In 2. Samuel 1,17–18 lesen wir, dass David ein Klagelied über Saul und seinen Sohn Jonatan anstimmt und anordnet, dass es den Männern Judas gelehrt werden soll. Anschließend heißt es:„Siehe, es ist geschrieben im Buch Jashar.“
Doch was ist dieses Buch Jashar überhaupt – und warum wird es in der Bibel erwähnt?
Das Buch Jashar (auch Jasher) ist ein altes hebräisches Werk, das im Alten Testament nur an zwei Stellen ausdrücklich genannt wird:
Josua 10,13, im Zusammenhang mit dem Stillstand von Sonne und Mond
2. Samuel 1,18, beim Klagelied Davids
Der hebräische Begriff „jashar“ (יָשָׁר) bedeutet aufrichtig, recht oder gerecht. Der Titel lässt sich daher mit „Buch der Aufrechten“ oder „Buch der Gerechten“ übersetzen.
Offenbar handelte es sich um eine Sammlung poetischer Texte, Lieder oder Heldenerzählungen, in denen bedeutende Ereignisse und Persönlichkeiten der Geschichte Israels festgehalten wurden. Obwohl dieses Werk heute nicht mehr erhalten ist und nie zum biblischen Kanon gehörte, war es zur Zeit der Abfassung der biblischen Bücher weithin bekannt und als historische Quelle anerkannt.
Die Bibel ist kein mythisches Lehrbuch, sondern tief in der realen Geschichte verwurzelt. Durch den Verweis auf bekannte außerbiblische Quellen macht sie deutlich, dass Gottes Wirken öffentlich, überprüfbar und erinnerungswürdig war.
Ähnlich wie Lukas in Lukas 1,1–4 betont, dass der christliche Glaube auf sorgfältig überlieferten Augenzeugenberichten beruht, zeigt auch das Alte Testament ein starkes Geschichtsbewusstsein.
Die inspirierten Autoren der Schrift scheuten sich nicht, auf zeitgenössische Dokumente zu verweisen. Das geschieht nicht, um der Bibel Autorität zu verleihen – diese besitzt sie aus sich selbst heraus –, sondern um historische Zusammenhänge zu bestätigen.
Wie es in 2. Korinther 13,1 heißt:„Durch den Mund von zwei oder drei Zeugen wird jede Sache bestätigt.“
Das Buch Jashar fungiert dabei als ein zusätzlicher Zeuge derselben Ereignisse, ähnlich wie heutige Theologen historische Quellen, Kirchenväter oder archäologische Funde heranziehen, um biblische Aussagen einzuordnen.
Die Erwähnung eines Werkes in der Bibel bedeutet nicht automatisch, dass es selbst göttlich inspiriert ist oder zum Kanon gehört. Mehrere Beispiele machen das deutlich:
4. Mose 21,14 nennt das Buch der Kriege des HERRN
1. Chronik 29,29 verweist auf Aufzeichnungen Samuels, Nathans und Gads
1. Könige 14,29 erwähnt die Chroniken der Könige von Juda
Diese Schriften erfüllten eine historische Funktion, wurden aber nicht als Teil der Heiligen Schrift bewahrt. Wie 2. Timotheus 3,16 klarstellt:„Alle Schrift ist von Gott eingegeben …“ – gemeint ist der von Gott bestätigte Kanon, nicht jede historische Quelle.
Bemerkenswert ist, dass zentrale biblische Wahrheiten auch außerhalb der Bibel bezeugt werden. So erkennt selbst der Koran – ohne aus christlicher Sicht als inspiriert zu gelten – an, dass:
Jesus von einer Jungfrau geboren wurde,
er sündlos war,
und dass er wiederkommen wird.
Dies verleiht dem Koran keine göttliche Autorität, unterstreicht jedoch die historische Realität und Einzigartigkeit Jesu – sogar in nichtchristlichen Traditionen.
Wie Philipper 2,10–11 sagt:„Damit in dem Namen Jesu sich jedes Knie beuge … und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus der Herr ist.“
Viele Menschen sagen heute: „Ich glaube der Bibel nicht. Dinge wie die Jungfrauengeburt oder die Wiederkunft Jesu sind doch nur Legenden.“
Doch die Vielzahl unabhängiger Zeugnisse – biblisch wie außerbiblisch – stellt diese Skepsis infrage. Gottes Handeln geschah nicht im Verborgenen. Es wurde gesehen, erinnert und aufgeschrieben.
Das Buch Jashar, auch wenn es verloren ist, erinnert uns daran, dass Gottes Taten Teil der öffentlichen Geschichte waren. Doch Gottes größtes Zeugnis ist nicht ein Buch – sondern eine Person.
Johannes 14,6) „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als durch mich.“
Johannes 14,6)
„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als durch mich.“
Jesus Christus wird wiederkommen. Die Zeit der Gnade ist noch da – aber sie ist begrenzt.
Kehrt um und glaubt.Jesus ist die einzige Hoffnung.
Seid gesegnet.
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