DAS TOR HAT SICH GEÄNDERT

DAS TOR HAT SICH GEÄNDERT

Ezechiel 44,1–2 (Lutherbibel 2017):

„Dann führte er mich zurück zum Außentor des Heiligtums, das nach Osten gerichtet war; und siehe, es war verschlossen. Und der HERR sprach zu mir: ›Dieses Tor soll verschlossen bleiben; es soll nicht geöffnet werden, und niemand soll hindurchgehen, denn der HERR, der Gott Israels, ist hindurchgegangen. Darum soll es verschlossen bleiben.‹“

Einleitung:
Mit fortschreitender Zeit verändert sich die Welt um uns – oft nicht zum Besseren. Was früher als Sünde galt, wird heute akzeptiert oder sogar gefeiert. Die Moral verliert an Gewicht, und jeden Tag scheint es für die Menschen schwerer zu werden, den Weg zu Gott zu finden. Überzeugungen, die einst selbstverständlich waren, sind heute selten geworden. Je mehr das Böse wächst, desto schwerer wird der Zugang zur rettenden Gnade – nicht, weil Gott sich verändert hat, sondern weil die Menschen sich immer weiter von Ihm entfernen.

Im Kapitel Ezechiel 44 wird ein prophetisches Tor beschrieben – auf der Ostseite des Tempels – das versiegelt wurde, weil der Herr selbst hindurchgegangen ist. In der Vision war es ein greifbares Tor, doch es steht symbolisch für den Zugang zur Gegenwart Gottes – einst geöffnet, jetzt dauerhaft verschlossen. Dieses Tor steht für Gottes Gnade – die einst weit offen war, aber schließlich verschlossen wurde.


Vom großen Tor zur engen Tür

Im Neuen Testament spricht Jesus vom selben geistlichen Zugang. Aber Er nennt ihn nicht ein großes Tor, sondern eine enge Tür.

Lukas 13,24–25 (Einheitsübersetzung):

„Bemüht euch, durch die enge Tür einzugehen! Denn ich sage euch: Viele werden danach trachten und nicht imstande sein. Wenn aber der Hausherr aufstanden und die Tür verschlossen hat und ihr draußen steht und an die Tür klopft und sagt: ›Herr, tu uns auf!‹ – dann wird er euch antworten: ›Ich weiß nicht, woher ihr kommt.‹“

Hast du den Unterschied bemerkt?
Im Alten Testament ist es ein „Tor“ – groß, weit offen, ein Symbol für die weite Gnade Gottes. In Jesu Worten wird es zur „engen Tür“ – schwerer zu finden und schwerer zu betreten.

Warum? Weil sich die Zeiten geändert haben.

Gottes ursprünglicher Plan sah vor, dass alle Menschen – Juden und Nichtjuden – freien Zugang zum Heil haben. Das Evangelium sollte offen verkündet werden und die Einladung zu ewigem Leben weit verbreitet sein. Doch mit der Zunahme von Sünde und der Verhärtung der Herzen wird der Weg zum Heil enger – nicht, weil Gott restriktiv wäre, sondern weil viele Menschen von falschen Wegen und Ablenkungen angezogen werden, die ins Verderben führen.

Jesus warnte davor auch in Matthäus 7,13–14 (Lutherbibel 2017):

„Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt, und viele sind’s, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist aber die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt! Und wie wenige sind es, die ihn finden!“


Die Tür wird verschlossen

Es wird eine Zeit kommen, in der diese enge Tür geschlossen sein wird – genau wie das Osttor in Ezechiels Vision.

Lukas 13,26–27 (Einheitsübersetzung):

„Dann werdet ihr anfangen zu sagen: ›Wir haben in deiner Gegenwart gegessen und getrunken, und du hast in unseren Straßen gelehrt!‹ Doch er wird sagen: ›Ich sage euch: Ich weiß nicht, woher ihr kommt. Weicht von mir, ihr alle Übeltäter!‹“

Es wird Menschen geben, die Jesus nur vom Hörensagen kennen, die seine Lehren gehört, Gottesdienste besucht oder religiöse Rituale ausgeführt haben. Aber wenn sie niemals wirklich durch diese enge Tür eingetreten sind – durch Glauben, echte Umkehr und ein Leben im Gehorsam – werden sie abgewiesen.

Diese Botschaft soll nicht erschrecken, sondern uns die Realität vor Augen führen: Das Heil ist nicht etwas, das man aufschieben oder leichtfertig behandeln darf. Es wird Weinen und Zähneknirschen geben, wenn Menschen erkennen, dass sie die Tür zum Leben ignoriert haben.


Mach es persönlich

Diese Botschaft handelt nicht von deiner Familie, deinen Nachbarn oder deiner Gemeinde – sie betrifft dich persönlich.
Wirst du drinnen oder draußen sein, wenn die Tür verschlossen ist? Was wirst du sagen, wenn du gefragt wirst, warum du so viele Chancen ignoriert hast?

Jesus ist die einzige Tür zum ewigen Leben.

Johannes 10,9 (Lutherbibel 2017):

„Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und ein‑ und ausgehen und Weide finden.“

Er ruft noch immer. Die Tür ist noch offen – aber sie ist eng und verlangt nach Hingabe. Es bedeutet, Jesus zu folgen – auch wenn es schwer ist, auch wenn andere spotten, auch wenn die Welt leichtere Wege verführt.

Heute ist der Tag des Heils.

2. Korinther 6,2 (Einheitsübersetzung):

„Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!“


Letzter Aufruf

Warte nicht, bis die Tür verschlossen ist. Warte nicht, bis du hörst: „Ich habe euch nie gekannt.“
Gib dein Leben Christus. Lass dich taufen (Apg 2,38), empfange den Heiligen Geist (Eph 1,13) und lebe ein Leben, das deiner Berufung würdig ist.

Das Tor hat sich geändert. Die Tür ist jetzt eng. Aber sie ist noch offen – für jetzt.

Möge der Herr dich segnen und dir den Mut geben, durch die enge Tür zu gehen, bevor es zu spät ist.


 

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Über den Autor

Doreen Kajulu editor

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