ brauchen.

Das erfordert geistliche Sensibilität: zu erkennen, wo jemand steht und welche Nahrung seine Seele braucht.

4. Die Herde zu nähren ist keine Option – es ist der Prüfstein unserer Liebe zu Christus

Jedes Mal, wenn Petrus seine Liebe zu Jesus bekennt, verbindet Jesus dieses Bekenntnis mit einem Auftrag.
So wird deutlich: Wer Christus liebt, dient Seinen Menschen.

1. Johannes 3,18 erinnert uns daran, dass echte Liebe sich nicht nur in Worten zeigt, sondern in konkreten Taten.

Wenn wir sagen, wir lieben Christus, aber die geistliche Fürsorge für Sein Volk vernachlässigen, ist unser Bekenntnis leer.
Wahrer Dienst hat nichts mit Titel, Popularität oder Begabung zu tun – sondern mit Hingabe, Verantwortung und Liebe.

5. Eine ernste Warnung an geistliche Leiter

Der Prophet Hesekiel ermahnt die untreuen Hirten Israels:

Hesekiel 34,2–4

Sie stärkten die Schwachen nicht, heilten die Kranken nicht und führten mit Härte statt mit Liebe.
Die Folgen solcher Vernachlässigung sind verheerend: geistliche Verwirrung, Schwäche und Anfälligkeit für Irrlehre (Hos 4,6).

6. Treue Diener folgen dem Vorbild Christi

Jesus wird der Gute Hirte (Joh 10,11), der Große Hirte (Hebr 13,20) und der Oberhirte (1 Petr 5,4) genannt.
Wir dienen als Unterhirten und orientieren uns an Seinem Vorbild – an Seiner Geduld, Liebe, Wahrheit und Hingabe.

1. Petrus 5,2–3 macht klar, wie echte geistliche Leitung aussieht: freiwillig, bereitwillig, ohne Eigennutz und im Dienst als Vorbild.

Ganz gleich, ob du Apostel, Prophet, Evangelist, Lehrer oder Pastor bist:
Wenn dir Menschen anvertraut sind, bist du berufen, sie zu nähren und zu führen.

Sage nicht: „Ich bin kein Pastor.“
Die Frage Jesu lautet nicht: „Welchen Titel trägst du?“
Sondern: „Liebst du mich?“

Wenn deine Antwort „Ja, Herr“ lautet, dann bleibt Sein Auftrag derselbe:

Weide meine Lämmer.
Hüte meine Schafe.
Weide meine Schafe.

Maranatha – Komm, Herr Jesus!

 

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PFLEGE DEINEN GARTEN (Kultiviere ihn, Sorge dafür)

 


PFLEGE DEINEN GARTEN (Kultiviere ihn, Sorge dafür)

Grüße im Namen unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Herzlich willkommen! Lassen Sie uns gemeinsam eine kraftvolle Wahrheit aus Gottes Wort entdecken – eine Wahrheit, die von Bestimmung, Verantwortung und geistlicher Fruchtbarkeit spricht.

Gott, der Gärtner – Das göttliche Vorbild
Am Ende der Schöpfung vollbrachte Gott kein spektakuläres Weltwunder, sondern etwas zutiefst Persönliches: Er pflanzte einen Garten.

1. Mose 2,8 (ELB):
„Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden, gegen Osten, und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte.“

Stellen Sie sich vor: Der Schöpfer des Universums, der Herrscher über alles, beugt sich hinunter, um jeden Baum, jede Blume, jede Pflanze genau an den richtigen Platz zu setzen. Eden war kein unberührtes Wildnisgebiet – es war ein Heiligtum der Ordnung, der Schönheit und der Fülle. Alles war absichtlich gestaltet. Das spiegelt Gottes Wesen wider: Er ist ein Gott der Ordnung (1. Korinther 14,33), der Schönheit (Psalm 27,4) und der Absicht (Jeremia 29,11).

Doch selbst dieser perfekte Garten brauchte Pflege.

1. Mose 2,15 (ELB):
„Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaue und bewahre.“

Gott hatte gepflanzt, aber Adam war berufen, den Garten zu pflegen. Die Lektion ist klar: Was Gott dir gibt, musst du treu verwalten.

Dein Leben als Garten
So wie Eden ein physischer Garten war, ist auch dein geistliches Leben ein Garten. Wenn du zu Christus kommst, wirst du in dein eigenes Eden gesetzt – ein Ort der Gemeinschaft mit Gott, voller Sinn und Verheißung. Aber wie Eden gedeiht auch dein geistliches Leben nicht von selbst.

Epheser 2,10 (ELB):
„Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir darin wandeln sollen.“

Heil ist nicht das Ende – es ist der Beginn eines Lebens, das bewusst kultiviert wird.

Jesus lehrte oft mit Bildern aus der Landwirtschaft. Im Gleichnis vom Sämann (Matthäus 13,1–23) zeigt Er, dass der Zustand unseres Herzens darüber entscheidet, ob Gottes Wort Wurzeln schlägt und Frucht bringt. Nur der gut gepflegte Boden brachte Ertrag.

Johannes 15,5 (ELB) sagt:
„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“

In Christus zu bleiben bedeutet nicht Passivität – es bedeutet, aktiv in Gebet, Gehorsam und Gemeinschaft zu leben.

Wie du deinen geistlichen Garten pflegst
Was heißt es konkret, deinen Garten in Christus zu pflegen? Es bedeutet:

  • Unaufhörlich beten (1. Thessalonicher 5,17)

  • Gottes Wort täglich lesen und darüber nachdenken (Psalm 1,2–3)

  • Im Geist und in der Wahrheit anbeten (Johannes 4,23–24)

  • Fasten und Gottes Willen suchen (Matthäus 6,16–18)

  • Anderen liebevoll dienen (Galater 5,13)

  • Sünden bekennen und sich abwenden (1. Johannes 1,9)

  • Großzügig geben (2. Korinther 9,7)

  • Das Evangelium mutig weitergeben (Römer 1,16)

Dies sind keine starren religiösen Pflichten. Es sind geistliche Disziplinen, die deine Seele stärken und deinen Garten fruchtbar machen.

Die Gefahr der Vernachlässigung
Als Adam Gott ungehorsam war, verlor er den Zugang zu Eden – nicht, weil Eden verschwand, sondern weil die Sünde die Gemeinschaft mit Gott zerstörte und seine Fähigkeit, den Garten zu pflegen.

Jesaja 59,2 (ELB):
„Sondern eure Missetat hat euch von eurem Gott getrennt; eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verborgen, dass er nicht hört.“

Das ist eine ernste Warnung: Vernachlässigt man Gottes Wort und Gegenwart, führt das zu geistlicher Öde. Dein Garten wird nicht von selbst wachsen. Gott hat seinen Teil getan – er hat den Samen gepflanzt und die Tür geöffnet. Nun liegt es an dir.

Treue öffnet Türen
In der Offenbarung spricht Jesus zur Gemeinde in Philadelphia – nicht die größte oder mächtigste, sondern die treue.

Offenbarung 3,8 (ELB):
„Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe eine Tür vor dir aufgetan, die niemand schließen kann. Ich weiß, dass du wenig Kraft hast, und doch hast du mein Wort bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet.“

Treue – nicht Perfektion – bewegt Gottes Herz. Wer Sein Wort bewahrt und lebt, erlebt, wie Türen geöffnet werden, die niemand schließen kann.

Freund, hast du dein Leben Christus gegeben? Wir leben in den letzten Tagen. Die Zeichen sind überall – Kriege, moralischer Verfall, falsche Propheten und globale Unruhe, wie Jesus es in Matthäus 24 prophezeit hat. Wir sind nicht nur in den letzten Tagen – wir sind in den letzten Momenten.

Hebräer 9,27 (ELB):
„Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“

Was wirst du sagen, wenn du vor Gott stehst? Jetzt ist die Zeit zur Buße, zur Taufe und zur Annahme der Vergebung durch Jesus Christus.

Gott hat etwas Kostbares in dir gepflanzt. Du bist Sein Garten. Pflege ihn. Nähre ihn. Beschütze ihn. So wirst du Frucht bringen, die bleibt – nicht nur in diesem Leben, sondern für die Ewigkeit.

Johannes 15,8 (ELB):
„Daran wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und so meine Jünger werdet.“

Gott segne dich.

 

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SEI ACHTSAM: DIE STUFEN DER ENTFÜHRUNG ENTFALTEN SICH

Grüße im Namen unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Lassen Sie uns weiterhin über die Worte des ewigen Lebens nachdenken.

Sind Sie sich bewusst, dass der Prozess der Vorbereitung derjenigen, die entrückt werden, bereits begonnen hat? Die Frage lautet: In welcher Phase befinden Sie sich?

Die Schrift zeigt, dass die Rückkehr des Herrn, um Seine Braut zu sich zu nehmen, nicht für alle gleichzeitig und plötzlich erfolgen wird. Es gibt verschiedene Stufen, und nur diejenigen, die bereits in ihnen wandeln, werden bereit sein, wenn die letzte Posaune ertönt. Dies soll die Vorbereiteten nicht überraschen.

Lassen Sie uns sorgfältig untersuchen, was die Bibel dazu sagt:

1. Thessalonicher 4,16–18 (LUT)

„Denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen mit einem Ruf, mit der Stimme eines Erzengels und mit der Posaune Gottes; und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken, dem Herrn entgegen in die Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein. Tröstet also einander mit diesen Worten.“

Beachten Sie, dass dieser Abschnitt drei Schlüsselphasen beim Kommen des Herrn beschreibt:

Ein Ruf

Die Stimme eines Erzengels

Die Posaune Gottes

Oft konzentrieren sich Gläubige nur auf die letzte Posaune, in der Annahme, dass dort die Entrückung stattfindet. Doch das Wort zeigt deutlich, dass zwei wichtige Schritte vorausgehen: der Ruf und die Stimme des Erzengels. Die Posaune Gottes kann nicht gehört werden, wenn man auf die vorherigen Aufrufe nicht reagiert hat.

1. DER RUF – DIE EINLADUNG
Der Zweck der Entrückung ist, dass die Kirche zum Hochzeitsmahl des Lammes gebracht wird, ein himmlisches Fest, das Christus für Seine Braut vorbereitet hat (Offenbarung 19,9; Johannes 14,1–3).

So wie niemand eine Hochzeit besucht, ohne eingeladen zu sein, müssen auch wir eine göttliche Einladung erhalten und darauf reagieren. Jesus veranschaulichte dies in einem Gleichnis:

Matthäus 22,2–3,8–10 (LUT)

„Das Himmelreich gleicht einem König, der für seinen Sohn eine Hochzeit veranstaltete und seine Diener aussandte, die Eingeladenen zur Hochzeit zu rufen; doch sie wollten nicht kommen… Da sagte er zu seinen Dienern: ‘Die Hochzeit ist bereit, doch die Eingeladenen waren nicht würdig. Geht nun auf die Straßen, und wen ihr findet, ladet zur Hochzeit ein.’“

Die ersten Eingeladenen im Gleichnis symbolisieren Israel, das Christus größtenteils ablehnte. Daher wurde die Einladung auf die Heiden ausgeweitet – also auf uns, die wir einst fern von Gott waren (vgl. Matthäus 23,37–39; Apostelgeschichte 13,46).

Aber die Annahme der Einladung allein reicht nicht aus. Im Gleichnis wird ein Gast ohne angemessene Hochzeitskleidung hinausgeworfen (Matthäus 22,11–13). Dies steht für jene, die das Heil beanspruchen, aber nicht durch es verwandelt wurden.

Offenbarung 19,7–8 (LUT)

„Freut euch und jubelt und gebt Ihm Ehre; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und Seine Braut hat sich bereitet. Und ihr wurde gegeben, sich in feines Leinen zu kleiden, glänzend und rein; denn das feine Leinen sind die gerechten Taten der Heiligen.“

Das feine Leinen – die Hochzeitskleidung – symbolisiert Heiligkeit: ein Leben geprägt von Buße, Gerechtigkeit und Gehorsam. Es genügt nicht zu sagen, man sei ein Gläubiger; man muss auch so leben.

2. DIE STIMME DES ERZENGELS – DER LETZTE AUFRUF ZUR REINHEIT
Die zweite Stufe in 1 Thessalonicher 4 ist die Stimme des Erzengels. Sie repräsentiert die letzte Warnung und den Aufruf zur Bereitschaft für die Braut Christi.

Im Gleichnis der zehn Jungfrauen (Matthäus 25,1–13) ruft es um Mitternacht: „Siehe, der Bräutigam kommt; geht hinaus, ihm entgegen!“ – das ist die Stimme der Warnung. Fünf Jungfrauen waren klug und hatten Öl (Symbol für den Heiligen Geist und ein geheiligtes Leben), die anderen fünf waren töricht und unvorbereitet.

Diese Phase erfordert geistliche Wachsamkeit. Die Stimme des Erzengels widerhallt in den Botschaften an die Gemeinden in Offenbarung, besonders in der letzten:

Offenbarung 3,15–18 (LUT)

„Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist… weil du lau bist… ich werde dich aus meinem Munde speien… Kaufe von mir Gold, im Feuer geläutert… und weiße Kleider, damit du bekleidet wirst.“

Es ist nicht die Zeit für Selbstzufriedenheit. Die Gemeinde von Laodizea, die die letzte Ära der Kirche vor Christi Rückkehr repräsentiert, wird für ihre Lauheit gerügt. Wir müssen auf diese Stimme reagieren, indem wir Heiligkeit anstreben und Kompromisse ablegen.

3. DIE POSAUNE GOTTES – DER MOMENT DER ENTRÜCKUNG
Erst nach dem Ruf und der Stimme ertönt die Posaune. Dies ist der finale Aufruf, der Moment des Hinausgehens – die Entrückung.

1. Korinther 15,51–52 (LUT)

„Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden… bei der letzten Posaune. Denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden unverweslich auferweckt, und wir werden verwandelt werden.“

Diejenigen, die auf den Ruf des Herrn reagiert, ihre Kleider rein gehalten und in Heiligkeit gewandelt haben, werden entrückt. Die in Christus Gestorbenen werden zuerst auferweckt. Aber diejenigen, die im Kompromiss leben – selbst wenn sie die Kirche besuchen – werden zurückbleiben.

Matthäus 24,40–41 (LUT)

„Dann werden zwei auf dem Feld sein: der eine wird genommen, der andere zurückgelassen. Zwei werden am Mahlstein mahlen: der eine wird genommen, der andere zurückgelassen.“

Lassen Sie sich nicht täuschen. Die Entrückung gilt nicht jedem Kirchenbesucher oder jedem, der einst ein Bekenntnis abgelegt hat. Viele leben heute ein doppeltes Leben – Sonntag Gottesdienst, die restliche Woche weltliche Vergnügungen. Das ist die Lauheit, vor der Christus warnte. Die Entrückung ist unmittelbar bevorstehend. Alle Zeichen, die Jesus erwähnte (Matthäus 24, Lukas 21, 2. Timotheus 3), erfüllen sich in unserer Generation.

Wenn Sie Ihr Leben noch nicht Jesus gegeben haben oder lau leben, ist jetzt die Zeit zur Umkehr und ihm mit ganzem Herzen zu folgen.

Es ist noch Zeit, auf den Ruf zu reagieren. Es ist noch Zeit, die Stimme des Erzengels zu hören. Aber wenn die Posaune ertönt – wird es zu spät sein, sich vorzubereiten.

Haben Sie auf den Ruf reagiert? Haben Sie das Gewand der Gerechtigkeit angezogen? Wandeln Sie in Heiligkeit?

Schalom.

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Wer sind die „angesehenen Frauen“ aus Apostelgeschichte 17,12?

FRAGE: Wer sind die „angesehenen Frauen“, die in der Bibel in Apostelgeschichte 17,12 erwähnt werden?

ANTWORT:
Als die Apostel begannen, den Missionsbefehl des Herrn Jesus zu erfüllen – nämlich in alle Welt zu gehen und das Evangelium zu predigen –, zeigt uns die Bibel, dass sie auf unterschiedliche Gruppen von Menschen trafen, die die Botschaft glaubten.

Eine dieser Gruppen bestand aus Frauen von hohem gesellschaftlichem Rang.

Ein Beispiel dafür sehen wir bei Paulus‘ Missionsreise nach Beroia. Als er dort ankam, predigte er das Evangelium, und unter denen, die es annahmen, waren auch Frauen von Ansehen und Einfluss.

Apostelgeschichte 17,10–12 (LUT 2017)
„Aber sogleich in der Nacht schickten die Brüder Paulus und Silas nach Beröa. Als sie dahin kamen, gingen sie in die Synagoge der Juden. Diese aber waren besser gesinnt als die in Thessalonich; sie nahmen das Wort bereitwillig auf und forschten täglich in der Schrift, ob sich’s so verhielte. So glaubten nun viele von ihnen, darunter nicht wenige vornehme griechische Frauen und Männer.“

Diese „vornehmen Frauen“ waren höchstwahrscheinlich Frauen mit gesellschaftlichem, politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – wohlhabend, gebildet oder in der Gemeinde hoch angesehen. Doch trotz ihres Ansehens nahmen sie das wahre Evangelium von Jesus Christus demütig an und wurden gläubig.

Einfluss kann zum Guten oder zum Bösen gebraucht werden

Interessanterweise zeigt uns die Bibel auch, dass solcher Einfluss gegen das Evangelium eingesetzt werden kann. In Antiochia in Pisidien, wo Paulus mutig predigte und viele Menschen zum Glauben kamen, bewirkten einige eifersüchtige Juden, dass einflussreiche Frauen gegen ihn aufgebracht wurden.

Apostelgeschichte 13,50 (LUT 2017)
„Aber die Juden reizten die gottesfürchtigen, vornehmen Frauen und die Ersten der Stadt auf und brachten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas in Gang und vertrieben sie aus ihrem Gebiet.“

Das zeigt uns: Einfluss ist niemals neutral – er kann entweder ein Werkzeug in der Hand Gottes oder eine Waffe in der Hand des Feindes sein. Deshalb ist es entscheidend, dass Männer und Frauen in Machtpositionen sich Jesus Christus unterordnen, damit ihr Einfluss zum Segen für das Reich Gottes wird.

Das Evangelium ist für alle Menschen

Die wichtigste Lehre daraus lautet: Das Evangelium ist für alle Menschen bestimmt, unabhängig von gesellschaftlichem Status, Reichtum oder Bildung. Ob jemand Politiker ist, Unternehmer, Akademiker oder Analphabet – Christus ist für alle gestorben.

1. Timotheus 2,3–4 (LUT 2017)
„Denn das ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland, welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“

Römer 10,12–13 (LUT 2017)
„Es ist kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen. Denn ‚wer den Namen des Herrn anruft, soll gerettet werden.’“

Darum sollen wir keine Unterschiede machen, wenn wir das Evangelium weitergeben. Scheue dich nicht, einflussreiche oder wohlhabende Menschen anzusprechen – und unterschätze auch niemanden, der arm oder ungebildet ist. Alle sind vor dem Kreuz gleich, und alle brauchen Rettung.

Wenn wir die Menschen in Machtpositionen nicht mit dem Evangelium erreichen, wird der Feind sie für seine Zwecke missbrauchen. Doch wenn Gott sie berührt, wird ihr Einfluss ein kraftvolles Werkzeug für die Ausbreitung seines Reiches.

Sprüche 11,30 (LUT 2017)
„Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens, und ein Weiser gewinnt Seelen.“


Der Herr segne dich reichlich.
Bitte teile diese gute Nachricht auch mit anderen, damit viele erkennen, dass das Evangelium alle Schichten der Gesellschaft erreichen soll – zur Ehre Jesu Christi!


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LIEBT EURE FEINDE – BETET FÜR DIE, DIE EUCH VERFOLGEN.

 


LIEBT EURE FEINDE – BETET FÜR DIE, DIE EUCH VERFOLGEN
(Ein Aufruf zur Christus-ähnlichen Vollkommenheit)

Grüße im Namen unseres Herrn und Retters Jesus Christus!
Heute wollen wir innehalten und über Gottes lebendige Worte nachdenken – eine Wahrheit, die unsere menschliche Natur herausfordert, aber das Herz unseres himmlischen Vaters offenbart.

Wenn wir das Leben Jesu betrachten, erkennen wir das perfekte Beispiel eines Menschen, der vollkommen vom Vater geliebt und vertraut wurde. Die Schrift sagt:

Johannes 3,35
„Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben.“

Jesus vollbrachte unzählige Wunder: Er heilte Kranke, trieb Dämonen aus, erweckte Tote zum Leben und lehrte mit unvergleichlicher Autorität. Johannes schreibt:

Johannes 21,25
„Und es gibt noch vieles andere, was Jesus getan hat; würde man alles aufschreiben, glaube ich, dass die Welt selbst die Bücher nicht fassen könnte, die geschrieben würden.“

Doch was Jesus wirklich auszeichnete, war nicht nur seine Macht oder seine Wunder – es war sein Herz. Er offenbarte Geheimnisse des Reiches Gottes, die seit Generationen verborgen waren. Wie er selbst sagte:

Lukas 10,24
„Denn ich sage euch: Viele Propheten und Könige haben sehen wollen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen; sie wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.“

Eines dieser Geheimnisse – leicht zu hören, aber schwer zu leben – ist das Gebot, unsere Feinde zu lieben.

Matthäus 5,44
„Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet die, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und betet für die, die euch beleidigen und verfolgen.“

Anfangs dachte ich, ich verstehe dieses Gebot. Doch im Laufe meines Lebens wurde mir klar, wie weit ich davon entfernt war, es wirklich zu leben. Wenn mich jemand verletzte, sagte ich vielleicht, dass ich vergebe – aber ich betete nicht für ihn. Ich mied ihn. Meine Vergebung war nur teilweise und diente oft meinem eigenen Schutz.

Christus aber ruft uns zu einem höheren Maß – einem Maß, das das Herz des Vaters widerspiegelt. Es reicht nicht, nur „Ich vergebe dir“ zu sagen und dann Abstand zu halten. Vergebung im Reich Gottes geht tiefer: Sie beinhaltet Fürbitte und praktische Liebe. Das bedeutet, im Geist zu wandeln.

Betrachten wir Jesus selbst. Er lehrte dieses Prinzip nicht nur – er lebte es, selbst gegenüber seinem Verräter Judas Iskariot. Jesus wusste, dass Judas ihn verraten würde (Johannes 6,64), doch er hielt ihn nahe, gab ihm Autorität zu predigen und Dämonen auszutreiben (Lukas 9,1-2) und nannte ihn im Moment des Verrats sogar „Freund“:

Matthäus 26,50
„Da sprach Jesus zu ihm: ‚Freund, wozu bist du gekommen?‘“

Stellen Sie sich das vor: Selbst im Verrat sprach Jesus Judas mit Mitgefühl an. Als er den Jüngern die Füße wusch (Johannes 13), war Judas unter ihnen. Jesus gab ihm jede Gelegenheit zur Umkehr. Das ist Gnade. Das ist göttliche Liebe.

Fragen wir uns: Können wir so lieben? Können wir als wiedergeborene Gläubige diejenigen lieben, die uns verletzen? Können wir für diejenigen beten, die über uns reden, uns manipulieren oder uns widerstehen?

Das meinte Christus, als er sagte:

Matthäus 5,48
„Darum seid ihr vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“

Diese Liebe spiegelt die Natur Gottes selbst wider:

Matthäus 5,45
„Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“

Gott ist barmherzig, selbst gegenüber den Undankbaren. Paulus erinnert uns:

Römer 5,8
„Gott aber zeigt seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“

Bevor wir errettet wurden, waren auch wir Feinde Gottes (Römer 5,10). Und doch zeigte er uns Barmherzigkeit. Wie können wir also dieselbe Barmherzigkeit anderen verweigern?

Wenn es ein Kollege, Nachbar oder Glaubensbruder ist, der uns ständig verletzt – vergeben wir nicht nur, sondern beten wir auch für ihn. Vergelten wir nicht und hegen keinen Groll. Paulus lehrt:

Römer 12,17-21
„Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Achtet auf das, was vor allen Menschen gut ist… Geliebte, rächt euch nicht selbst… Wenn dein Feind hungrig ist, speise ihn; ist er durstig, gib ihm zu trinken… Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“

Das ist geistliche Reife. Das ist Christusähnlichkeit.

Aber seien wir ehrlich: Feinde zu lieben ist aus eigener Kraft unmöglich. Es erfordert die Kraft des Heiligen Geistes und das tiefe Wort Gottes in unserem Herzen. Die Frucht des Geistes – Liebe, Geduld, Güte – wächst nur in hingebungsvollen Herzen (Galater 5,22-23).

Wenn wir so leben, kommt Gott uns nahe. Jesus sagte:

Johannes 14,21
„Wer meine Gebote hat und sie hält, der liebt mich; und wer mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“

Pastorale Warnung:
Hüten wir uns vor Lehren oder „Befreiungsdiensten“, die dazu ermutigen, den Heiligen Geist zu rufen, um unsere Feinde zu zerstören. Das widerspricht dem Geist Christi. Als Jakobus und Johannes Feuer über ein samaritanisches Dorf herabrufen wollten, wies Jesus sie zurecht:

Lukas 9,55-56
„Ihr wisst nicht, welchen Geist ihr habt. Der Menschensohn ist nicht gekommen, Leben zu zerstören, sondern zu retten.“

Solche Lehren nähren Bitterkeit und Rache – Früchte des Fleisches, nicht des Heiligen Geistes.

Gehen wir stattdessen den schweren, aber heiligen Weg: Lieben wir unsere Feinde, segnen wir die, die uns fluchen, und beten wir für die, die uns verfolgen. Das ist der schmale Weg, der zum Herzen Gottes führt.

Gebet:
Vater, fülle unsere Herzen mit deiner Liebe. Lehre uns, nicht nur unsere Freunde, sondern auch unsere Feinde zu lieben. Hilf uns, das Böse mit Gutem zu überwinden, in Barmherzigkeit und Wahrheit zu wandeln und die vollkommene Liebe Christi widerzuspiegeln. Amen.

Gott segne dich.

 

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