Deine Lebensgeschichte ist Beweis genug: Gott kann dich gebrauchen.

Deine Lebensgeschichte ist Beweis genug: Gott kann dich gebrauchen.

 


Deine Lebensgeschichte ist Beweis genug: Gott kann dich gebrauchen

Einleitung: Gott ruft die Unwahrscheinlichen

Der Weg, den du gegangen bist – deine Siege, deine Kämpfe, deine Zeugnisse – zeigt bereits, dass du von Gott gebraucht werden kannst. Oft denken wir, dass man bestimmte Qualifikationen oder kirchliche Titel braucht, um Gott zu dienen. Doch die Bibel zeigt immer wieder: Gott ruft gerade die, mit denen die Welt nicht rechnet, und befähigt die, die sich unqualifiziert fühlen. Ein bekanntes Beispiel ist David, der Hirtenjunge, der den Riesen Goliath besiegte.

I. David: Ein Hirte mit einer Gottesoffenbarung

Davids Geschichte in 1. Samuel 17 ist mehr als ein Mutmärchen. Sie zeigt uns, was es bedeutet, auf Gott zu vertrauen, seiner Berufung zu folgen und seine Macht anzuerkennen.

David, der jüngste Sohn Isais, wurde nie für den Kampf in Betracht gezogen. Er hütete die Schafe, während seine älteren Brüder in Sauls Armee kämpften. Doch als Israel von Goliath bedroht wurde, stand David auf – nicht, weil er militärisch ausgebildet war, sondern weil er an den lebendigen Gott glaubte.

1. Samuel 17,36–37 (LUT)
„Mein Knecht hat sowohl Löwen als auch Bären besiegt; dieser unbeschnittene Philister wird wie einer von ihnen sein, denn er hat sich den Heeren des lebendigen Gottes widersetzt. David sprach: ‚Der HERR, der mich aus der Klaue des Löwen und des Bären errettet hat, wird mich auch aus der Hand dieses Philisters retten.‘“

David prahlte nicht mit seiner Stärke – er bezeugte Gottes Treue. Derselbe Gott, der ihn im Verborgenen beschützt hatte, würde ihn nun öffentlich einsetzen.

Geistliche Lektion:
Gott bereitet uns durch private Siege auf öffentliche Aufgaben vor.

II. Menschen schauen auf Zeugnisse – Gott auf das Herz

Saul, Israels König, zweifelte an David. Aus menschlicher Sicht war er nicht kriegerisch genug. Aber Gott wählt seine Werkzeuge nicht nach weltlichen Maßstäben.

1. Samuel 16,7 (LUT)
„Denn der HERR sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht: Der Mensch schaut auf das Äußere, der HERR aber schaut auf das Herz.“

Wenn wir nur nach Alter, Ausbildung oder Erfahrung urteilen, übersehen wir leicht die Kraft von Glauben, Gehorsam und göttlicher Berufung. David brauchte Sauls Rüstung nicht (1. Samuel 17,38–39); er vertraute auf den Namen des Herrn.

1. Samuel 17,45 (LUT)
„David sagte zum Philister: ‚Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Wurfspieß, ich aber komme zu dir im Namen des HERRN der Heerscharen, des Gottes der Heere Israels, den du verhöhnt hast.‘“

Geistliche Lektion:
Sieg im Reich Gottes kommt durch Glauben, nicht durch menschliche Methoden.

III. Erwarte Widerstand – auch von den eigenen Leuten

Eines der ernüchterndsten Dinge im Dienst: Die größte Ablehnung kommt oft von Glaubensgeschwistern, nicht von Ungläubigen. Davids eigene Brüder verspotteten ihn.

1. Samuel 17,28 (LUT)
„Eliab wurde zornig auf David… und sprach: ‚Warum bist du hierhergekommen? Mit wem hast du diese wenigen Schafe in der Wüste gelassen? Ich kenne deine Überheblichkeit und das Böse deines Herzens…‘“

Heute hören viele:

  • „Welche Bibelschule hast du besucht?“

  • „Unter welchem Dienst hast du gedient?“

  • „Du bist noch zu jung im Glauben.“

Doch wie David keine menschliche Anerkennung brauchte, um von Gott gebraucht zu werden, brauchst auch du sie nicht. Der Heilige Geist lehrt dich (Johannes 14,26), und Gottes Salbung befähigt dich.

1. Johannes 2,27 (LUT)
„Die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch… sie lehrt euch über alles.“

Geistliche Lektion:
Widerstand disqualifiziert dich nicht – er bestätigt oft deine Berufung.

IV. Der Kampf gehört dem Herrn

Bevor David Goliath besiegte, erklärte er etwas Entscheidendes:

1. Samuel 17,47 (LUT)
„Denn der Kampf gehört dem HERRN, und er wird euch in unsere Hand geben.“

Gott kämpft für sein Volk:

Exodus 14,14 (LUT)
„Der HERR wird für euch kämpfen, und ihr sollt stille sein.“

 

Römer 8,31 (LUT)
„Wenn Gott für uns ist, wer kann gegen uns sein?“

David kämpfte nicht für persönlichen Ruhm – er war ein Werkzeug, um Gottes Macht und Gegenwart zu zeigen.

V. Gott wählt oft die Unwahrscheinlichen

Gott liebt es, die Schwachen zu gebrauchen, um die Starken zu beschämen:

1. Korinther 1,27–29 (LUT)
„Gott hat das, was in der Welt töricht ist, erwählt, um die Weisen zu beschämen… damit niemand sich vor Gott rühme.“

Jesus bestätigte diese Umkehr auch in seinem Dienst:

Matthäus 11,25 (LUT)
„Ich danke dir, Vater, dass du dies den Weisen und Verständigen verborgen und es den Kleinen offenbart hast.“

 

Matthäus 20,16 (LUT)
„So werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein.“

VI. Dein Zeugnis ist deine Waffe

Davids Zeugnis entstand nicht im Klassenzimmer, sondern in der Wildnis, in geheimen Kämpfen und persönlichen Begegnungen mit Gott. Ebenso ist deine Geschichte – deine Prüfungen und Befreiungen – dein Fundament für den Dienst.

Offenbarung 12,11 (LUT)
„Sie haben ihn überwunden durch das Blut des Lammes und durch das Wort ihres Zeugnisses…“

Geistliche Lektion:
Gott kann deine vergangenen Kämpfe als Werkzeug für deine heutige Berufung verwenden.

Schlussfolgerung: Steh auf wie David

Warte nicht, bis du dich nach den Maßstäben der Welt „bereit“ fühlst. Gott sucht willige Herzen, nicht makellose Lebensläufe. Er verlangt keine Perfektion, sondern Gehorsam.

2. Korinther 6,2 (LUT)
„Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade; siehe, jetzt ist der Tag des Heils.“

Wenn du den Ruf Gottes spürst – antworte! Wie David, tritt hervor. Bring dein Zeugnis. Bring deinen Glauben. Derselbe Gott, der in der Wildnis bei dir war, wird auch im Kampf bei dir sein.

Philipper 4,13 (LUT)
„Alles kann ich durch den, der mich stärkt.“


Gebet:
Herr, gib uns den Glauben Davids. Erinnere uns, dass unsere Erfahrungen mit Dir nicht umsonst waren – sie bereiten uns vor. Stärke die, die sich unqualifiziert fühlen. Lass uns aufstehen, nicht in eigener Kraft, sondern im Namen des HERRN der Heerscharen. Benutze uns zu Deiner Ehre, selbst wenn andere an uns zweifeln. In Jesu Namen, Amen.

 

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Über den Autor

Dorcas Kulwa editor

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