Ist Er nicht der Zimmermann, der Sohn Marias?

Ist Er nicht der Zimmermann, der Sohn Marias?

Shalom.

Es gibt eine tiefgreifende Bedeutung darin, dass Joseph ein Zimmermann war und ebenso, dass unser Herr Jesus Christus als Zimmermann arbeitete, bevor Er Seinen öffentlichen Dienst begann.

Dies wird in der Heiligen Schrift gezeigt:

Markus 6,3 sagt:

„Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn Marias und der Bruder von Jakobus, Josef, Judas und Simon? Sind nicht auch seine Schwestern hier bei uns?“ Und sie nahmen Anstoß an Ihm.

Ebenso heißt es in

Matthäus 13,55:
„Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt seine Mutter nicht Maria, und sind nicht seine Brüder Jakobus, Josef, Simon und Judas?“

Aus diesen Stellen verstehen wir, dass Jesus und Sein irdischer Vater Joseph in ihrer Gemeinde aufgrund ihrer Arbeit als Zimmerleute gut bekannt waren. Die Zimmerei war zur biblischen Zeit ein Beruf, der Geschick, Präzision und Geduld verlangte. Es war nicht bloß körperliche Arbeit, sondern eine Kunst, nützliche und schöne Gegenstände herzustellen (vgl. Sprüche 22,29: „Siehst du einen Mann, der geschickt ist in seinem Werk? Er wird vor Königen stehen…“).

Die Arbeit Jesu als Zimmermann war mehr als ein Beruf – sie war eine Vorbereitung und ein Ausdruck Seiner Unterordnung unter den Willen Gottes, des Vaters. Seine irdische Tätigkeit zeigt Demut und den Wert ehrlicher Arbeit (vgl. Kolosser 3,23: „Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als für den Herrn…“).

Gott benutzte diesen Aspekt im Leben Jesu, um uns etwas über geistliches Bauen zu lehren. So wie ein Zimmermann sorgfältig messen, sägen, Nägel schlagen und einem Plan folgen muss, bereitete sich Jesus darauf vor, die Gemeinde – das geistliche „Haus“ Gottes – zu bauen (vgl. Epheser 2,19–22). Diese Aufgabe erforderte Gehorsam, Geschick und Geduld und spiegelte Seine vollkommene Hingabe an den Willen des Vaters wider.

In Johannes 5,19–20 erklärt Jesus diese göttliche Beziehung:

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was Er den Vater tun sieht; denn was der Vater tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt Ihm alles, was Er tut; und Er wird Ihm noch größere Werke zeigen, damit ihr euch wundert.“

Diese Stelle betont Jesu vollständige Unterordnung unter die Autorität des Vaters und Seine vollkommene Einheit mit Ihm (vgl. Johannes 10,30).

Als Jesus Seine Nachfolger aufforderte, sich selbst zu verleugnen, ihr Kreuz auf sich zu nehmen und Ihm nachzufolgen (Matthäus 16,24), veranschaulichte Er das geistliche „Bauwerk“ des Reiches Gottes, das Opfer und Gehorsam erfordert – nicht den eigenen Willen.

Ebenso gründet der Ruf, zu glauben und sich taufen zu lassen, um gerettet zu werden (Markus 16,16), auf dem Erlösungsplan des Vaters und betont die Notwendigkeit von Glauben und Gehorsam im neuen Bund (vgl. Römer 6,3–4).

Jesu Verheißung, dass Seine Nachfolger Anfechtungen erleben werden (Johannes 16,33), erinnert uns daran, dass Heiligung ein Prozess ist, der Leiden und Ausdauer einschließt – so wie Er es auf Erden erfahren hat. Philipper 1,29 sagt:

„Denn euch wurde geschenkt, um Christi willen nicht nur an Ihn zu glauben, sondern auch um Seinetwillen zu leiden.“

Dieses Leiden bringt geistliche Reife hervor und vollendet Gottes Werk in uns (Jakobus 1,2–4).

Daher müssen wir als Nachfolger Christi – des Meister-Zimmermanns und treuen Herrn – zulassen, dass Er unser Leben gemäß Gottes vollkommenem Plan formt. Wie Metall im Feuer geläutert wird (Maleachi 3,3) oder Holz sorgfältig gemessen und festgenagelt wird, so müssen auch wir Anfechtungen geduldig ertragen und Gott in Seinem verfeinernden Wirken vertrauen.

Eines Tages, wenn wir unsere ewige Heimat erreichen, werden wir den Wert dieses Prozesses voll verstehen. Jesus versichert uns in Johannes 14,1–4:

„Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen; wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt, dass ich hingehe, um euch einen Platz zu bereiten? Und wenn ich hingehe und euch einen Platz bereite, komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe, wisst ihr; und den Weg kennt ihr.“

Diese Stelle weist auf die Hoffnung des ewigen Lebens hin und auf das endgültige „Bauwerk“, das Gott errichtet – die Vorbereitung eines Ortes im Himmel für Sein Volk.

Der Herr segne dich.


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MarryEdwardd editor

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